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Geschützt: 402.: Aufschwung…

26. Juni 2018

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Geschützt: 401.: […]

25. Juni 2018

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400.: Was für ein Jahr…

23. Dezember 2017

Das Jahr hat viel gutes gebracht, doch verweile ich eher bei den schlechten Dingen. Alte Gewohnheiten kann man halt nicht so leicht ablegen… Auch wenn es doch so schön wäre… 

Ich bin nun zum dritten Mal Tante geworden. Ich habe nun eine wunderbare, süße Nichte, die einem den Kopf verdreht, sobald sie einen nur ansieht. 
Ich habe die Fachweiterbildung begonnen, das, was ich schon die ganze Zeit machen wollte, kann ich nun endlich machen.
Ich habe ein neues – altes Hobby für mich wiederentdeckt – Videospiele. Früher schon habe ich gerne damit Zeit verbracht, auf NES, SNES, und Nintendo 64 in diese Welten abzutauchen, in den Jump n´Runs immer besser zu werden, mehr Saammelobjekte zu bekommen. 
Ende letzten Jahres habe ich mit eine Nintendo-Konsole angeschafft, mittlerweile habe ich wieder einige und damit schon ziemlich Spaß. Ich weiß nicht, wie ich das früher aus den Augen verlieren konnte. 
Ich habe mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Schwester, besser, als ich es mir hätte je vorstellen können. Mittlerweile teilen wir uns dieses Hobby sogar, treffen uns, wenn die großen Kinder im Kindergarten sind und es bei mir vom Dienstplan passt, bei mir und spielen dann zusammen . 🙂
Da sie es sich nie hätte leisten können, habe ich ihr zu Release des Mario-Spiels, dass auch sie sehnsüchtig erwartete, die Switch schonmal etwas vorgezogen zu Weihnachten geschenkt. Die Freude und die ungläubigkeit in ihren Augen zu sehen, war echt toll! 🙂

Dennoch war dieses Jahr für mich durch Einsamkeit geprägt.

Ich habe meine Beste Freundin verloren. Hatten im Mai eine Auseinandersetzung, sie hat mir ziemlich miese Dinge vorgerfen, sich im nachhinein entschuldigt. Vergessen konnte ich es zwar nicht, jedoch habe ich ihr gesagt, dass ich ihr verzeihe. Doch sie ging mir weiter aus dem Weg. Auf Nachfrage meinte sie dann, dass sie dies tut, weil sie sich schuldig fühlt. 
Da wir mittlerweile zusammenarbeiten, da sie vor einem Monat zu uns gewechselt hat, ist das für mich etwas unangenehm muss ich gestehen. 
Sonst meidet sie mich immer, auf meine Rückfragen, wann wir uns denn nochmal treffen würden, höre ich nur, wie wenig Zeit sie denn hätte. Treffen tun wir uns dann nie… Also wichtig bin ich ihr nicht mehr… 
Doch was mich dann total vernunsichert ist, dass sie, statt mich dann auch auf der Arbeit in Ruhe zu lassen, mich die ganze Zeit mit belanglosem Smalltalk-Kram zuzextet und mir, während ich die Kurven schreibe, ständig Bilder ihres Hundes unter die Nase hält. 
Ich finde, dass das nicht zusammenpasst. Das verunsichtert mich total. 
Vor ein paar Tagen rief sie dann auch an, erzählte von der Arbeit. Also nicht, wie es ihr geht. Zwischendrin fragte sie mal, wie es kommt, dass wir uns dort so lange nicht mehr gesehen hätten. Beantwortete dies mit der Woche Schule und den 7 Nachtdiensten. Das war auch alles, wo es in dem einstündigen Gespräch über mich ging. Bei dem Rest hatte ich einfach nur den Eindruck, dass es darum ging, dass sie von mir für ihre Leistungen Anerkennung  bekommt. 
Aber was ist mir mir? Brauche ich nicht auch hin und wieder mal jemanden, den es interessiert, was ich zu sagen habe? 

Oben genannte Person hat nun auch eine Beziehung mit dem Menschen, den ich toll fand, mit dem ich mich getroffen habe, mit dem ich mir weiteres hätte vorstellen können. Auch das tat erstmal weh… Ein Arzt unserer Klinik.
Ich bin eigentlich nicht der Beziehungsmensch. Ich habe gerne Distanz, manchmal auch gerne viel davon. Doch bei ihm war es irgendwie anders. Trotzdem war ich nicht gut genug, nicht richtig genug. Mir sagte er es nicht. Er sagte es einer meiner Arbeitskolleginnen. Dass ich zu wenig über mich rede, verschlossen bin, bei der Frage nach meinen Eltern komisch reagiert habe und das Thema kurzgehalten hätte. 
Warum sagt man mir sowas nicht selbst? Und warum ist man einen Monat später mit meiner (ehemals) besten Freundin zusammen? Wir könnten ja Freunde bleiben, meinte er zu mir. Wir könnten ja auch einfach Arbeitskollegen bleiben, dachte ich. 
Nach den Geschehnissen hatte er immerhin wenig auf Intensiv zu zun, nur die Visiten zu begleiten. Ein Vorteil von interdisziplinären Intensivstationen: Ich kann meine Patientenauswahl auch nach den Fachrichtungen und somit nach den Ärzten machen, mit denen ich dann zusammenarbeite. 

Mein Vater nahm Kontakt zu meiner Schwester auf. Wir hatten beide seit Jahren keinen Kontakt mehr. In mir stieg diese lächerliche Sehnsucht nach Familie auf. Nach ihm. Ich vermisste ihn, vermisse ihn. Ich ließ mir von meiner Schwester seine Nummer geben, schreib ihm. Und er machte mir deutlich, keinen Kontakt zu mir zu wollen. Wie ein kleines Kind, dem man sagt, dass man es nicht lieb hat, hat es mir den Boden erstmal unter den Füßen weggezogen. Ich hätte damit rechnen können. Hatte dies auch auf meiner inneren Pro/Kontra-Liste stehen, doch wollte viel zu sehr daran glauben, dass nun, wo so viel Zeit ins Land gegangen ist und wir alle älter geworden sind, es sich geändet hätte. 
Auch zu meiner Mutter habe ich oft überlegt, wieder Kontakt aufzunehmen. Aber hier weiß ich, dass es nicht das bringen würde, was ich mir wünsche, nämlich Annäherung, einen nicht konfliktbehafteten Beziehungsaufbau, dass ich wieder mit ihr reden könnte. 
Aber vor 8 Jahren, als ich zu Hause ausgezogen bin und sie mir sagte, mich nie wieder sehen zu wollen, habe ich es an Weihnachten des Jahres versucht. Mir wurde die Türe nicht geöffnet, die Geschenke für sie und meine Schwester hatte ich dann nur auf die Treppe legen können.  Ein halbes Jahr später habe ich es nochmal versucht. Aus ihren Augen sprühte der Hass. 
Und anders würde es jetzt wahrscheinlich auch nicht sein, auch wenn ich mich danach sehne, dass es anders wäre. Meine Mutter kenne ich nur verbittert, depressiv und isoliert. Ich denke, dass sie keinen Schritt auf mich zukommen würde.  Und da ich eine weitere Enttäuschung nicht mehr gebrauchen kann, lasse ich es. 
Auch wenn ich dann denke, was denn ist, wenn was ist. Wenn sie so wie vor 8 Jahren lebt, bekommt kein Mensch mit, wenn ihr was passiert. Ich würde ich mitbekommen, wenn ihr etwas zustößt. 

Statt neue Freundschaften zu knüpfen, verlor ich diese nur. Dementsprechend gab es kaum noch etwas anderes als arbeiten und zu Hause zu sein. Den ganzen Sommer habe ich zu Hause verbracht. Habe keinen Balkon oder Garten, hatte aber auch nicht die Motivation, in den Park zu fahren. Wenn meine Schwester nachmittags Zeit hatte, bin ich zu ihnen gefahren und habe mit den kleinen gespielt. 
Aber ansonsten war es ein einsames 2017. So einsam wie schon lange nicht mehr… 
Damit ich zu Hause nicht an Sylvester alleine herumsitzen muss, habe ich mir dieses Jahr an den Tagen auch Nachtdienst gewünscht. So muss sich keiner verpflichtet fühlen mich einzuladen, ich sitz nicht dann am Ende doch allein zu Hause herum und andere Kollegen können dafür da frei haben… Hab jetzt nicht mit meinen Lieblingskollegen Dienst, aber naja, das wird schon…

Ich hoffe, dass ich 2018 mehr an mir arbeiten kann. Dass ich an Selbstsicherheit gewinne, dass ich offnener über mich, auch negative Seiten oder die Vergangenheit, auch wenn sie mir nicht gefällt, erzählen kann. Dass ich mich auch mal angreifbarer machen kann. 
Dass ich mich villeicht auch etwas mehr wertsschätzen kann, mich akzeptieren kann. Denn das fällt mir ganz oft noch ganz schwer… 

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399.: Over and over

12. Juni 2017

Lange überlegt, was ich schreibe. Ob ich schreibe. Es häufig wieder verworfen. 

Lange Zeit habe ich es für mich genutzt, um mir darüber Gedanken zu machen, was ich wirklich denke und fühle. Und hier dürfte ich dies auch, ohne jemandem zur Last zu fallen. 

Doch da ich soweit mittlerweile mit mir im reinen bin, brauche ich dieses Wekzeug nicht mehr. 

Vielleicht ja doch? Ich habe das Gefühl, immer mehr Freunde zu verlieren. Nachdem sich letztes Jahr meine beste Freundin abwendete, ist dies auch aktuell bei C der Fall. Ich weiß nicht, warum. Sonst haben wir täglich telefoniert, seit 2 Wochen reden wir so gut wie garnicht. 

Mich störte, dass immer nur ihre Arbeit anstrengend war, dass nur sie Probleme hat. Dass nur sie es schwer hat und alles schlecht ist. Es gibt nichts gutes, was man hervorheben kann und nichts negatives, was relativiert werden kann. 

Und anscheinend habe ich zu viel kritisiert oder relativiert. Ist mit bei einigen in meinem Umfeld schon aufgefallen, dass sie lieber in ihrer schlechten Laune schmoren als zu überlegen, was man denn da tun kann… 

Und dann gibt es da noch T. T ist Neurologe bei und im KH. Seit Februar treffen wir uns. Ich finde ihn toll. Er sinn angeblich zu Arbeitskollegen auch gesagt haben, dass er mich auch toll findet. Über das Kupmel-Dasein kommen wir denn noch nicht hinweg. 

Und nun meldet er sich auch seit einer Woche nicht mehr. Sonst schrieben wir täglich.

Es war auch lächerlich von mir zu denken, dass T mich mögen könnte. Es gibt nichts an mir, was besonders anziehend wirkt. Eher abstoßend. Die Rollen. Die Narben. Das Gesicht. Der Charakter. Er ist so ein toller Mann. Er kann jede haben. Er sieht toll aus, Er ist klug, warmherzig, lustig. Und er weiß, was für Narben das an meinen Unterarmen sind. Er kommt aus der Psychiatrie. Noch mehr abstoßendes auf meiner Seite…

Mein Selbstwertgefühl kommt aus dem hämischen Lachen nicht mehr heraus. Wer soll mich denn auch toll finden. Ich bin fett, vernarbt, essgestört und auch sonst ein Psycho. Ich war letzten Monat fetter denn je. Bis dahin bekam ich es fast immer gut verdrängt. Aber es passte nichts mehr.

Seit einiger Zeit habe ich wieder so meine Diskrepanzen mit dem Essen. Mal garnichts, mal viel zu viel. Mal erbrechen, mal Sport und AFM. Ich schaffe es derzeit, innerhalb von einem Monat 10kg abzunehmen und zeitweise 3kg an einem Tag wieder zuzunehmen. Ich schaffe es wieder nicht mehr  vernünftig, ausgewogen zu essen. Entweder alles oder nichts. Solange es aber bei dem nichts ist  sehe ich dem wohlwollend entgegen. Ich mag die wackeligen Beine, den leichten Schwindel. Hungergefühl habe ich keines.  Aber damit fühle ich mich wohler als heute, wo ich schon mittags etwas gegessen habe. Das macht mir Angst. Denn dann kommt sehr schnell „jetzt ist’s es zu spät“ und ein FA ist vorprogrammiert. Wenn ich aber bis zum Abend nicht gegessen habe und ich dann am Abend eine Tomate esse, ist das ein sichereres Gefühl. Und wenn ich die Tomate weglasse, dann gehe ich mit einem noch besseren Gefühl ins Bett. 

Auch wenn ich weiß, dass es falsch ist, wünsche ich mir viele dieser Tage. 

Ich habe heute nochmal die Kleidung von vor 2Jahren nochmal anprobiert, teilweise. Aber dazwischen sind nun 15kg… 

All diese Gedanken legen einen düsteren Schleier über alles. Und wieder fühle ich mich einsam…



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398.: hello darkness my old friend…

21. Dezember 2016

Ich hatte jetzt recht lange Urlaub. Erholt fühle ich mich dennnoch nicht. Anfangs habe ich meine Wohnung dekoriert, ausgemistet, vieles zur Deponie gebracht, geputzt, Geschenke organisiert und eingepackt und vieles mehr. 

Ich mag es, wenn alles schön ordentlich ist. Und bis es soweit ist, ist man gut abgelenkt… 

Vor etwa einem Monat musste ich zum Betriebsarzt. Standardtermin. Laborabnahme, diverse Unterweisungen und viele Fragen. Also ließ ich mir das Labor von einer Kollegin abnehmen und machte mir einen Temin. 

Der Betriebsarzt eröffnete mir dann, dass meine Leberwerte zu hoch seien. Gründe konnten wir aber keine dafür finden. Am nächsten Tag sollten mich meine Kollegen nochmals pieksen, um den Trend dieser Werte zu sehen. Ich rief meine Hausärztin zwecks Sono an, Leber und Galle waren unauffällig. Doch die Pankreas nicht. Die konnte es aufgrund von Luft nicht genau beurteilen, denkt aber, dass es Zysten sind. Die nächste Kontrolle der Leberwerte beim Hausarzt war nochmal deutlich höher als die anderen beiden. Habe nun einen Termin in einer Gastroenterologie in dem Krankenhaus, in dem ich früher gearbeitet habe, gemacht. Und warte nun… am 29.12 habe ich dort einen Termin zum Sono. 

Mittlerweile bin ich auch wirklich beunruhigt. Habe Angst, dass es was Ernstes sein könnte. Was, wenn es ein Tumor ist? 

Vor diesem Termin habe ich auch noch Nachtdienst. Ab 20Uhr nichts mehr Essen und schlimmer noch, trinken… mit dem Rauchen hab ich zum Glück ja auch vor einiger Zeit aufgehört, denn das dürfte ich dann ja auch nicht. Das hätte noch mehr meine Laune gesteigert 😀
Aktuell fühle ich mich einsam. Habe das Gefühl, keinem wirklich wichtig zu sein. Aktuell schmerzt es wirklich sehr. Zwei gute Freunde habe ich ja zu Beginn des Jahres verloren. Eine gute Freundin hab ich noch. Sie nimmt meine Sorge aber nicht ernst. „Das wird schon nichts sein. Das würdest du ja sonst merken.“ Höre ich immer wieder. 

An Nikolaus traf ich B., meine ehemals beste Freundin, bei meiner Schwester. Die beiden haben nämlich noch Kontakt. Da saß ich. In Gammelklamotten, ungeschminkt und fett. Und wir schwiegen uns an. B. erzählte meiner Schwester wie schön und toll ihr Leben doch ist. Ich wäre am liebsten verschwunden, fand mich in diesem Moment so fehl am Platz, so viel zu viel. Fand mich abstoßend wie lange schon nicht mehr. 

Ich habe stetig zugenommen, mir passte kaum noch meine Kleidung aber ich änderte nichts an dieser Situation. 

Doch an dem Abend kam vieles zusammen, es war anscheinend der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. 

Seitdem faste ich Tagsüber wieder, abends darf ich dann etwas. Wenn es zu viel wird, wird gegenreguliert. Erbrechen oder zusätzliches Trainig im Fitnesstudio. Meist beides. 

Aktuell nehme ich aber für mein Empfinden viel zu langsam ab. Ich hasse mich dafür. Es muss alles schneller gehen. 

Ich weiß noch nicht, was ich Sylvester mache. Aktuell lauft es auf Sofa und früh ins Bett hinaus. Denn keinem meiner Freunde war ich wichtig genug, mich einzuladen. 

Weihnachten bin ich bei meiner Schwester. Das ist schon okay. Wobei ich Angst wegen der Essensmege habe. Heiligabend gibt es Raclette, das geht schon irgendwie. Doch die Ente am darauffolgenden Tag? :-/

Also alles in allem läuft es aktuell wieder nur mäßig gut… ich hatte schon bessere Phasen… 

Aber vielleicht wird ja Ende Januar alles wieder etwas besser. Denn dann entscheidet sich, ob ich nächstes Jahr die Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie besuchen darf. Ich hoffe da so drauf. Aktuell hat sich auch nur eine weitere Kollegin beworben, eine überlegt noch…

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Geschützt: 397.: Is this the way it’s really going down?

10. Mai 2016

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395.: wieder still geworden. ..

13. Oktober 2015

Lange habe ich wieder nichts mehr geschrieben…
In meinem Urlaub hatte ich keine Zeit, habe mir alle verfügbare Zeit mit Erledigungen zugepflastert. Nicht negativ, doch die erste Woche des Urlaubs war somit etwas stressig. Habe meine Wohnung aufgeräumt, geputzt,auf Hochglanz poliert. Wäsche gewaschen, Tasche für den Urlaub gepackt, Freunde getroffen, Papierkrieg erledigt.
Die Zweite Woche des Urlaubs war dann so lala. Es war zwar schön in Breskens, doch das Bungalow war mega-klein und sehr, sehr spartanisch eingerichtet. Bungalow und selbst versorgen müssen ist ja sowieso nicht mein Traumurlaub, aber so erst recht nicht.
Wie gut, dass ich vorher schonmal Filme und Serien auf mein Handy geladen habe, meinen Lernordner und Fachbücher mitgenommen hatte. So konnte ich mich immerhin mit Lernen oder Filme gucken beschäftigen.

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Das war meine Aussicht beim joggen 🙂

Ich bin ja mit meiner Schwester, ihrem Ehemann und den beiden Kindern gefahren. Die ganze Zeit redeten die beiden davon, dass sie sonst ja immer viel schönere, größere und komfortablere Bungalows hatten. Die beiden haben gebucht, sie hätten auf die qm-Zahl achten können.
Aber es war nunmal, wie es war. Wir waren viel spazieren, ich war hin- und wieder joggen, wir waren fast jeden Tag Kindersachen shoppen. Wahrscheinlich will ich in meinem Leben nie wieder Kinderläden oder Ramschläden betreten. Es war grausam, da stundenlang in Action, Zeemann und wie sie nicht alle hießen zu stehen und zuzusehen, wie meine Schwester nun das 50. Teil kauft…
Wir haben uns auch recht häufig in den Haaren gehabt, was ich vorher auch schon vermutete. Sie ist so stur, dass sie selbst auf ihrer falschen Meinung beharrt, auch wenn man sie schon mit mehreren Argumenten widerlegt hat. Und ich kann es nicht leiden,  wenn jemand total uneinsichtig ist. So stritten wir uns wegen Lapalien fast jeden Abend…

Seit dem Urlaub vor fast 3 Wochen habe ich meine Schwester nun auch garnicht mehr gesehen. Heute kommt sie mit den Kids vorbei.
Nach dem Urlaub hatte ich nur fast nur Spät- und Nachtdienste. Und fast alle total ätzend,  sodass ich mich nach einer halben Stunde arbeiten wieder Urlaubsreif fühlte.

Bis heute habe ich Nachtwachenfrei, ab morgen geht es wieder los… Spätdienst. Ich hoffe, dass es endlich mal etwas ruhiger wird…
Aber ich kann mich nicht beschweren… Am Freitag Morgen bin ich aus der letzten von vier Nächten gekommen und habe bis einschließlich heute frei. Ich hatte schon Pech, dass ich Sonntag zum Frühdienst auf der Matte stehen durfte. 
Von daher konnte ich das Wochenende ruhig angehen lassen, habe gestern hier nochmal die Wohnung auf Hochglanz poliert (was nach 11Tage durcharbeiten und nur früh- und Nachtdienste auch dringend notwendig war, da danach die Wohnung immer grausam aussieht…)

Mit meiner Wohnung bin ich ja die ganze Zeit schon recht unzufrieden… Mir ist die Küche zu klein, ich wohne im Erdgeschoss mit Blick auf die Straße, habe weder Garten noch Balkon.
Sonst ist sie aber perfekt. Die Nachbarn sind alle ruhig, die Wohnung ist schön geschnitten etc.
In der Ausbildung war schonmal kurz die Wohnung neben meiner frei. Doch da war ich erst zwei Monate vorher eingezogen, zudem war sie mir auch zu teuer.
Und nun soll diese Wohnung wieder Anfang des Jahres frei werden. Ich weiß es nur über Nachbarn, nicht über die, die wohl ausziehen wollen, persönlich.
Hier im Haus ist es eine Eigentümergemeinschaft, ich habe die Nummer der Vermieterin schon von dem Nachbarn bekommen.
Aber ich versuche diese Nachbarn schon immer abzufangen, damit ich sie persönlich fragen kann. Ich habe sonst nichts mit denen zu tun und fände es peinlich, da einfach zu klingeln und zu fragen…
Ich wollte die dann fragen, ob es stimmt, dass die ausziehen,  wie viel qm sie wirklich hat und was die Zahlen.  Und ob ich sie sehen dürfte.
Denn ich kenne sie nur ganz grob…
Ich weiß leider nicht mehr, wie viel sie kostet… Aber meine ist ja schon recht teuer… mehr als 700€ inklusive Nebenkosten bin ich glaube ich nicht bereit zu zahlen.
Ich hoffe, dass alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.

Aber auf jeden Fall heißt es nun sparen, sparen, sparen… Im Urlaub habe ich fast alles Ersparte ausgegeben. Anfang diesen Monats habe ich mir nun mein lang ersehntes Tablet (Samsung Tab S2) gegönnt. Dafür und für das Zubehör wie 128gb-SD-Karte, Tablethülle,  Displayfolie habe ich echt tief ins Portmonee gegriffen…
Aber ich bereue es nicht und falls der Fall des Umzuges eintreten würde, hätte ich ja doch noch eine ganze Weile Zeit zu sparen…
Und ich finde das Tablet toll ♡ schreibe gerade auch zum ersten Mal damit hier 🙂

Von der Stimmung her ist es aktuell eigentlich recht ausgewogen. Ich denke aber schon noch viel an die Therapie-Zeit zurück, jetzt, wo sie entgültig vorbei ist. Herr M. vermisse ich schon ein wenig. Er war der beste Therapeut, den ich mir wünschen konnte. Hach,  ich habe hier ja schon so oft von seiner Art geschwärmt, lassen wir das. Er ist einfach ein toller Mensch, Dank dem es mir nun mittlerweile so gut geht.
Draußen wird es mittlerweile wieder trüber, grauer, kälter, später hell und früher dunkel. Alles Faktoren, die bisher dazu beigetragen haben, dass sich die Depression verstärkt hatte. Dass ich letztes Jahr nicht so tief gefallen bin, heißt ja nicht, dass ich automatisch dieses Jahr davor geschützt bin. Habe mir letztes Jahr eine Tageslichtlampe gekauft, werde sie auch bald wieder auspacken und aufstellen. Ich glaube, sie hat mir ganz gut getan.

Derzeit hadere ich wieder sehr mit meinem Aussehen, spezieller meinem Gewicht. Häufig fallen mir noch Bilder in die Hände, die vor drei Jahren entstanden sind. Dünner. Schöner. 25kg leichter. Mir ging es zwar in der Phase nicht gut. Dass ich lange nichts gegessen habe, schnell viel abgenommen habe und meine Kondition kaum ausreichte,  von zu Hause 15min in die Stadt zu gehen und in der 1.Etage die Therapie wahrzunehmen. Oder zu arbeiten, zu lernen. Ich war im Oberkurs,  nicht mehr weit von den Prüfungen entfernt.
Aber  ein mich sehr, sehr hässlich findendes Hirn meint, dass die Zeit besser war.
Die Jeans liegen noch im Kleiderschrank. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, wünsche ich mir nichts sehnlicher, als wieder in diese zu passen. Mittlerweile sagt meine Gewichtsapp auch das, was ich scho n ganz ganz lange denke, welches mein absoluter Horror ist: Adipositas. Nun zähle ich also zur fetten Gesellschaft.
Lange ist meine letzte Bulimische Phase her. Die Zeit, in der die Bulimie vorherrschte, war grauenvoll…  Ich hasste mich selbst, hatte einen FA nach dem anderen, im Schwesternwohnheim hatte ich so unendliche Angst, aufzufliegen, mir ging es Kreislaufmäßig total bescheiden, obwohl ich nicht an Gewicht abnahm. Da waren mir die „ich ekel mich absolut vor essen und kann es weder sehen, noch riechen und beim Gedanken zu essen, wird mir übel‘-Phasen viel lieber.
Solch eine wünsche ich mir still und heimlich wieder…
Nach der einen Woche Urlaub mir meiner Schwester bin ich fast von der Waage gefallen. 5kg innerhalb einer Woche zugenommen. Es gab aber halt auch nur fettigen Müll. Frikandel, Kipkorn, Blätterteiggebäck, Weizenbrötchen, Pommes, Süßkram. All das, was sonst nie oder nur selten auf meinem Speiseplan steht.
Also fasrete ich wieder. Hatte ja noch ein paar Tage frei. Und es fühlte sich wieder so toll an. Als ich dann wieder Spätdienst hatte, war der Kreislauf mal wieder voll im Eimer, habe mit dem Rad kaum den Weg zur Arbeit geschafft… Also aß ich wieder.  Eine Portion. Am besten im Dienst so spät wie möglich.
Wenn der Tag schon mit Essen beginnt, ist er gelaufen. Wenn ich mit Essen starte, könnte ich auch immer weiter essen… Und wenn ich abends eine Portion esse, kann ich es ganz gut umgehen.
Und solange, wie die eine Portion auch Vollwertig ist, habe ich davon auch keine Negativen Erscheinungen…
Leider hatte ich es im Nachtdienst-Intervall wieder schleifen lassen und Süßkram nebenher gefriert,  sodass ich die Hälfte der Abnahme wieder drauf habe.
Letzte Woche habe ich mir einen Low-Carb-Ernährungsplan gekauft. Soll ja wirklich was bringen, auf Kohlenhydrate zu verzichten bzw. diese zu reduzieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so einfach sein kann. Mir sind die Kalorien enorm wichtig… Wenn die Kalorien über dem tagesbedarf sind, wird man doch trotzdem zunehmen, auch wenn man mit den Kohlenhydraten gespart hat… denk ich mal.
Mein Plan ist nun, Kohlenhydrate und Fette einzusparen und dabei recht wenige Kcal zu mir zu nehmen. Mit den Kohlenhydraten habe ich mich noch nie beschäftigt… das fällt mir auch echt schwer…
Aber es muss endlich wieder was passieren. Ich muss umbedingt wieder abnehmen. Am besten, ohne es gleich wieder zuzunehmen und ohne wieder allzu destruktiv zu werden…
Aber ich werde erstmal bei 1-2 Portionen bleiben, dann halt nach Low Carb. Hoffe, dass mein Plan aufgeht…

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394.: Ressourcenförderung

15. September 2015

Seit heute habe ich Urlaub. Lang habe ich ihn ersehnt. Fast mein ganzer August bestand aus Spätdiensten, hatte nur vier Nachtdienste und vier Frühdienste. Viele sagen, dass der Sommer ja so wahnsinnig schön war. Aha? Wo war ich denn da? Wahrscheinlich arbeiten. Zudem hatte ich fünf Wochenenden am Stück Dienst. Das Dritte war zwar kein komplettes Wochenende, doch dank Rufdienst, den ich kommen musste, war auch das voll im Eimer. Hatte dann ein Wochenende frei, danach wieder zwei Stück hintereinander.
Eigentlich hat man nur alle zwei Wochenenden Dienst, doch bei mir besteht diese Regelung anscheinend nicht.
Also- alles in allem habe ich mir diese zwei Wochen Urlaub allemal verdient.
Mittwoch muss ich nur nochmal ins Krankenhaus, leider war die Megacode-Schulung nun in meinem Urlaub. Da ich noch immer nicht die Basisschulung habe und nicht auch noch bis zum Dezember warten wollte, habe ich gesagt, dass ich dann Mittwoch hingehe. Dann habe ich sie immerhin endlich. Von 8-16Uhr… mal sehen, ob ich wirklich so lange aufnahmefähig bin… die Schulzeiten liegen ja nun schon eine Weile hinter mir. Aber vielleicht sind in der Schulung ja auch nette Kollegen. Ich weiß noch nicht, wer daran teilnimmt. Solange ich dort aber nicht die dümmste/unerfahrenste bin, ist alles gut 😉

Aber auf der Arbeit ist es mittlerweile richtig schön. Ich gehe sehr gerne dort hin, habe meinen Platz im Team gefunden und werde immer selbstsicherer. Mittlerweile ist auch eine gewisse Routine eingekehrt und ich merke selber, dass ich einiges an Wissen dazugewonnen habe. Und das tut mir such sehr gut. Ich empfinde mich nicht mehr als Ballast in der Schicht. Zudem ist das Konkurrenzdenken der anderen neuen Kollegin gegenüber verflogen. Zum einen, weil mein Vertrag ja in einen unbefristeten umgewandelt wurde und zum anderen, da mir meine Anleiterin und andere Kollegen zu verstehen gegeben haben, dass meine Arbeit ganz gut zu sein scheint.

Heute habe ich dann meine, den ganzen Diensten geschuldete, angemietete Müllhalde wieder in eine normale Wohnung verwandelt. Endlich kann man sich in den meisten Räumen wieder wohlfühlen.
Morgen ist nur noch das Schlafzimmer und alle Fenster dran, dann bin ich zu Frieden. Und nur noch eine der sechs Waschmaschienen möchte gewaschen werden. Also haben sich die ganzen Stunden heute sehr gelohnt.

Mein Freundeskreis ist zwar schon größer und gefestigter, als er noch vor zwei oder gar vier Jahren war, doch habe ich weiterhin nur wenige Freunde und sitzte, wenn ich denn mal frei habe, doch recht viel zu Hause herum. Deswegen bin ich aktuell wieder dabei, meinen Freundeskreis zu erweitern. Heute habe ich eine Arbeitskollegin von der Stroke Unit, mit der wir recht viel zu tun haben, zu mir nach Hause auf einen Kaffee eingeladen, waren danach noch in der Stadt shoppen und dann bei ihr. Es war ein schöner Nachmittag, wir haben viele gemeinsame Interessen.  Wir sind und einig, dass es nicht der letzte private Kontakt gewesen sein wird.

Am Freitag geht es mit meiner Schwester, ihrem Mann und den beiden Kindern für eine Woche nach Holland. Mal sehen, wie es wird. Eigentlich mag ich sowas ja nicht. Es ist ein Bungalow-Park, man hängt den ganzen Tag aufeinander, muss sich selbst versorgen. Das ist dann für mich kein richtiger Urlaub.
Und mir ist Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeit sehr wichtig. Wahrscheinlich wird beides zu kurz kommen…

Essenstechnisch würde ich es mir jedoch besser wünschen. Mein Eindruck und der der Waage: Ich esse zu viel. Immer wieder versuche ich es anzupassen, ohne Gefahr zu laufen, wieder in eine destruktive Schiene zu geraten. Aber so klappt es nicht. Mir scheint, als könne ich garnicht gesund abnehmen.
Auf vielen Wegen habe ich es dchon versucht. Kalorienzählen ruft wieder die alten Erinnerungen wach und ganz schnell war ich wieder in dem alten Teufelskreis: je weniger, desto besser. Am besten garnichts. Und wenn es doch zu viel war, muss unter allen Umständen gegenreguliert werden. Jede Kalorie ist zu viel.
Weight Watchers. Statt Kalorien Punkte zählen. Mir machte es Probleme, dass ich nicht immer den Sinn verstand, warum dieses oder jenes nur so wenige Punkte hatte. Hatte dort immer das Gefühl, viel zu viel essen zu dürfen. Und da mir das Punktesystem, anders als die Kalorien nicht vertraut waren, hatte ich das Gefühl von Kontrollverlust. Also lieber weniger essen. Viel weniger.
Low Carb ernähre ich mich sowieso meistens schon. Erfolg habe ich somit also keinen.
Sport: ich fahre jeden arbeitstag 40min Rad, dazu mindestens 1×/Woche laufen. Habe auch 2×/Woche im Fitnesstudio trainiert, was jetzt durch das Arbeiten aber wieder zu kurz kam.
Außer, dass ich wieder immer und immer mehr, bis über die Belastunsgrenze hinaus trainieren wollte und dabei das Essen auf der Strecke ließ und somit auch wieder in diesen destruktiven Strudel geriet, passierte bei mir bei „mehr Sport“ nicht viel…

Vielleicht habe ich einfach meinem Stoffwechsel in den letzten Jahren zu viel zugemutet…
Ich versuche es erstmal so anzunehmen, wie es ist. Das Gewicht stagniert ja immerhin, wenn auch in einem nicht zufriedenstellenden Bereich.

Ich habe nun begonnen, die Kleidung in Größe XS und S zu verkaufen.
Es fällt mir schwer, da mir mein gestörter Teil einzureden versucht, wie toll, schön, übermächtig, stark und wasweißichnichtalles ich mich zu der Zeit fühlte und wie schrecklich und ätzend ich mich jetzt fühlen sollte. 
Ich weiß, dass es nicht stimmt. Doch sehe ich mir jetzt noch gerne diese Bilder an. Ich verbinde mit dieser schlechten Phase nicht nur schlechtes…  So im Nachhinein verspüre ich immernoch ein kribbeln in der Magengegend wenn ich darüber nachdenke, dass ich es einmal geschafft hatte, drei Wochen nichts zu essen und von Tag zu Tag weniger wurde.
Im Endeffekt konnte ich es nicht. Weil ich die Kontrolle vollkommen verloren hatte. Oder hatte ich mich zu der Zeit mehr denn je unter Kontrolle?
Auch wenn ein kleiner Teil von mir diese Phase weiterhin lieber hätte als so auszusehen, wie ich aktuell aussehe, trenne ich mich von den Klamotten, die für mich diese Zeit symbolisieren. Um einfach auch darunter einen Schlussstrich zu ziehen.

Immer schön nach vorne sehen ♡

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393.: Ende der Therapie…

6. September 2015

Lange habe ich hier nicht mehr geschrieben…
Irgendwie war ich immer zu beschäftig. Musste irgendwie viel arbeiten. Und hetzte so durch mein Leben.
Aber es gibt auch gutes: auf der Arbeit wird mittlerweile alles besser, ich habe meinen Platz im Team gefunden, ich gewinne immer mehr Routine dazu. Und: es hagelt Lob von den Kollegen, wie gut ich mich denn gemacht habe, dass meine Patienten immer gut versorgt sind, dass ich die Patienten in gutem Zustand übergebe und alles im Blick hätte.
Zudem wurde mein Vertrag in einen unbefristeten umgewandelt. Ich freue mich!
Jetzt also nur noch auf die Fachweiterbildung warten 😉

Letzten Mittwoch hatte ich meine letzte Therapiestunde. Schon jetzt vermisse ich ihn. Er ist einfach so ein toller Mensch.
2010 habe ich ihn in der stationären Therapie kennen gelernt. Ich war am Boden, er fragte mich, ob ich nicht im Anschluss die ambulante Therapie bei ihm machen wollte. Ich war fasziniert. Es war etwas, da hatte ich garnicht zu hoffen drauf gewagt. Ich wusste nicht, dass er sowas anbietet.
Ich wüsste nicht, wo ich nun ohne ihn wäre. Sicher nicht so stabil und symptomfrei/arm wie heute.
Am Mittwoch meinte er auch noch, als wir über die Klinikzeit sprachen, dass er mich am liebsten dort überall herumzeigen würde, um zu zeigen, dass man auch mit diesen Diagnosen wieder ein nahezu normales Leben führen kann.
Das fand ich sehr süß!

Ich vermisse schon jetzt sein schelmisches Grinsen, seine aufmerksame, wertschätzende und jederzeit Empathische Art. Aber es ist okay. Es gehört mit zu der Therapie.  Dadurch, dass die intervalle ja immer länger wurden, konnte ich mich ja gut darauf vorbereiten.

So, jetzt muss ich mich schnell fertig machen, zum Spätdienst. Was freue ich mich auf den nahenden Urlaub… 1 Woche noch…

Ich wollte es mir nur schnell von der Seele schreiben 🙂

Alles Liebe ♡

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392.: Melancholie…

21. Juni 2015

Die Zeiten absoluter innerer Ausgewogenheit wechseln sich mit tiefer Niedergeschlagenheit ab.

Die Nachtdienste waren okay. Waren wieder vier. Habe ganz gut geschlafen vorher, die Nächte selbst waren auch ganz gut. Drei von vier Nächten hatte ich sogar noch Zeit zu lernen.

Schade ich jetzt, da ich heute und morgen frei habe, dass es so schlechtes Wetter ist. Dunkel, kalt, regnerisch.
Dementsprechend habe ich heute nicht viel gemacht. Hatte den Hund meiner Freundin, mit dem ich spazieren war ind war auf dem Markt. Den Rest des Tages habe ich auf dem Sofa verbracht. Also nicht wirklich produktiv…

Heute habe ich aus Zufall das Lied oben gehört. Seit über fünf Jahren habe ich es glaube ich nicht mehr gehört.
Habe es immer gehört, als ich zu Hause lebte, wenn ich alleine war und es mir nicht gut ging… Wenn es wieder Stress mit meiner Mutter gab. Oder ich enttäuscht von meinem Vater war. Oder wenn es wieder ein schimmer Schultag war… Schon verrückt, wie viele Erinnerungen so ein simples Lied wieder hochbringen kann…

Einen Tag, als ich zum Nachtdienst fuhr, war ich so wahnsinnig zufrieden. Ich weiß nicht, woher es plötzlich kam. Aber es war schön.
Doch heute ist es wieder eher melancholischer, nachdenklicher…

Mit dem Essen hatte es in der Woche auch deutlich „besser“ geklappt.  Habe es halt irgendwie vergessen. War aber auch für die Stimmung deutlich besser.
Und gestern und heute mutierte ich zu einer Raupe nimmersatt… da ärgere ich mich umso mehr…

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391.: unbefriedigende Situation….

13. Juni 2015

Tränen haben etwas Heiliges. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kraft.
Sie sprechen beredter als zehntausend Zungen.
Sie sind die Verkünder bedrückendsten Kummers, tiefer Reue und unaussprechlicher Liebe!
Washington Irving

Irgendwie will es nicht besser werden. Meine Laune wird schlechter, meine Frustrationstolleranz sinkt und sinkt und sinkt.
Immer wieder schleichen sich diese Gedanken ein:
Ich kann nichts! Aus mir wird nichts! Nichts schaffe ich! Für alles zu schlecht! Als würden die mich auf der Arbeit haben wollen, lächerlich! Ich stehe allen nur im Weg herum. Ich nerve alle. Sie sagen es mir nur nicht.
Nichtmal zu Hause bekomme ich Ordnung gehalten, lächerlich! Ich bin und bleibe dumm, fett und hässlich!

Und gerade im Bezug auf die Arbeit fällt es mir schwer zu relativieren… ich bin halt erst drei Monate auf Intensiv, da sitzen im Notfall die Handgriffe noch lange nicht so… bin dann froh, wenn ich medis aufziehen soll oder Labor hinunterbringen kann. Habe viel das Gefühl, noch nicht das zu wissen, was ich wissen sollte… und die anderen durch meine Unwissenheit zu nerven und zu behindern. Sie verneinen das zwar, aber das Gefühl bleibt trotzdem…

Essenstechnisch läuft es wieder wunderbar aus dem Ruder. Mal Tage voller FAs, die ich mir dann nochmal durch den Kopf gehen lasse, mal Tage, an denen ich einfach fresse und fresse, als gäbe es kein morgen mehr, und mal Tage, die richtig gut laufen an denen ich nichts esse. Ein Mittelding existiert derzeit nicht.
Und jedes Mal, wenn ich an meinem Kleiderschrank wieder nach etwas sommerlichem suche, eskaliert das ganze von neuem. Ich habe letztes und vorletztes Jahr viel zugenommen. Bin richtig FETT. Und mein Kleiderschrank zeigt es mir jedes Mal aufs drastischste erneut.
‚Och, die hose hatte ich vor zwei Jahren geholt, die ist aber schön!‘ ‚Ach, der dicke Zeh passt ja immerhin noch durch das Hosenbein…‘
‚Das Oberteil ist ja schön, das hatte ich ja lange nicht mehr an‘ ‚…und werde es lange nicht mehr anziehen, bekomme es ja kaum an, geschweige denn, wie das aussieht…‘
Derzeit finde ich mich richtig, richtig ekelig. Und von Tag zu Tag wird es mehr.

Mit dem Schlaf ist es derzeit auch etwas verkorkst… kann irgendwie nie vor 2Uhr einschlafen, schlafe dann aber auch bis 10Uhr durch. Und wache dann auch nur auf, weil ich mir einen Wecker gestellt habe. Sonst würde ich wahrscheinlich auch länger schlafen. Und nun habe ich seit fünf oder sechs Wochen morgen meinen ersten Frühdienst und bin immernoch wach. Juuhuu..  denn 4:20Uhr bimmelt der Wecker. Hoffe, ich mache ihn nicht einfach aus… alles schon passiert…

Mir setzt es aber auch zu, so viele Spätdienste zu haben… besonders bei so schönem Wetter. Da kann man zu Freunden keinen persönlichen Kontakt halten… und nur Whatsapp ist ja auch nicht erfüllend…

Ab Montag habe ich wieder Nachtdienste. Hoffe, sie werden angenehm. In den Rhytmus zu kommen, wird mir wieder nicht besonders schwer fallen. Besonders, wenn ich morgen Nachmittag vor lauter Schlafmangel leidend ins bett falle…

Was bin ich froh, wenn ich mal wieder etwas vom Tag habe und mit mehr Menschen als den Patienten oder Kollegen reden kann…

Vielleicht wird die Stimmung dann auch wieder besser?
Sonst lenke ich mich von den Gedanken weiterhin mit lernen oder putzen ab. Klappt ja zweitweise doch ganz gut.

h1

390.: nach dem Nachtdienst…

7. Juni 2015

Ich mache wahnsinnig gerne Nachtdienste. Es entspricht mehr meinem Biorhytmus, als mich um 4Uhr aus dem Bett zu prügeln und man hat mehr vom Tag, als wenn man von mittags bis Abends schläft.
Stehe eigentlich an Nachtdienst-Tagen gegen 13:30Uhr auf. Diesen Block schleppte ich mich erst gegen 16Uhr aus dem Schlafzimmer und wurde mit ganz viel Coffein nur langsam fit…
Und nach der letzten Nacht schlief ich erstmal fast den ganzen Tag, habe mich zum Lernen Nachmittags in ein Café in die Sonne gesetzt und die sommerliche Hitze genossen.
Gegen 19Uhr war ich dann so wahnsinnig müde, dass ich ins Bett gegangen bin. Was für ein Fehler… um 23Uhr war ich natürlich wieder hellwach und fit. Habe die Küche aufgeräumt und mir aus meinem Esstisch ein Bücher-PC-Lager gemacht.
Es sieht ein wenig aus wie vor ein paar Jahren zum Examen.
Aber es fühlt sich anders an. Diesmal will ich, diesmal hängt nicht meine Existenz am Bestehen oder Nicht-Bestehen irgendwelcher Prüfungen.
Diesmal lerne ich, weil ich endlich mal Fachwissen in mich hineinbekommen muss.
Dauerte eine Weile, bis ich wieder hineingekommen bin, aber nun hab ich wieder ein Lernkonzept…
Lerne derzeit Atmung/Beatmung. Ich finde, es ist ein wahnsinnig umfangreiches Thema. Mit lesen alleine bin ich da nicht weitergekommen, auch wenn mir jeder tollste Bücher empfohlen hat und ich dementsprechend wahnsinnig viel Geld für meine fünf ausgegeben hatte.
Nun habe ich also bei Null angefangen. Bei der Lungenphysiologie, habe die nun durch (da dabei ja zum Glück vieles bekannt war). Ich glaube, bis zur Fachweiterbildung werde ich die Compliance und die Resitance einfach ignorieren. Denn egal wie viel ich darüber lese… wiedergeben kann ich es, doch das Verständnis dafür fehlt…

Aber trotzdem macht das Lernen wieder Spaß. Die letzte Nacht habe ich die Zeit vergessen und wunderte mich, warum es wieder hell wird. Bin dann erst gegen 5Uhr im Bett gewesen. Um wieder in einen Tagrythmus zu kommen, nicht besonders förderlich. Dennoch um 10Uhr aufgestanden. Und weitergelernt.

Irgendwie momentan auch ein gutes Ventil. Reduziert meine allgemeine Unzufriedenheit und Frustration, die ich habe.
Habe derzeit wieder vermehrt das Gefühl, Erwartungen nicht zu entsprechen, nicht gut genug zu sein. Setze mich vielleicht etwas viel unter Druck momentan.
Habe das Gefühl, auf Arbeit besser sein zu müssen, im sozialen Kontakt zu egoistisch zu sein. Auch wenn niemand dergleichen äußerte…
Und immer fetter zu werden…

h1

389.: Müde…

2. Juni 2015

Seit gestern muss ich wieder arbeiten.
Eigentlich fand ich es schade, dass ich nicht mehr motivationslos den ganzen Tag auf dem Sofa auf die Nacht warten konnte, um am nächsten Tag dort wieder anzuknüpfen.
Aber gestern Abend dann kam wieder diese Freude an der Arbeit, die Vorfreude, wieder dort zu sein.
Gruselig, oder? Immerhin rede ich ja hier von der Arbeit…
Und da der Spätdienst gestern irgendwie im ganzen Haus anscheinend verzweifelt um Patienten gebeten hat, haben sie mit vier Neuaufnahmen, allesamt Verlegungen aus dem Haus nur ein freies Bett ( plus Hausbett) übrig gelassen.
Für den Nachtdienst wunderbar. Denn was man hat, hat man. Es gibt nichts ätzenderes, als eine fast leere Station übergeben zu bekommen und dann Nachts eine nach der anderen Neuaufnahme zu bekommen.
So konnten wir halt nur einen von außerhalb aufnehmen. Das taten wir dann natürlich auch.
Aber alles in allem war der Nachtdienst ganz okay.
Wenn ich Glück habe, wird der heutige ruhiger, da alle Wagen und Koffer nun aufs genaueste kontrolliert wurden. Wenn sie nicht benutzt werden, entfällt nun diese Arbeit…
Auch hoffe ich, dass die Patienten diese Nacht nicht wieder alle das abführen für sich entdecken. Denn letzte Nacht erfragen sich drei meiner Patienten ein komplettes Programm, da sie auch noch meinten, es in ihrer kompletten Reichweite verteilen zu müssen. Yuuuhuu… -.-

Habe nach der Nacht auch sehr gut geschlafen. Doch fühle ich mich so wahnsinnig müde… als hätte ich garnicht geschlafen.
Einfach hoffen, dass es sich von selbst wieder gibt…
Fahre gleich wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit, habe mir ja vorgenommen, dies nun immer zu machen. Setze mir dabei gute-Laune Musik auf. Die Kombination aus Musik Rur und Wald wird mich schon wieder fit machen…
Aber hoffentlich regnet es nicht wieder… denn vor dem schlafen erstmal durch den Regen zu radeln, fand ich heute morgen nicht so besonders nett…

h1

388.: […]

1. Juni 2015

Was eigentlich gegen das Leiden empört ist nicht das Leiden an sich, sondern das sinnlose des Leidens.
Nietsche

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h1

387.: der Urlaub nun auch wieder vorbei…

31. Mai 2015

Hatte nun eine Woche Urlaub. Habe nicht viel gemacht.
War mit einer Freundin am Dienstag Shoppen, am Mittwoch in der Sauna, gestern auf einem Fußballtunier.
Ansonsten war meine Schwester inklusive Familie ein paar Male da. Gelegentlich war ich im Fitnesstudio, habe trotzdem den Urlaub über massiv zugenommen.
Habe sonst im Urlaub nichts gemacht. Die meiste Zeit lag ich halt auf dem Sofa…
Heute habe ich in Küche und Essbereich einen Großputz gemacht. Ich brauchte Ablenkung, Beschäftigung… war heute igendwie traurig, niedergeschlagen. Als wäre irgendwas passiert. Als gäbe es momentan etwas zu betrauern.
Ich kann es nicht einordnen, es gibt keinen Grund. Deswegen brauchte ich die Ablenkung.

Habe danach meinen Essbereich neu dekoriert, war dafür noch im Depot.
So war ich dann heute immerhin bis zum späten Abend beschäftigt.
Bin auch ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
Morgen muss ich nun noch den Rest putzen.

Ab Montag habe ich wieder Nachtdienst, dann startet der Alltag wieder. Schade eigentlich, denn erholt fühle ich mich nicht. Aber vielleicht ist es besser so…
Villeicht brauche ich einfach die Struktur im Moment, die mir das arbeiten halt automatisch gibt…

h1

386.: ‚Liebster Blog Award‘

28. Mai 2015

liebster-award31Vielen Dank, liebe Euphemisma für die Nomimierung. Habe mich sehr gefreut. Hat nur etwas länger gedauert, bis ich es beantwortete, da ich mir hierfür Zeit nehmen wollte.

Hier die Fragen:

1: Was inspiriert dich am meisten dazu, etwas zu tun. Sei es schreiben, malen, …?
Musik. Ich liebe Musik, könnte nicht ohne diese leben. In jeder Lebenslage hilft sie mir. Piano – Stücke zum nachdenken, entspannen, zur Ruhe kommen und um mich zu finden, vieles anderes zum Sport, zum Aufräumen, zum Frust ablassen, zum spazieren. Musik ist einfach so etwas schönes.

2: Du bist auf einer einsamen Insel. Einen Wunsch hast du frei, du kannst dir etwas zu dir hinzu wünschen. Wer oder was wäre das?
Mein Handy. Dort finde ich fast alles, was mir etwas bedeutet. Musik, Hörbücher, Fotos. Hoffe dann nur, es gäbe dann dort auch eine Steckdose. 😉

3: Was machst du, wenn du ein kreatives Tief hast?
Musik hören oder in die Natur gehen und fotografieren. Oder beides zusammen 🙂 Irgendwann findet man beim spazieren immer die Kreativität wieder und tolle Motive.
Wobei ich leider schon lange nicht mehr die Zeit für Fotografie gefunden habe… schade, denn es ist eigentlich sehr entspannend.

4: Stadt oder Land. Und warum?
Stadt. Es würde mich sehr unruhig machen, wenn ich nicht alles wie gewohnt in der Nähe hätte.

5: Was wolltest du als Kind für einen Beruf machen und/oder ist es nun auch etwas in der Richtung geworden?
Früher schwankte ich zwischen Rettungsdienst und Erzieherin, habe mich auch sehr spät erst entscheiden können, was ich wirklich machen wollte, während alle anderen Klassenkameraden es schon zu wissen schienen. Dies belastete mich früher auch sehr. Am liebsten wäre ich für immer in die Schule gegangen, auch wenn ich die Schulzeit aufgrund der Klassenkameraden grausam fand. Aber es schütze mich vor der kommenden Unsicherheit.
Doch ich bin sehr, sehr froh, in die Krankenpflege gegangen zu sein und dort wirklich glücklich, auch wenn die Arbeitsbedingungen hin- und wieder eher frustrierend sind. Aber es ist der Job, den ich liebe, dadurch kann ich hierüber ganz gut hinwegsehen.

6: Wie viel Zeit verbringst du mit deinem Blog?
Mal mehr, mal weniger. Derzeit verbringe ich mehr Zeit mit dem lesen anderer Blogs. Es gab aber auch mal Zeiten, in denen ich den Blog oder Foren dazu genutzt habe, vor dem leben zu flüchten. Doch die Zeit ist zum Glück vorbei, ich habe mir ein gutes soziales Umfeld aufgebaut, welches mir mittlerweile sehr wichtig ist. Ein hartes Stück Arbeit und ein langer Weg gewesen.
Mittlerweile nutze ich ihn nur noch, um Erinnerungen, Gedanken, Gefühle, Situationen und dergleichen für mich niederzuschreiben. Um sie besser zu verstehen, um sie nachträglich nochmal lesen zu können und es nochmal zu reflektieren.

7: Welche Jahreszeit magst du am liebsten und warum?
Den Frühling. Es wird und bleibt wieder länger hell, alles, was tot wirkte, erwacht wieder zum Leben. Die Sonne lockt einen wieder nach draußen, die Stimmung wird wieder besser.

8: Wer ist dein liebster Autor?
Leider kann ich hier nicht nur einen nennen, bei diesen Kann ich mich nicht entscheiden, wen ich am liebsten lese:
Hermann Hesse, Paul Watzlawick, Merle Leonhardt, Eva Lohmann

9: Was ist deine Lieblingsmusik?
Stücke vom Piano. Am liebsten Ludovico Einaudi. Wie zum Beispiel –dieses– oder –dieses-.
Nils Frahm finde ich aber auch richtig toll, hier –Said and done-, ein wunderbares Stück.
Wie viele hundert Male ich diese Stücke schon gehört habe, ich weiß es nicht. Besonders in den Zeiten, in denen es mir besonders schlecht gingen, hatte ich solche Stücke in Endlosschleife laufen lassen und gab mich nur dieses hin. Wie oft ich dann auf dem Boden lag, die Decke anstarrte und es ausschließlich die Musik gab.

10: Hast du eine Angewohnheit, die die meisten Menschen um dich herum nicht mögen?
Meinen ‚Perfektionismus‘. Dass ich nicht ruhig sitzen/sein kann, bis dieses oder jedes auch in meinen Augen gut ist, wie es ist. Andere sagen noch immer, dass ich zu perfektionistisch bin, obwohl ich mich viel eher mit Dingen zufrieden geben kann, als es vor der Therapie der Fall war.
Aber trotzdem nervt es meine Freunde und Arbeitskollegen manchmal noch, sodass sie das Bedürfnis verspüren, mich zu bremsen, ohne dass ich dies dann aber einsehe. 😉

11: Warum bloggst du?
Früher bloggte ich, um dem Leben zu entkommen, vor ihm zu fliehen. Und, weil ich kein schriftliches Tagebuch mehr führen konnte, da meine Mutter dieses aufgebrochen und gelesen hatte.
Und seitdem bin ich auch bei der elektonischen Variante geblieben, mit Ausnahme der Klinikzeit, die in doch wieder handschriftlich geführt habe. Man kann so wunderbar einfach seine Gedanken niederschreiben. Und sie so einfach später wieder lesen. Man kann es besser als bei anderen Möglichkeiten katalogisieren und später dementsprechend einfacher finden.
Zudem hilft es mir zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, die mit diesem oder jedem Problem zu kämpfen hat, dies war für mich am Anfang eine ganz bedeutsame Erfahrung. Hierdurch fühlte ich mich dann doch etwas weniger wie ein Außenseiter. Es half mir auch, den Schritt in Richtung Therapie zu gehen, es machte mir Mut.
Und auch heute hilft es mir. Durch das schreiben verstehe ich währenddessen je nach Thema schon besser. Wenn ich beispielsweise über schwierige Situationen oder die Therapie schreibe, Dinge, deren Zusammenhänge ich noch nicht ganz verstehe, setze ich mich beim schreiben damit soweit schon auseinander, dass ich meist doch auf eine Lösungsstrategie oder Erkenntnis stoße. Alles in allem ist es für mich ein tolles Instrument zur Reflektion.

So, War ja doch arg lang geworden. Ich hoffe, dass es nicht so langweilig war.

Hier meine Nominierungen. Da ich jedoch nicht weiß, wer wie viele Follower hat, hier die Blogs, die ich am liebsten lese:

Gedankenschmiedin
Stella
Mit-ohne Gefühl
Sternenpfad
kuntergraubunt
Spiegel im Eispalast
schweige.lauter
fliegermaedchen
Alive… or just breathing?

Und nun die Fragen:
1.: Aus welchem Grund bloggst du?
2.: Welche Hobbies hast du?
3.: Welches ist dein Lieblingsbuch?
4.: Liest du aktuell ein Buch? Welches?
5.: Welche Musik hörst du am liebsten?
6.: Was ist dir in deinem Leben am wichtigsten?
7.: Was möchtest du in deinem Leben unbedingt noch erleben?
8.: Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
9.: Wo wärst du jetzt gerne?
10.: Beschreibe dich mit fünf Adjektiven.
11.: Welches ist dein Lieblings- Zitat?

Die Regeln

• Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat
• Verlinke den Blogger, der Dich nominiert hat
• Füge eines der Liebster-Blog-Award Buttons in Deinen Post ein
• Beantworte die Dir gestellten Fragen
• Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die Du nominierst
• Nominiere 5-11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben
• Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass Du sie nominiert hast

Bin schon sehr gespannt auf die Antworten.
Und Danke nochmal, Euphemisma, ich hoffe es war ganz zu deiner Zufriedenheit. Mühe hab ich mir gegeben 🙂

Schönen Abend noch

h1

385.: fast vergessen…

24. Mai 2015

Fast habe ich ihn vergessen. Wurde aber einen Abend vorher von B. daran erinnert. Sie wollte am nächsten Tag mit mir brunchen. Ich dachte erst, um uns auf den gemeinsamen Urlaub einzustimmen.
Aber: ich hatte Geburtstag. Bis einem Abend vorher war es mir garnicht bewusst.
Hätte ich es vergessen, wenn B. mich den Abend vorher nicht dann erinnert hätte? Ich weiß es nicht.
Aber B. war total lieb. Gegen 11Uhr trafen wir uns bei ihr, brunchten im Garten bei wunderschöner Sonne, haben uns dabach nochmal getrennt, ich räumte die Wohnung auf, B. ging ihr Auto putzen. Sie war aber schneller als ich und half mir danach. Wir gingen noch zu ihr, haben noch in ihrem Garten gearbeitet. Meine Schwester kam dann inklusive ihrer Familie vorbei.
B. hat wieder einen total tollen Kuchen gebacken. Extra für mich! Erdbeerkuchen.
Und sie hatte für mich sogar Light-Produkte verwendet. Damit ich ein besseres Gewissen beim Essen habe.
Wie viel Mühe sie sich gemacht hatte! Bin total fasziniert davon. Häufig denke ich, dass ich solch eine Freundschaft nicht verdient habe. Wie lange doch die Anstrengung allein auf ihrer Seite lag, in meinen depressiven Phasen, den Klinikaufenthalten… doch hält sie weiter zu mir!
Wir aßen ihn dann zusammen, er war so lecker!
Nachdem dann meine Schwester und B.s Familie dann weg waren, entspannten wir noch in der langsam untergehenden Sonne.

Am Abend war dann noch P., ein Kollege aus einer anderen Abteilung, mit dem ich zusammen auch die Ausbildung gemacht habe und im Wohnheim lebte. War ganz schön, nur war es dann halt ein langer Tag…
Seit Freitag habe ich nun frei, ab Montag dann eine Woche Urlaub. Bin auch wirklich Urlaubsreif… hoffe, ich komme wieder etwas in Balance…
Die letzte Woche war eher so lala. Die vorherige Woche hatte ich Spätdienst, die jetzige Frühdienst. Zwar bin ich immer die jeweils 6km mit dem Rad zur Arbeit und wieder nach Hause gefahren, doch bin ich statt ins Fitnessstudio zu fahren, immer nach der Arbeit schlafen gegangen…
Sonst habe ich auch nicht viel die Woche gemacht. Außer fressen.
Trotzdem wiege ich absolut unverdient im Vergleich zur letzten Woche weniger… Finde es eigentlich unfair. Wenn ich wirklich effektiv daran arbeite, dass es weniger wird, stagniert es oder wird ganz ganz langsam weniger.
Und so habe ich eine Woche lang gefressen ohne Ende, nicht trainiert und nahm trotzdem stetig ab?

Heute war uch dann auch froh, als ich wieder zu Hause war. War mit meiner Schwester und ihrem Lebensgefährten inklusive beider Kinder in der Stadt.
Praktisch, wollte ja auch ein paar Erledigungen machen. Nur ist es mit denen wahnsinnig anstrengend. Sie schreien die ganze Zeit. Nichtigkeiten lassen deren Agressionspotential explodieren…
Danach war ich mit ihnen einkaufen und wir grillten bei ihnen.
Da ich aber vergessen hatte, dass Montag Pfingsten ist, konnte ich dementsprechend Abends nochmal einkaufen gehen, da ich so viel dann doch nicht geholt hatte…
Endlich zu Hause angekommen, habe ich dann mein Sofa endlich neu bezogen. Seit 9Uhr mache ich es mir nun auf diesem bequem. Doch hatte ich leider einen Horrorfilm gesehen, der aber nur als Sify deklariert war. Event Horizon hieß der. Guck sonst nie Sify, doch kam sonst nix im TV. Und es war soooo unendlich gruselig!
Habe auf ein Happy end gehofft, welches jedoch nicht kam… Gruselfilme sind nichts für mein Nervenkostüm.

Morgen mache ich mir, so ist es zumindest geplant, mal einen Sofa-Tag, ab Montag gehe ich wieder ins Fitnessstudio. Dienstag werde ich mit B. Shoppen fahren, Mittwoch gehen wir in die Sauna. Ich find, das klingt nach einem super Urlaub.

h1

384.: […]

17. Mai 2015

And then she’d say, “It’s okay
I got lost on the way
But I’m a supergirl
And supergirls don’t cry”

And then she’d say, “It’s alright
I got home late last night
But I’m a supergirl
And supergirls just fly”

And then she’d say
That nothing can go wrong
When you’re in love
What can go wrong?

Then she’d laugh
The night time into day
Pushing her fear further long

And then she’d say, “It’s okay
I got lost on the way
But I’m a supergirl
And supergirls don’t cry”

And then she’d say, “It’s alright
I got home, late last night
But I’m a supergirl
And supergirls just fly”

[…]

Yes, she’s a supergirl, a supergirl
She’s sewing seeds, she’s burning trees
She’s sewing seeds, she’s burning trees
Yes, she’s a supergirl, a supergirl

(Reamonn – Supergirl

Die Woche war eher bescheiden. Ein Rückfall nach dem anderen. Die ganze Woche war eigentlich ein gesamter Rückfall. Fressen, kotzen, Angst bei normalen Portionen, zu viel gefressen zu haben, wieder kotzen. Und Konsum von Coffeintabletten in recht grenzwertigen Dosierungen. Erhöhen ja die Stoffwechselaktivität – Gewichtsabnahme – und halten fit.
Und immer, immer wieder Selbstvorwürfe.

Ich brenne gerade all die zarten Pflänzchen, all die filigrane „psychische Gesundheit“ wieder nieder. Wie schon häufiger. Und in den Situationen ist es wieder so routiniert, ich denke wieder erst im Nachhinein nach.

Was, wenn diese Phase nicht wieder besser wird, wenn sie weiter eskaliert? Die letzten Rückfälle waren zwar auch manchmal länger, doch nicht von solcher Intensität.

Bei der Arbeit ist alles so wahnsinnig gut, sonst ist auch alles super. Wieso nur muss ich mir damit wieder alles ruinieren.

Weil wie lange bleibt es so, dass ich es noch ganz gut nur einen kleinen Teil meines Lebens bestimmen lasse? Wann kommt wieder der soziale Rückzug aus Angst vor Kommentaren oder Kritik anderer, vor Einladungen zum Essen, davor, dass das Umfeld etwas merkt?
Wann kommen wieder so viele Sebstvorwürfe und -entwertungen, dass es wieder im Selbsthass mit dem ganzen Rattenschwanz mündet? Denn die Essstörung ist bei mir selten eigenständig, meist war sie von Depressionen und Borderline – Symptomatik begleiten. Die drei verstehen sich ja sowieso richtig gut.

Ein Stimmchen in mir hat ja die Hoffnung, dass selbst wenn ich alles so weiter laufen lasse, nur die Essstörung bleibt, alles andere zu gut wegtherapiert ist und wenn ich dann wieder den Therapiespeck abgespeckt habe, einfach wieder aufhören kan.
Hahahahaha. Würde mich gerne für diesen und weitere kranke Hirngespinste ohrfeigen und kalt abduschen, bis ich wieder rational werde. Bis dahin bin ich aber unter der Dusche erfroren.

Arbeit war heute wieder recht stressig, irgendwie konnten wir zwei Patienten gleichzeitig intubieren. Schade, mit nur einer Anästhesistin…
Habe aber noch nie gesehen, wie ein Mensch so schnell von einer 89% Sauerstoffsättigung auf eine 39% ige heruntergerauscht ist.
So schnell hatte ich den Weg vom zentralen Monitor zur Absaugung bei der Patientin nichtmal geschafft. Holla.  Da stieg auch meine Herzfrequenz in ungeahnte Höhen. 
Nur mussten wir sie irgendwie über Wasser halten, bis die Anästhesistin dann die andere Patientin intubiert hatte. Absaugung und Höchstdosen Sauerstoff, Bebeuteln im Wechsel. Alles aber eher weniger wirksam, die Sättigung hätte viel besser sein sollen.
Zwei Stunden später hatte sie dann das All-inklusive-Intensivprogramm inklusive ZVK, Arteriellen Zugang, Röntgen, Bronchoskopie und Tubus. Kann die gute immerhin nicht ganz so abschmieren. Bin morgen mal auf die Untersuchungsergebnisse gespannt, warum sie plötzlich so schlecht war.
Aber immer müssen die Patienten in schlecht besetzten Diensten instabil werden… soll ja bloß nicht langweilig werden.
Und dann, während beide Patienten gerade kritisch sind, spaziert die Ambulanz mit einer Neuaufnahme hinein. Schade, dass wir nur zu dritt mit einer Schülerin sind…

Aber immerhin Essen konnten wir. Zumindest halb. Denn das ganze Spiel begann während des Pause. Hätte also schlimmer, nämlich vorher, kommen können. 🙂

Aber immerhin bin ich die letzten Tage inklusive heute mit dem Rad zur Arbeit. Bin dann heute auch einen Umweg auf dem Hin- und Rückweg über die Rur gefahren, war echt total schön, entspannend, angenehm. Konnte ich immerhin schon prima abschalten. Und trotz 1,5km mehr pro Weg war ich sogar schneller. Aber ich musste somit auch nicht durch die Stadt kriechen und andauernd an Ampeln halten. Den Weg werde ich im Spät- und Nachtdienst oder nach dem Frühdienst häufiger fahren. Nur vor dem Frühdienst nicht. Da ist es dunkel und manch komische Gestalten treiben sich dort herum…

Dann wandere ich mal ins Bett. Bin von dem Dienst wieder echt platt…

h1

383.: I know it can get hard sometimes…

15. Mai 2015

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Was für ein Tag… nach diesem Frühdienst musste ich zu allererst einmal schlafen gehen. Bin ohne Umwege von der Arbeit ins Bett.
An Brückentagen sind Intensivpatienten gleich deutlich gesünder, brauchen weder Behandlung, Pflege, noch Untersuchungen.
Auch wenn das OP, CT und sonstnochwas-Programm ganz normal weiterläuft.
Deswegen waren wir wie an einem Sonntag besetzt, an dem man aber noch eine Rufbereitschaft für den Fall im Rücken hat. Brauchen wir aber heute nicht, die Leutchen sind ja alle fit, gesund, versorgen sich selbst.
Schade nur, dass die Ärzte das nicht so sahen, die Patienten ebenso wenig.
Den ganzen Morgen sind wir dann zum CT gefahren. Mit der Grundpflege war ich um 9:30Uhr fertig. Mehr als eine Stunde später als sonst, dank der Aufnahme pünktlich kurz nach Dienstbeginn.
Immerhin hatte ich zwei verwirrte Patienten, die sowieso von der Körperpflege nicht so angetan waren. Einer wollte seine Sauerstoffmaske aufessen und drohte mir bei der Mundpflege mit Schlägen und wollte mich beißen.
Der andere war nicht minder angetan.
Also habe ich uns allen den Gefallen getan, die Körperpflege auf das mindeste einzugrenzen. Auch wenn das schon in deren Augen viel zu viel war.
Als ich bei dem neurologischen dann gerade das Bett frisch bezog, fand er, dass genau jetzt der absolut beste Zeitpunkt für Verdauung seie.
So konnte ich dann mit der Körperpflege mehr oder minder komplett neu beginnen. Denn heute wollten die Ärzte, dass alle Patienten abführen. Meine beiden auch.
Und das taten sie auch in rauen Mengen. Gerne würde ich den Ärzten diese Mengen auch mal in den Kaffe kippen oder spritzen. Und sie dann in ein Bett legen, aus dem sie nicht herauskommen.
Denn die Patienten, die noch nicht durchgänging sind, bei denen kriegen wie das mit den Abführaktionen schon auch noch hin…
Wurde dann vom Oberarzt des neurologischen Patienten angefaucht, dass der Patient ja so gequält beim drehen wirkt. Wieso ich ihm nichts geben würde. Ließ sich auf keine Relativierung ein. Denn der Patient durfte MSI subcutan bekommen. Bis das ankommt, ist es Abend… Statt 45min vorher hätte ich es 10min vorher geben sollen. Vielleicht hat er nicht verstanden, dass seine Assistenten es nicht i.v. aufgeschrieben haben. Ich war auf jeden Fall frustriert, gekränkt und noch schlechter gelaunt als vorher schon.

Meine Pause war dann ein 3 Mal dran gezogenes Kippchen, um danach wieder weiter ins Lanor zu flitzen, ‚Blut‘ für meinen O2-Maske futternden Patienten zu holen.
Das CT bei dem neurologischen Patienten hatte immerhin etwas gutes – Er war bis Mittags zur Übergabe durch die Sedierung schläfrig.

Habe dann kurz vor der Übergabe noch eine 96 jährige Dame postoperativ bekommen. Bekannte Demenz. Top. Vervollständigt meine tolle Auswahl heute.
Bis 13:15Uhr bin ich die ganze Zeit hin- und hergerannt. Habe zwischen Tür und Angel einen Kakao beim dokumentieren getrunken. Als Frühstück so lala. Weniger kcal auf jeden Fall als hätten wir Zeit für Pause gehabt.
Ich war so froh, als ich dann im Bett lag.
Habe mir dann aber einen Wecker extra für in drei Stunden gestellt, da ich wusste, dass nach so einem Dienst keine 30min oder Stunde reicht.
Als dann der Wecker um 18:30Uhr ging, hätte ich doch noch gerne weitergeschlafen. B. hatte angerufen, ich rief zurück. Sie wollte, dass ich vorbeikomme. Wusste, dass ich nichts vorhatte.
Sie hätte mich so gerne beim grillen dabei, sie haben auch extra genug Fleisch gekauft.
Mir war nicht so ganz wohl dabei, aber so ein bisschen Fleisch kann ich ja essen, hatte ja nur den Kakao über den ganzen Tag.
Grillkäse, Kotelett, Nudelsalat.
Ich gab es in die App ein… und suchte gleich einen Vorwand, um nach Hause zu können und die Zweisamkeit mit meinem Klo zu genießen.
Aber der Freund von B. wollte Bier holen. Ich bot mich an, müsste mal auf Klo.
Kann mich garnicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal außer Haus bei Freunden mir Essen durch den Kopf gehen hab lassen.
Aber da es schnell gehen musste, konnte es leider nicht in der Gründlichkeit sein, die ich sonst für nötig erachte.
Hatte dann schnell noch die Grillsachen alle wegsortiert, Spülmaschiene eingeräumt ect, womit man schnell fertig ist aber viel Zeit gerechtfertigt bekommt.
B. kam mir an der Eingangstüre schon entgegen, sagte, sie wollte nach mir schauen, bevor sie eine Vermisstenanzeige macht.
Als der Freund aber 10min später doch wieder hochging, um Jacken zu holen, hatte ich echt Angst, dass er es trotz Deo und offenem Fenster riecht, wenn er doch auf Klo geht…
45min später war ich dann auch zu Hause, begab mich wieder auf Klo.
Leider kehrt nun ziemlich schnell wieder Routine darin ein… und es wird wieder einfacher…

Heute war wieder ein ziemlich schwieriger Tag…
Morgen früh sind wir zwar nicht besser besetzt, aber immerhin wird nur das Notfallmäßige Programm an Untersuchungen und OPs gemacht. Man fährt also weniger herum…

h1

382.: erschöpft

14. Mai 2015

Mein Neffe hatte ja bei mir geschlafen. Mit seinen fast 2 Jahren das erste Mal. Er hat es sehr gut gemacht, ist schnell eingeschlafen und hat auch durchgeschlafen. Bis auf die Tatsache, dass er, wie jedes Kleinkind, sich wie bekloppt im Bett bewegt. Erst kuschelt er sich wieder an, dann robbt er weg, liegt quer im Bett und drängt mich aus diesem hinaus, dann kuschelt er sich an und so weiter…
Heute morgen um 7:30Uhr war er dann auch ausgeschlafen. Schade, er wusste anscheinend nichts von meinem Plan, auszuschlafen. Ich versuchte ihn mit kuscheln, trinken, Lieblingsspielzeug im Bett zu behalten. Aber nein, nichts zu machen. Also Baden, anziehen, essen machen, Essen wieder aus Ecken holen, Schwester, seine Mama im Krankenhaus besuchen gehen.
Ausgelaugt und müde bin ich mit meiner Schwester, dem Lebensgefährten und meinen beiden Neffen also zum Spielplatz gedackelt. Entwickelte so langsam auch Übelkeit und Kreislaufprobleme, warum auch immer.
Nachmittags bin ich mit meinem Neffen nach Hause, habe ihn eine Stunde hingelegt, wollte eigentlich schlafen. Aber als ich mit dem Essen vorbereiten und in den Ofen schieben soweit war (Ofengemüse mit Reis) und mich gerade hinlegen wollte, wurde er wach. Schade, Schade… und wach kann man ihn keinen Moment aus den Augen lassen…
War dann am Abend nochmal zu meiner Schwester, der Lebensgefährte hat ihn nun wieder genommen. Morgen muss ich ja wieder arbeiten.
Meine Schwester ist im Moment sehr anstrengend. Fühlt sich durch alles und jeden wahlweise provoziert, bevormundet oder gekränkt. Sie lässt es durch nichts relativieren. Da nach der letzten Geburt auch lange so war, weiß ich, dass Relativierungsversuche es absolut nicht bringen, dass man sich nur auf die Seite „der bösen“ stellt. Also lasse ich es lieber, wenn es als einzigen Effekt hat, die Nerven aller nur noch mehr zu strapazieren…

Habe am Abend beim Besuch meiner Schwester vom Lebensgefährten Pommes mit Ketchup und Majo mitgebracht bekommen. Obwohl ich aber 1000kcal schon intus hatte, futterte ich sie.
Eben, als ich endlich wieder alleine war, ließ ich sie mir nochmal durch den Kopf gehen.
Waage. Panik. Erbrechen. Waage. Frustration. Wasser hinunterkippen. Erbrechen. Waage. Wasser hinunterkippen. Erbrechen. Waage. Wasser hinunterkippen. Erbrechen. Waage. Wasser hinunterkippen. Erbrechen. Waage. Resigniertes akzeptieren, da bei den letzten beiden Malen schon nur noch Wasser zurückgekommen ist und weitere Male keinen Sinn machen. Bett.
Die 400g, die ich heute morgen weniger habe, sind morgen sicher wieder drauf…
Weiter gegenregulieren kann ich nicht. Muss morgen zum Frühdienst arbeitsfähig sein… und kann mir nicht wieder bis nachmittags die Seele aus dem Leib sch***.
Da war die Woche mal relativ okay von der ES her, bricht es nun heute wieder so massiv ein…
Ich glaube, dass es mir half, keine andere Möglichkeit zu haben, als in der ersten hälfte des Tages ‚gesund zu leben‘, indem ich bei der Arbeit frühstücke und es mir garnicht durch den Kopf gehen lassen kann. Die Toilette ist viel zu hellhörig, schon das desinfizieren der Hände von dort aus hört man über den ganzen Flur. Und in Funktionskleidung kann ich nicht so einfach auf ein anderes Klo, das würde auffallen. Und wenn ich nicht frühstücke, muss ich mich vor meinen Kollegen rechtfertigen. Aber da ich nicht auffallen möchte, passe ich mich an. In der restlichen hälfte des Tages futtere ich dann aber auch nicht so wahnsinnig viel, sodass ich da nicht gegenregulieren brauche. Außer, es ist etwas außerhalb der Reihe. Aber dann muss ich immer darauf achten, dass es Frühdienst-Kompatibel ist.
Das erklärt vielleicht, warum ich derzeit immer so ins Rudern gerate, wenn ich frei habe.
Spätdienst ist super. Da fragt keiner nach, warum ich nur einen Salat dabei habe.
Nur doof, wenn Patienten-Essen übrig ist, weil die nicht essen können und alle drüber herfallen und ich es dann auch nicht lassen kann.

Ich hoffe, die Strafe der Waage morgen früh fällt nicht zu bösartig aus…

h1

381.: […]

14. Mai 2015

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Pain is the most important thing in the universes. Greater than survival, greater than love, greater even than the beauty it brings about. For without pain, there can be no pleasure. Without sadness, there can be no happiness. Without misery there can be no beauty. And without these, life is endless, hopeless, doomed and damned.

(Harlan Ellison, Paingod and Other Delusions)

h1

380.: Therapie…

14. Mai 2015

Nach der Arbeit war ich so unendlich k.o.
Habe heute Morgen dann auch den Antrag auf Umwandlung des Vertrages in einen Unbefristen abgegeben. Im Oktober würde er sonst auslaufen. Zusage habe ich schon mündlich bekommen. Aber schriftlich hätte ich es gerne auch recht früh.
Da ich in der Nacht so schlecht geschlafen habe, bin ich noch zwei Stunden auf das Sofa, bin eingeschlafen. Hatte vorher schon Angst, zu verschlafen, sodass ich mir Wecker stellte.

Ich dachte eigentlich, dass ich heute meine vorletzte Therapiestunde hätte. Aber es war die drittletzte.
Habe ein bisschen über die Arbeit und meine Schwester gesprochen. Wie gut alles im Moment läuft.
Ich überlegte hin- und her, ob ich denn wirklich das Thema beginnen wollte bezüglich der ES.
Aber vielleicht übertreibt meine konstruktive Seite auch? Ist ja immer von selber auch wieder besser geworden, regulierte sich mal mit mehr, mal mit weniger Mühe. Irgendwann auf jeden Fall. Rückfälle wurden meist nach 2-3Wochen wieder besser. Hoffe und denke ja auch, dass es auch diesmal so sein wird. Ich kenne ja alle Ursachen, Trigger, weiß wie ich damit umgehen habe und wie ich da raus komme. Und was ich präventiv machen könnte…
Also würde er mir nichts neues mehr erzählen können.
Aber doch habe ich die Sorge, den Absprung nicht mehr zu schaffen.
Er klopfte wieder Symptomkomplexe ab, die schon lange nicht mehr bestehen. Innere Leere, Anspannung, Selbstverletzungsdruck, suizidale Gedanken, Stimmungsschwankungen ect.
Er fragte dann, ob ich das DBT noch anwenden würde. Nicht bewusst. Wenn ich gestresst bin, mache ich aber Sport, gehe spazieren, lese, mache einen Tee. Bin halt Achtsam im Umgang mit mir selbst und schaue, was ich brauche. Also DBT, ohne dass ich drüber nachdenke.
Dies freute ihn, das seie wohl so auch das Ziel, dass ich da nicht mehr drüber nachdenken muss und es intuitiv mache.

Des Weiteren fragte er mich dann auch nach meinen Zielen. Dass alles so bleibt wie es ist, im psychischen, sozialen und beruflichen. Und die Fachweiterbildung. Und der Feinschliff bei der Bulimie.

Ich sprach es also doch an. Hin und her. Ich nahm ihm die Worte in dem Mund, ich wusste, was er sagen wollte.
Hielten uns auch nicht lange bei dem Thema auf. Äußerte halt meine Frustration darüber, dass ich nun seit Beginn der Therapie stetig zunehme, außer ich falle wieder in alte Verhaltensmuster, dann schwankt es unheimlich, nehme wieder ab. Versuche das Essverhalten in den Griff zu kriegen. Und nehme wieder stetig zu.
Ich sagte ihm halt, dass ich es absolut frustrierend finde, die Auswahl zwischen fett und Psychisch gesund zu sein oder eine Chance zu haben, abzunehmen und mich selbst damit zu zerstören. Doofe Auswahl.
Erzählte ihm, dass wie immer bei der Ernährungsumstellung irgendwann das ganze kippt und ich wieder gegenreguliere. Erbrechen, AFM, exessiver Sport.
Er fragte, ob mein Essverhalten in besseren Zeiten denn so ungesund seie. Nein, nicht per se. Aber wenn ich in fünf Jahren dann morbid Adipös bin, kann man von keiner Gesunden Ernährung reden…
Er gab an, sich aber absolut keine Sorgen deswegen zu machen. Dass er sicher ist, dass ich auch dies wieder hinbekomme, dass ich es schon ein paar mal geschafft habe. Es gab mit ein besseres Gefühl, es beruhigte mich!
Wir führten dann noch etwas Smalltag über einen Bericht bei Quarks und co zu Kalorien und Grundumsatz.

Was ich denn präventiv machen könnte, damit es mir weiterhin so gut geht.
– Soziales Umfeld aufrecht erhalten
– Belastung und Entspannung in Waage halten
– Grenzen setzen
– Achtsamkeit, Signale frühzeitig wahrnehmen
– Sport o.Ä., Dinge die mir gut tun

Er lobte mich, wie viel ich in der ganzen Zeit erreicht habe, wie hart ich an mir gearbeitet habe.
Er sieht mich nun als junge Frau, die mitten im Leben steht. Er meinte, dass in der Therapie immer das zwischenmenschliche passte. Dass er mich gerne hat und toll findet. Uii. Eigentlich macht mir das nichts mehr, wenn man mir sowas sagt, aber da hatte ich erstmal meinen Mund offen stehen und wurde rot. Damit hatte ich absolut garnicht gerechnet.  Das fand ich aber so unendlich lieb. Dass selbst er, der jede Facette von mir kennt, mich in meinen absolut unliebsamsten, ätzendsten Phasen gesehen hat, es trotzdem sagt.
Ich sagte ihm dann auch, was er mir bedeutete.

Anfang 2011 ging ich zu meiner Hausärztin. Es begannen ambulanze versuche mit Antidepressiva und Psychotherapie. Juni 2011 bis August das erste Mal stationär, Oktober des selben Jahres bis Januar 2012 dann stationäre Therapie auf einer Therapiestation, auf der ich meinen jetzigen Therapeuten kennenlernen durfte. Er fragte mich, ob ich wollen wurde, dass er mich ambulant weiter behandelt. Da ich keinen hatte und auch Angst vor weiteren reinfällen hatte, war ich ihm sehr dankbar.
Seit Oktober 2011 behandelt er mich nun. Er ist so ein toller Mensch! Ich mag ihn so gerne! Ich weiß nicht, wo ünd ob ich heute wäre, wenn er nicht gewesen wäre. Ich habe ihm so unendlich viel zu verdanken! Wie oft habe ich mich von Tag zu Tag, von Woche zu Woche gehangelt, „überlebt“, weil ich es ihm versprochen habe. Wie oft haben wir zusammen geschwiegen, gelacht, wie oft hat er auf mich eingeredet, wie oft weinte ich einfach nur. Wie oft versuchte er mir in der schwärzesten Zeit verständlich zu machen, dass das Leben noch Sinn hat und besser werden wird.
Wie oft er mich bei Rückschlägen wieder ermutigte, wieder aufzustehen und weiterzumachen.
Wie oft ich sein Emailpostfach vollgespammt habe… wie oft ich Abends stundenlang dafüber brütete, seine Handynummer anzurufen und er nie böse war, wenn ich es tat, sondern sagte, dass es gut war, dass ich mich meldete.
Ohne ihn hätte ich so vieles, das alles nicht geschafft. Das Examen, soziales Netzwerk aufbauen, Ressourcen aufbauen und fördern. Nichtmal leben hätte ich wahrscheinlich geschafft.

In zwei Monaten sehe ich ihn nun wieder.

Danach war ich wieder bei meiner Schwester. Mein Neffe ist nun bei mir, schläft die Nacht hier.
Liegt schlafend neben mir auf dem Sofa, seit 2,5h schon.
Ich muss also auch mal schlafen, donst ist er in meiner Tiefschlafphase ausgeschlafen…

Essenstechnisch war heute so lala okay. 1400kcal. Viel zu viel. Okay. Davon kann man nicht zunehmen. Ich werde viel zu fett davon. Ich muss mir was gönnen. Fett! Fett! Fett! Die hälfte der kcal hätte auch gereicht!
Aber heute morgen habe ich 100g abgenommen. Viel zu wenig! Besser als nichts. Langsam und stetig ist viel gesünder.

h1

379.: anstrengender Tag

12. Mai 2015

In der Nacht natürlich kaum geschlafen. Bauchkrämpfe, Magenschmerzen, ständig auf dem Klo. 4Uhr, 20min, bevor ich aufstehen musste, meldete sich meine Schwester. Das Kind würde kommen ( sie war schwanger) sie würde nochmal vorbeikommen. Redete dann irgendwas von Blut, der Lebensgefährte aber von ‚Fleischklumpen‘. Komische Nummer. Habe sie mal direkt gegenüber ins KH geschickt.
15min später sitze ich in der Bahn und erhalte die Nachricht ‚J. hat jetzt Notop, melde mich‘
Bei Notsectio schwirren mir viele viele Bilder im Kopf… alles keine guten. Unstillbare innere Blutungen der Mutter, kein Herzschlag das Kindes, Hypoxie des Kindes, Intubation, Hirnschaden bla bla bla…
Alles für das Kind prinzipiell riskant oder tödlich. Oder für die Mutter. Oder gleich beide.
In der Ausbildung habe ich auf Intensiv und auch im OP solchen Geschichten schon beiwohnen dürfen. Da kann ich sowas nicht gleich abschalten.
Also versuchte ich bei ihr und ihrem Lebensgefährten Telefonterror. Kein Mensch hört auf das veraltete Handyverbot in Krankenhäusern, das hatte er sich jetzt auch nicht zu wagen.
Aber viel konnte er nicht sagen. Netz war schlecht. Unterversorgtes Kind, muss raus, ihr gehts gut. 2100g im Sono ausgemessen. Da musste ich schlucken. ‚Ist aber was leicht‘ war das einzige, was ich hinausbrachte.
Aber alles gut verlaufen. 5 min nach der SMS kam das erste Bild des kleinen Fratz. Doch 2600g, quitschfidel, Mutter gehts gut.
Wie schön, dass diese Nachricht doch noch vor der Übergabe kam… konnte ich doch etwas entspannter arbeiten. Wobei Arbeit trotzdem so lala war. Aber naja… war halt auch nich soooo cool, dass das Abführmittel bis heute Nachmittag wirkte… also von der Gewöhnung hatte ich mich ganz gut entwöhnt, so scheint es… hätte ich das mal eher bedacht…

Nach der Arbeit noch Großeinkauf für eine Pamperstorte machen.

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Wenn ich das nächste Mal eine Pampers aufrollen muss und sie mit Gummi umwickeln muss, werde ich glaub ich zum Amokläufer… konnte es schon nach der 10. Pampers nimmer sehen… 
Aber naja… im nachhinein wünschte ich, ich hätte mehr Pampers und deko, dann hätte ich noch eine dritte Etage geschafft. Aber sie haben sich auch so gefreut. (und ich habe auch so schon ein Vermögen dafür ausgegeben)
Bin gerade auch erst nach Hause gekommen, nachdem ich sie besucht habe und bin richtig, richtig platt…

Heute Morgen hatte ich immerhin 100g weniger. Heute wieder zu viel gefressen. Besonders bei der Arbeit, beim Frühstück und dem plündern übriggebliebener Patienten-Mittagessen. Habe 1400kcal. Morgen nehme ich auf jeden Fall wieder zu. Kenne mich ja… dadurch, dass ich den ganzen Tag on Tour war, kann ich nun nichtmal mehr was nehmen, zu spät… sonst verbringe ich den morgingen Dienst auf dem Klo, ausschließlich.

Morgen habe ich auch Therapie. Die vorletzte Sitzung. Ich will es eigentlich mit angenehmen Themen ausklingen lassen. Nicht mit Brocken, die wir so schnell nicht gelöst bekommen.
Aber andererseits habe ich das Bedürfnis, mit ihm darüber zu reden, was er dazu sagt und rät. Ein Teil von mir will sogar, dass er sieht, dass es mir nicht so gut geht, dass es noch Probleme gibt, dass er nicht so schnell einfach aus meinem Leben treten kann. Ich kann das nicht alleine. Ich bin noch nicht so stark, ich brauche weiter diese Sicherheit, dieses sicheren Kokon.
Böse, egoistische Gedanken.
Wieder mit der ES Menschen manipulieren. Manchmal Immer häufiger bin ich mir echt zu wieder.
Ein Teil von mir war doch eigentlich so stolz, die Therapie nun geschafft zu haben, Medikamente und Ärzte/Therapiefrei zu sein. Wo ist er nun denn hin?  Wo nur ist mein erwachsenes, konstruktives Ich hin?

Mein perfides Hirn denkt, dass ich doch besser 10kg seit dem letzten Termin vor einem Monat abgenommen hätte, dann hat es mehr Krankheitswert als in einem Monat 6kg. Zumal es mit dem momentan so aufgeblasenen Bauch sicher so aussieht, als hätte ich sogar zugenommen…

Verstehen müsst ich mich…

h1

378.: wartend…

11. Mai 2015

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Bin nun schon im Bett. Zum einen muss ich früh aufstehen, zum anderen weiß ich aber auch nicht, wie lange ich mit Bauchschmerzen oder auf Toilette wach sein werde. Ich glaube, ich habe zu viel AFM genommen. Die halbe Dosis hätte gereicht…
Ich friere, habe unheimliche Bauchschmerzen. Überlege, meine Heizdecke hervorzukramen. Doch für Selbstfürsorge ist nun auch etwas spät. Bin es ja auch selber schuld. Also keine Selbstfürsorge.
1400kcal heute gefuttert. Viel zu viel. Die eine zusätzliche Malzeit auf der Arbeit… ich hätte nicht so üppig dort frühstücken dürfen…

Heute morgen wurde ich gefragt, ob ich abgenommen hätte. Och und ich seh ja so viel besser so aus. Lob für Gewichtsabnahme tut ja irgendwie immer ganz gut, so eine kleine Bestätigung. Aber… Mittwoch habe ich meine vorletzte Therapiestunde. In der Therapie habe ich eigentlich immer alles angesprochen, wenn manches als Anstoß erstmal nur per Mail. Aber ich kann so einen Brocken jetzt nicht in der vorletzten Stunde auf den Tisch hauen. Aber wenn außenstehende schon sehen, dass ich weniger werde, sieht er es sofort. Er hat es immer schon als erster gemerkt.
Villeicht habe ich aber auch Glück, dass er es nicht anspricht? Wenn ich fetter wurde, hat er auch nie nachgefragt. Aber bei Gewichtsabnahmen eigentlich bisher immer… zumal es seit dem letzten Termin 6kg sind. Mache mir Gedanken, was ich anziehen soll. Aber auch dann wird er es merken.
Aber selbst wenn ich dahingehend offen sein sollte, kann er mir in den letzten beiden Stunden nicht groß irgendwas neues aufzeigen.
Ich wollte es eigentlich zu zwei angenehmen letzten Stunden machen. Auch wenn mir trotzdem der Abschied sehr, sehr schwer fällt. Ich werde ihn sehr vermissen. Auch wenn es sicher auch mal toll ist, seit langem wieder Therapie- und Ärztefrei zu sein. Aber damit verliere ich einen Menschen, der mir sehr, sehr wichtig geworden ist, obwohl ich kaum etwas von ihm weiß. Aber seine Mimik, Gestik, Kommunikation, sein Charakter, sein Auftreten… einfach ein toller, wahnsinnig aufmerksamer und empathischer Mensch.

Eben war noch eine Freundin da, hatte sie eingeladen, den Salat und Spargel, die ich gestern gemacht hatte, mit mir zu essen. Danach wollte sie eigentlich noch mit mir Sport machen. Sehr verwundert war sie, dass ich ablehnte. Ihr sagte ich, dass ich zu starken Muskelkater hätte. Hätte schlecht sagen können, dass ich mich gerne weiterhin in der Nähe meines Klos aufhalten wollen würde… so ist sie dann alleine zum Sport und ich konnte eher ins Bett.

Gute Nacht ❤

h1

377.: Willkommen, liebe Destruktivität…

11. Mai 2015

Gestern einen FA gehabt. Ihn mir auf Toilette wieder durch den Kopf gehen lassen. Danach Abführmittel getrunken, die halbe Nacht auf Klo verbracht.
Normale Dragees hatte ich keine. Drei dörfer weiter wollte ich gestern nicht fahren. Hätte mit dem Rad pro Strecke 9km gehabt. Nö. Also Darmreinigunslösung. War sowieso effektiver.
Und 200g heute morgen drauf. Tolle Nummer. Beim nächsten Mal gibts noch Tabletten gehen Wassereinlagerungen dabei.
Heute morgen ging es mir aber erstaunlich okay. Hätte mit Müdigkeits- und Kreislaufproblemen gerechnet. Doch mein einziges Problem war beim Arbeiten der Muskelkater, der mich bei schnellem gehen und Treppen steigen ziemlich aufgehalten hat.

Aber irgendwie müsste ich mich über mich selber ärgern. Das erste Mal seit Monaten wieder so einen Rückfall.
Stattdessen ging ich nach der Arbeit in der Apotheke Coffeintabletten und Abfíhrmittel einkaufen. Schön nach der alten Masche, beides in unterschiedlichen Apotheken, in denen ich lange nicht mehr war, zu holen.
Eigentlich gehöre ich bestraft… -.-

h1

376.: Enttäuschung

10. Mai 2015

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Gestern habe ich zwar nicht so trainiert, wie ich eigentlich wollte und sollte, habe aber dafür das Essen dann angepasst.
Ich hätte eigentlich nicht zunehmen können, immerhin habe ich ja doch 2,5Stunden trainiert, wenn ich nicht so intensiv wie die vortage. Dennoch waren es heute 1.8kg mehr. Kann es noch immer nicht so recht glauben. Doch habe mich mehrfach vergewissert. Es stimmt.
Bin zutiefst frustriert. Hatte mich am liebsten gleich wieder ins Bett gelegt und mir die Decke über den Kopf gezogen. Wäre am liebsten erst morgen früh wieder aus dem Bett gekrochen, vielleicht wäre da alles wieder gut?
Nach vier Tagen, an denen ich jeden Tag 2,5-3,5Stunden trainiert habe, tut mir heute alles weh. Mache heute Trainingspause, muss mich morgen auf der Arbeit noch bewegen können.
Da sind die freien Tage auch wieder vorbei…
Ab dem 22. habe ich aber Urlaub, ist ja auch nicht mehr lange. Über zu wenige freie Tage kann ich mich wieklich nicht beschweren. Zur Zeit baue ich nämlich Überstunden ab…
Habe eben Spargel gemacht, meine Schwester hat mir gestern 2kg aus Holland mitgebracht, wo sie irgendwie nur ein viertel dessen kosten, was man hier geben muss. Somit kann es nun mein Alleinnahrungsmittel werden. Ich liebe Spargel sowieso.
Auch wenn er mich eben zwei Stunden Arbeit gekostet hat und ich dachte, dass ich nie mit dem schälen fertig werde.

Ich hoffe nur, dass das Gewicht morgen wieder weg ist…
Mein destruktives, frustriertes Ich hat nämlich eher weniger konstruktive Ideen, wie ich schneller und effektiver dran arbeiten könnte… aber wenn ich einmal wieder in diese Spirale gerade…? Schon jetzt merke ich, wie ich dem früheren Verhalten und Denken wieder näher komme…

h1

375.: Hätte ich es verdient zu essen, würde ich nicht hungern…

9. Mai 2015

…oder gegenregulieren.
400kcal zu mir genommen. Hätte vielleich doch sparsamer Frühstücken sollen. Der Saft hatte ja schon 150kcal.
Doofe Ausrede, beim Training durchhalten zu wollen. Tue ich trotzdem nicht. In den Kursen war ich schlampig in der Ausführung, bin nun nach 1,5 Stunden am Ende…
Aber eine Stunde muss ich noch schaffen. Habe erst 530kcal verbrannt.
Schaffe ich die eine Stunde, bekomme ich noch was zum Abendessen.
Überlege aber schon, ob ich es Sport- und Essenstechnisch nicht doch dabei belassen soll.
Aber werde mich jetzt noch auf den Ergometer setzen und die Amazon-Mediatek durchstöbern. Dann geht die Zeit ja auch um…
Der heutige Tag ist noch frustraner als der gestrige. Gestern hab ich immerhin das Training durchgehalten.
Und heute trotz mehr Coffein schwächel ich. Doof…

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374.: …und das Glück ist mit den Dummen.

9. Mai 2015

Zum Glück somit dann auch bei mir. Da ich gestern Abend nirgends Abführmittel gefunden habe, musste ich mich die ganze Nacht damit abfinden. Dementsprechend schlecht schlief ich auch.
Doch heute morgen hatte ich dann ein kg weniger. Vielleicht durch den ganzen Coffein-Konsum? Schwemmt ja aus…
Werde es merken. Wenn morgen wieder was drauf ist, war es davon.
War gerade einkaufen. Kam an einer Apotheke vorbei.  Die Versuchung, für schlechte Zeiten AFM zu horten, war da. Aber wenn ich damit wieder anfange… ich schlittere dann wieder immer tiefer hinein.
Also ging ich schweren Herzens auf dem Hin- und Rückweg daran vorbei, ohne AFM oder Coffeintabletten zu holen. Letztere habe ich auch nicht mehr viele.
Von dem ganzen Sport tun mir heute die Arme, Schultern und der Bauch fies weh. Frühstücke gerade Hänchen-Kassler und Fructiv-Saft. Ich hoffe, die 354kcal sind gut investiert, dass ich gleich den Sport durchhalte…
Heute muss ich noch, wenn ich heute durchhalte, kann ich morgen erholen!
Ab Montag muss ich wieder arbeiten, besser also, wenn ich morgen den Muskeln mal was Ruhe gönne, damit ich mich beim arbeiten immerhin noch bewegen kann.

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…in der Hoffnung, dass der heutige besser als der gestrige wird…

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373.: schwieriger Tag…

8. Mai 2015

Gestern habe ich mehr wegtrainiert aus ich gegessen habe. Trotzdem habe ich heute morgen zugenommen. Einfach so. Nichtmal nur 100g. Nein, gleich ein HALBES KILO. 
Wahnsinnige Wut und Enttäuschung machten sich in mir breit. Und was tat ich? Ich ging nebenan zum Bäcker und holte mir so ca. 1400kcal in Form von Teilchen, die ich in mich hineinschaufelte, da war ich noch nicht die Türe drin. Es lief alles so ab, wie vor ein-zwei Jahren in der Bulimie. Monate war mein letzter Rückfall nun schon her.
Nun war es drin. Erbrochen habe ich es nicht. Habe drei Stunden auf heißen Kohlen gesessen. Habe mehr als die letzten beiden Tage im gesamten zum Frühstück verdrückt.
Wäre es da nicht besser ich würde… nur dieses eine Mal? Es würde es rückgängig machen. So einfach wäre es ungeschehen. Ich könnte meinen Tagesablauf ganz normal fortsetzen. Alles wäre gut. Und ich würde nicht zunehmen. Wenn ich mich den Rest des Tages dann benehmen würde, sogar abnehmen. Es ist doch so wahnsinnig eunfach. Und schnell. Die beste, schellste, sicherste Gegenregulationsmaßnahme. So schlimm ist es ja nicht, besonders, wenn es nur bei dem einen Mal bleibt. Einmal ist keinmal.
Aber ich bin standhaft geblieben. Auch wenn es mir lange, sehr lange nicht mehr so schwer fiel.

Obwohl ich heute aufgrund massivem Muskelkater, der mich sogar am aufsetzen und stellen massiv behindert, nicht trainieren wollte, ging ich doch ins Fitnessstudio. Wer so eine Scheiße baut, hat es doch nicht anders verdient.
Habe die Bäcker-Scheiße dann auch abtrainiert. Mit vorher was gegen Schmerzen und Coffeintabletten war es machbar. Mehr als 2 Stunden 45 Minuten habe ich es auch mit der Kombi nicht geschafft. Hätten nicht eigentlich noch massig Kohlenhydrate da sein müssen, die genug Energie hätten liefern können? Hatten aber dann anscheinend andere Pläne. Mit Pudding in den Beinen ging ich unter die heiße Dusche und bin nun froh, endlich auf dem Sofa zu liegen.

Ich denke, es ist immernoch besser als das Essen mir wieder durch den Kopf gehen zu lassen. Denn wenn ich das wieder einmal anfange, wird es wieder meine Universallösung. Habe ja heute morgen gemerkt, wie preset dieser Lösungsweg doch noch ist.
Und so dämlich wie ich war, habe ich es schon verdient, mehr dafür arbeiten zu müssen, um es loszuwerden.
Aber ich habe so wahnsinnige Angst vor der Waage. Ich hatte ja heute morgen schon zugenommen. Morgen habe ich sogar einen Grund dazu…
Ich habe alles wegen Abführmitteln abgesucht. Es wäre in meinen Augen heute eine echte Option gewesen. Ich habe wirklich alles aus jedem Winkel meiner Wohnung beseitigt. Im Moment könnte ich mich dafür ohrfeigen…
Ich werde mir wohl doch wieder welches besorgen…
Aber was mache ich nun aktuell. Habe zwar heute mehr als 2.5 Stunden trainiert, doch wird es sicher nicht reichen, um den Aussetzer rückgängig zu machen, auch wenn die Kalorienbillanz etwas anderes sagt.

Das wird wahrscheinlich keine so tolle Nacht in vorbereitung auf einen nicht ganz so tollen morgen…
Morgen muss besser werden. Sonst ist da schnell wieder ein Teufelskreis…

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372.: […]

6. Mai 2015

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Nach neun Tagen durcharbeiten war ich nun heute froh, frei zu haben. Die letzten beiden Frühdienste war ich auch wahnsinnig k.o., zumal es sehr stressige Dienste waren.
Wuch wenn sie im Grunde positiv waren. Der Stationsleiter war verwundert, warum ich denn Unsicherheit wegen des auslaufenden Vertrages hätte, für ihn war es klar, dass ich einen unbefristeten bekomme. Und er meinte, dass er mich mit als eine der ersten in der Fachweiterbildung sieht. Es hat mich wirklich glücklich gemacht!

Heute hatte ich dann den ersten Tag frei. 10:30 Uhr aufgestanden, schnell auf die Waage und frisch machen, 10:50 im Fitnesstudio, 2,5 Stunden trainiert insgesamt bis 16Uhr da gewesen. Dank erneuter Gewichtsabnahme gut gelaunt und hoch motiviert.
Bei der einen Stunde Ergometer habe ich über Beatmung gelernt. Zumindest 50min, dann konnte ich das Gelesene nicht mehr realisieren, war dann zu viel auf einmal…

Zu Hause angekommen, dankte der Körper mir den Sport mit Kopfschmerzen und Übelkeit.

B. kam vorbei, hatte sich vorher schon angekündigt, wollte mit mir auf einen Thermomix-Abend und danach noch 2 Stunden zum Sport. Einmal Bokwa, einmal Bauch-Beine-Po. Hatte es auch eingeplant, aber mein Körper hatte da etwas gegen. Ich bekam die Kopfschmerzen einfach nicht weg.
Thermomix hatte sie schon abgesagt.
Doch wollte sie mit dem Hund gehen, Essen machen, zum Sport.
Mir fiel dann um 16:30Uhr auf, dass ich ja noch garnichts gegessen habe und fast nur Kaffee getrunken hatte. Ich hatte es einfach vergessen.
Also zur Überbrückung ein Proteinriegel nach Novalgin und MCP gefuttert und ein Glas Wasser getrunken.
Hatte auch etwas geholfen. Aber nach den Essen ging es mir wunderbar, wollte zum Sport, B. war aber müde und wollte nicht mehr. So etwas froh bin ich schon darum, bin heute wahrscheinlich schon an meine Grenzen gegangen.
Aber ich habe noch vier Tage Zeit. Zeit, um viel zu trainieren. Zeit, um noch weniger zu Essen. Zeit, um noch mehr abzunehmen.

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371: Befürchtung bestätigt.

1. Mai 2015

Ich wusste es! Ich wusste, dass ich fettes *** wieder zunehmen würde.
Und so war es dann heute morgen auch. +400g. 1200kcal hab ich gestern in mich hineingefressen. Nach dem Motto, mir mal was tolles zu gönnen, habe ich mir einen Salat vom Italiener für die Arbeit geholt. Hatte ja „nur“ fast 1000kcal. War halt mehr Käse, Schinken, Tunfisch, Ei als Salat.
Und die ganze Woche keinen Sport gemacht. Scheiß Spätdienst-Woche… da kommt man zu nichts.
Nächste Woche habe ich Frühdienst bis Mittwoch, dann frei. Da werde ich im Fitnessstudio zu Hause sein!
400g Zunahme sind zwar nicht wahnsinnig viel und schnell wieder runter, doch sie frustrieren mich immens.
Gestern war ich um 22Uhr zum Glück dann noch einkaufen, wie ich es eigentlich die ganze Woche vorhatte. So konnte ich mir dann immerhin selber einen Salat machen. Er ist seeehr üppig, sogar mit Schinken und etwas Patros. Aber dann freue ich mich immerhin drauf und esse nicht nebenher. Und trotzdem gat die Großfamilien-Portion „nur“ 400kcal inklusive Dressing. Kommt also deutlich besser als der Italener-Salat…
Da es meine einzige Malzeit bleiben wird, die auf Abends in der Spätdienst – Pause geplant ist, ist es ja ganz akzeptabel. Vielleicht gibt es ja noch einen Proteinriegel… mal sehen…

Arbeit war die ganze Woche sehr angenehm. Gestern hatte ich dann auch mal eine orientierte Patientin, die mit mir und der Umgebung auch mal was anzufangen wusste. Vergleichsweise sehr angenehm, wenn man mal das EKG nicht gie ganze Zeit auf Artefakte hin beobachten muss, die einen Anhalt darauf geben, dass Patient gerade wieder auf dem Weg nach Hause oder zur Mäusejagd ist.
Mir wurde übergeben, dass die Patientin anstrengend seie, die ganze Zeit irgendwas haben wollen wurde, schwer mit Schmerzmittel abzudecken seie. Aber sie ist ja auch Privat… sie hatte sich schon über den Lärm, die Gespräche und das Lachen beschwert. Meine Aussage, dass ich mich auch beschwert hätte, wenn ich gerade aus der Narkose aufwache und so einen Lärm um mich hätte, wurde mit bösem Blick gestraft.
Ich ging in das Zimmer, begrüßte die Patientin. Weiterhin schmerzgeplagt. Eine Knieendoprothese ist von den Schmerzen auch nicht ohne… sah in die Kurve. Bis 5mg des Medikamentes durfte sie auf einmal haben, hat bisher immer 2 bekommen. Also gab ich ihr die 5, guckte, dass das Bein angenehm lag und brachte ihr ein Eis zur Kühlung. Versprach ihr, auf Station Zahnprothese, Uhr, Kosmetikbeutel zu holen. Absolut ungeliebte Aufgabe, dirch das Haus zu rennen und mit den Kollegen der Station zu suchen, wo die Patienten bloß dieses oder jenes versteckt haben könnten. Aber es trägt auf jeden Fall zum Wohlbefinden bei, man fühlt sich besser aufgehoben.
Als ich wiederkam, schlief die Patientin leicht und wurde wach, als ich ihre Sachen abstellte. Schmerzen weg, absolutes Wohlbefinden. Und wie nett ich doch seie, danke, danke, danke.
Immer mal wieder brachte ich ihr die Pfanne oder was gegen Schmerzen. Abends drehte ich sie auf ihre Lieblingsseite, zug ihr ein Unterhöschen an und rieb den Rücken in. Hin und wieder erhielt sie mal einen Tee.
Abends beim frischmachen redeten wir ausgelassen über dieses und jenes. Sie gab an, nun doch optimistischer zu sein, vorher Angst gehabt zu haben, dass die Schmerzen nie besser werden und sie ein Pflegefall werden würde.
Also auf mich machte sie nicht einen nervenden Eindruck. Ich fand sie nett, jedoch besorgt und ängstlich, dabei aber für alles sehr dankbar und sich immer wieder entschuldigend, wie viel arbeit sie nun doch machen würde. Aber darf man das denn nicht auch ängstlich und besorgt sein?

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370.: Selbst ist der Mann… glaubt er!

28. April 2015

Heute die Arbeit erstmal mit einer Patientin begonnen. Die Station war relativ leer, alle hatte zwei, ich sollte dann die eine übernehmen, kannte sie ja noch von gestern. Und dann die eine OP noch, die derzeit lief und kommen sollte.
So kann ein Tag ja nur super werden, dachte ich. Sonst habe ich drei Patienten.
Patientin, ältere Dame, die gestern eine OP am Rücken über sich hat ergehen lassen und heute auf Normalstation zurück konnte und wollte, hat leider Teerstühle abgesetzt. Es blutete am Magen. Wurde behoben, jedoch hatte sie somit noch mindestens eine Nacht bei uns gewonnen. Fand sie natürlich nicht so toll…
Leider war am Nebenbett ziemlich Remmi-Demmi, was betagtere Damen schonmal etwas verwirren kann.
Ich höre nur meinen Namen geschrien, dass ich mal auf Bett 2 kommen soll.
Bett zwei war trotz der Rücken-OP und des massiven Blutverlust ihrer Meinung nach fit genug, um nach Hause zu gehen. Saß sogar schon an der Bettkante. Das bekommen viele 50Jahre jüngere am zweiten Tag noch nicht hin. Hut ab, wozu Verwirrung und Angst Menschen bringen kann. Dass sie aber so Schmerzen hatte, das war ihr nicht so verständlich.
Habe sie dann mit viel zureden, entspannender Einreibung und zuhören dazu gebracht, wieder einen Zugang zur Realität zu finden, bin aus dem Zimmer raus, kurz darauf schlief die Patientin. Wunderbar.
Meine OP kam doch nicht. Aber eine andere Neuaufnahme konnte ich mir unter den Nagel reißen. Junger Mann, Blutung im Darm, in der Ambulanz schon Synkopal geworden, HB aber gut.
In der Darmspiegelung sah man außer einer Menge Blut nichts, leider auch nicht die Quelle.
Patient kennt das ganze Spiel schon, schon mehrfach deswegen da gewesen.
Wollte auf Toilette gehen. Ich war leicht skeptisch, holte mir als Begleitung einen Kollegen. Aber klappte super, zurück ging er alleine. Wollte er nochmal eine Stunde später, ich kabel ihn ab, sag ihm, er soll langsam auf die Bettkante kommen.
Während ich die Infusionen alle noch schloss, preschte er auch schon los. ‚Warten sie doch erstmal, was ihr Kreislauf so dazu sagt‘ ‚Ne, das geht schon‘ meinte er und schwankte auf die Türkante zu. Anscheinend nicht, dachte ich noch, als ich den Kollegen rief, der um die Ecke am Schreibtisch saß.
Wie ein nasser Sack flog er nun Richtung Türkante, Kopf vorran. Dass er neurologisch wird, also seinem Hirn Schaden zuführt, war jetzt keine so dolle Idee. Ich riss am Oberteil, hoffte, ihn auf dem Popo gelandet zu bekommen. Blöder elastischer Stoff, den er da anhatte. Habe ihn statt an Türrahmen dann etwas gebremster auf dem Boden zum landen bekommen. Gleich neben dem neurologischen Oberarzt, der daneben am Schreibtisch saß. Und er guckte wie ein Auto. Im Nachhinein wahnsinnig lustig.
Und der Patient guckte ebenso irritiert, als er dann wieder realisierte, wo er da war, was da für Leute um in herumstanden. Als hätten wir ein Duell der Mimikentgleisungen verantstalten wollen.
Aber dann war wieder alles gut. Er machte sich wieder mehr Sorgen, was seine Freundin zu Pflaster auf dem Kopf, welches beim vorherigen, 10Minuten zurückliegenden Besuch nocht nicht dagewesen ist, sagen würde.
Aber noch immer musste er logischerweise auf Klöchen. Und wenn man noch etwas jünger ist, ist einem die Intimsphäre ja noch sehr heilig und Toilettenstuhl oder gar Bettpfanne undenkbar. Auch mit ganz viel Überzeugungsarbeit der Schwester. Ich wäre aber auch so. Ganz sicher. Oder noch schlimmer.
Also fuhr ich ihn mit Stühlchen zum Klo, mit der Androhung, dass ich aber dabei bleiben würde. Ja, egal, hauptsache Toilette. Auf halben Weg entschied ich mich dann doch dagegen, er konnte ja eh nicht mehr wiedersprechen. Ausflüge außerhalb des Bettes sind für heute restlos gestrichen. Wenn man schon im Stühlchen in den Seilen hängt, dann sollte man auch auf ein bisschen Intimsphäre verzichten können.
Als er dann im Bett lag, wieder verwirrter Blick ‚aber ich muss doch auf Toilette‘ mit einer Spur Resignation in der Stimme. Versuch drei glückte dann auf der Bettpfanne. Auch wenn er weiter versuchte zu verhandeln. Und für den Patienten war spätestens da der Tag gelaufen.
Und besser würde es nicht werden, da er eine Darmreinigunslösung trinken muss und dementsprechend noch öfter muss…
In seiner Haut wollt ich echt nicht stecken…
Und für Patientin auf Bett 2 sollte ich dann noch die Mäuse und Meerschweinchen verscheuchen gehen, die die andere Kollegin da eben losgelassen hat. Da sind sie doch überall. Ich kümmerte mich drum, schob die Müll- und Wäscheeimer woanders hin. Die Mäuse waren aber nur kurze Zeit weg…
Zudem sollte ich ihr noch eine Schere geben, der Doktor sollte den Schlauch ja aufschneiden und kommt nicht wieder.
Ich gucke mir die Blutkonserve an und erinnere mich an die letzte Horrorvorstellung, als eine demente Patientin eine Konserve in die Finger bekommen hat… und räume den Inhalt der Kommode auf die Fensterbank und wickel den Arm ein, sodass sie niemals an die Konserve kommen kann. Sicher ist sicher.
Nun, am Ende des Dienstes bin ich doch froh, nur zwei Patienten gehabt zu haben…

Ich war heute alles in allem sehr gut gelaunt und ausgeglichen. Zu Beginn erfreute mich die Waage mit einer Gewichtsabnahme, mit der ich schon garnicht gerechnet hatte. Musste dann jedoch nicht, was ich ’sicheres‘ auf der Arbeit essen kann. Aber ich hatte noch Joghurt, Quark und Schokoraspeln.
Joghurt und Quark mischen, etwas Zitronenschale hineinreiben, bisschen Vanille, etwas Stevia und etwas Schokoraspeln.
Ich mache immer eine große Portion, die auf der Arbeit essen es auch mal gerne.
Schnell gemacht, man sieht dem ganzen nicht an, dass es so (vergleichsweise) wenige Kalorien hat, man kann es gut auf Arbeit essen und es ist lecker, sättigend aber nicht stopfend. Und ich habe ein sicheres Gefühl dabei.

Aber auf der Arbeit habe ich zusätzlich doch noch ein Schnitzel gegessen. Das frustriert mich. Auch wenn ich mir einzureden versuche, dass es trotzdem okay ist… Aber nunja…

h1

369.: Relativierungen…

27. April 2015

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Wie gerne ich diese Meldung Abends von meiner App bekomme.
Ich trage alles, was ich esse, zeitnah ein. Esse in der Regel sowieso nur eine Malzeit, Abends, im Spätdienst am frühen Abend. Im Frühdienst gezwungenermaßen auch morgens. Überfliege es abends. Bekomme Panik wegen der Mengen. Subjektiv gesehen. Mir rattert durch den Kopf, was ich verdammt noch mal hätte besser doch weggelassen, was von all dem absolut überflüssig war. Sowieso gehöre ich in vielerlei Hinsicht gesteinigt.
Rationales Ich will dann relativieren, dass es ja doch nur soundsoviel Kalorien waren, dass Ottonormal-Mensch soundsoviel Kalorien braucht, dass es doch zu wenige sind und ich doch etwas mehr auf mich achten müsste.
Rationales Ich wäre dafür lange Zeit windelweich gekloppt worden, mitlerweile darf es aber so in die essgestörten Gedanken hineinblöken. Es wird nur mehr oder weniger drauf geachtet.
Aber wenn ich dann am Abend in der App den Tagebucheintrag abschließen möchte und es mir oben gezeigte Warnung bringt, beruhigt es mich. Auch wenn rationales Ich die ganze Zeit schon sagte, dass unter 1000kcal nich so dolle ist und bei der Warnung ’siehste‘ gröhlt, muss essgestörtes Ich manchmal dabei schon etwas nachdenken, dass es ja doch nicht zu viel war. Vielleicht…
Heute hatte  ich Beispielsweise ein wahnsinnig mulmiges Gefühl, schlechtes Gewissen, weil ich so Lust auf Schokolade hatte und einen Kakao getrunken habe.
‚Hätte des denn nicht die Hälfte auch getan? Oder ein viertel? Oder hättest du es nicht gleich ganz weglassen können?‘
Die App sagte mir somit, dass ich es durfte. Auch in der Menge.
Mal sehen, was meine Waage denn dazu meint. Denn Sport gab es ja keinen…
Und wie jeden Abend lasse ich ihn nun wieder mit der Angst vor der Waage ausklingen…

h1

368.: auf in den Alltag…

27. April 2015

Ab heute wieder arbeiten. Sechs Tage frei sind nun um. Ich freue mich aber aufs arbeiten. Etwas habe ich es wirklich vermisst.
Heute morgen hätte ich am liebsten ein Freudentänzchen hingelegt. Trotz der riesigen Befürchtung, ich hätte zugenommen, habe ich ja doch abgenommen.
Habe mir dann das Essen für die Arbeit vorbereitet. Grünen Spargel, gebraten, dazu Salat.
Bin damit so um die 250kcal. Damit bin ich auch an einem Trainigsfreien Tag dann doch nicht so hysterisch. Und es liegt nicht so schwer im Magen. Wobei das sicher auch zu einem großen Teil Kopfsache ist. Wenn mir ein Essen sicher vorkommt, habe ich es selten, mich so vollgestopft zu fühlen.
Gut gelaunt, mit lauter Musik, schälte und schnippelte ich also vor mich hin. Der erdte Dpargel, den ich dieses Jahr zubereitete. Ich liebe Spargel.
Da ich dadurch aber die Zeit vergessen habe, kam ich jedoch etwas ins Rudern…
Habe Britta aber die hälfte des Spargels aber doch noch bringen können. Sie freute sich. Wir wechseln uns immer ab, wer denn den Spargel macht. Britta war schon dran.
Nur schade, dass ich keine Zeit hatte, ihr noch was dabei zu machen. Hänchenbrust oder so. Aber auch so freute sie nich.
Nun sitze ich im Zug zur Arbeit. Dieser Tag hat Potential, sehr gut zu werden.
Mal sehen, ich gehe optimistisch ran..

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367.: Never ending story

26. April 2015

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Gestern habe ich mir mit dem Aufräumes des Blogs noch die Zeit vertrieben, bis die gröbste Anspannung und Unruhe weg war. Es hat funktioniert. Essen blieb drin. Dafür hatte ich dann heute morgen wahnsinnige Angst vor der Waage. Obwohl es ja eigentlich so schwachsinnig war. Die Psyche halt…
Aber die Waage war gnädig zu mir. Abgenommen. Wird also doch kein so schlimmer Tag wie befürchtet.
Heute wollte ich eigentlich nicht ins Fitnessstudio.
Habe jedoch das Rezept, welches ich für meine Schwester, den Lebensgefährten und meinen Neffen machen wollte, in die App eingegeben.
Tortellini-Hänchenbrust-Auflauf.
Danach war ich mir ganz, ganz sicher, ins Fitnessstudio gehen zu müssen. Eine Stunde muss ich mindestens trainieren, um es auch essen zu dürfen. Eine Portion hat 800kcal. Für mich hätte ich das nie gekocht.
Aber ich hatte Lust was zu machen und die alle schon länger nicht gesehen, sie waren in Urlaub.
Und wenn ich für andere koche, kann ich nicht so wahnsinnig viel an Kalorien sparen…
Hatte schon vor dem Trainig Muskelkater, dass ich mich kaum bewegen konnte. Zudem wieder stärkere Zahnschmerzen. Also erstmal Novalgin und Coffeintabletten…
Nach 10min Crosstrainer konnte ich nicht mehr, bin dann eine Stunde auf den Ergometer gewandert.
Habe somit genug Kalorien verbrannt um diese mit dem Essen zu mir zu nehmen.
Heute gab es deswegen nur eine Malzeit. Ab morgen gibt es wieder gesünderes, dann darf ich wieder mehr essen.
Aber nun liegt mir das Essen schwer im Magen. Zu viel gegessen. Zu viele Kalorien.
Habe zwar nur etwas mehr gegessen als ich verbrannt habe. Also muss ich wieder, wie gestern mir einbrennen, dass es okay so ist. Dass ich es mir gönnen darf. Dass ich das Gefühl des vollen Magens ertragen, akzepieren muss.
Ich muss mir einbrennen, dass das, was ich gegessen habe, eigentlich zu wenig ist, dass eine Mahlzeit zu wenig ist. Dass ich dafür eigentlich auch zu viel Sport gemacht habe.
…ich also wegen der Kalorien kein schlechtes haben muss, ich deswegen nicht gleich wieder zunehme…
Never ending story…

Aber ab morgen werde ich durch das Arbeiten dahingehend immerhin wieder Ablenkung haben…

h1

366.: Nachdenklich…

25. April 2015

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Heute habe ich seit Tagen das erste mal wieder 1300kcal gegessen. Es fühlte sich so unendlich viel an. Mein Bauch steht noch mehr als sonst hervor, mein bauch tut weh, das Essen liegt schwer im Magen.
Die ganze Zeit empfinde ich es so, als hätte ich etwas unerlaubtes, böses getan. Als müsste ich es wieder rüchgängig machen. Die ganze Zeit denke ich darüber nach, dass ich noch die Möglichkeit hätte, den größten Teil wieder auf Klo zurückzubringen. Es dauert nicht lange, es ist nicht schwer. Es ist doch nur zu meinem Besten. Es macht alles so viel einfacher. Es macht, dass es mir besser geht.
Heute sind diese Gedanken so wahnsinnig stark. Stärker als sonst. So stark wie lange nicht mehr. Lage war ich schon nicht mehr rückfällig. Aber was ich davon habe, zeigen mir die Waage und der Spiegel, die Hosen und Oberteile nur allzu deutlich.
Aber will ich heute Abend wirklich alles aufs Spiel setzen, ist es mir das wert?
Die rationale Seite schimpft, dass auch das eigentlich recht wenig ist, dass ich heute fast 900kcal im Fitnessstudio verbrant habe und deswegen auch so viel essen durfte.
Aber heute Morgen zeigte meine Waage schon mehr. Wie viel würde es denn morgen dann sein?
Ich muss wieder aufhören, jeden Tag auf die Waage zu gehen.

Wie kann ich Gewicht reduzieren, ohne gleich wieder in die ES abzurutschen. Wie kann ich endlich mal mit mir zufrieden werden?…
Wieso kann ich denn nur fett und glücklich oder dünn und unglücklich sein?
Wieso muss ich denn, nur weil ich der ES den Rücken kehre, dick werden. Das ist genau die Angst, die mich an der Essstörung am längsten hat festhalten lassen.
Doch je tiefer ich in ihr steckte, desto depressiver und instabiler wurde ich. Deswegen arbeitete ich dann auch daran, die Bulimie in den Griff zu bekommen. Aber seit diesem Monat finde ich es ganz ganz schwer.
Vielleicht ist derzeit wieder etwas viel im Wandel. Zwar sind es hauptsächlich gute Veränderungen, doch trotzdem irritierend.
-Berufliche Veränderung, Arbeitsplatzwechsel
-Therapieende nach mehr als drei Jahren
-Wetter wird besser, mehr mit dem Körper auseinandersetzen müssen
Vielleicht sind dies Faktoren, die es mir derzeit wieder schwieriger machen.

Heute im Fitnessstudio wurde ich drauf angesprochen, dass ich „heute ja schon wieder hier“ seie. Es macht mir Angst. Es war zwar positiv gemeint, doch wurde ich in meinem alten Fitnessstudio vor ca. zwei/drei Jahren darauf angesprochen, dass ich nicht so viel trainieren sollte, dass es jedem da aufgefallen seie und ich ein schlechtes Vorbild seie. Ich fühlte mich ertappt, gekränkt. Ich ging nicht mehr hin, kündigte.
Jetzt war es positiv gemeint. Doch habe ich Angst, dass es irgendwann doch wieder in solch einer Aussage mündet.
Aber andererseits mache ich ja deutlich weniger Sport als zu dieser Zeit. Zu der Zeit lebte ich ja eigentlich im Fitnessstudio. Ich ging vor und nach dem Arbeiten hin, wenn ich frei hatte, war ich fast den ganzen Tag da. Ich konnte einfach mal 5 Stunden auf dem Crosstrainer verbringen und noch 2 Stunden Spinning hinterherlegen. Da war die ES aber auch sehr akut.
Diese Woche war ich ja nur 4x da, weil ich frei hatte. Nächste Woche habe ich Spätdienst. Da gehe ich eher nur laufen, geht schneller, weniger Stress.
Und die Woche habe ich im Fitnessstudio ja auch je nur 1-3Stunden trainiert. Das ist ja noch im Rahmen. Und es erscheint mir gesünder und sicherer der ES gegenüber als gleich mein ganzes Essen loszuwerden.
Genug genörgelt. Hilft ja alles nichts. Ich muss einfach versuchen, die Symptome in Schach, die Ernährung und Gegenregulation in Waage zu halteb.

h1

365.: unzufrieden…

24. April 2015

Vier Tage hatte ich nun frei. Vier Tage, die ich doch sinnvoller genutzt habe, als jammernd und schmerzgeplagt im Bett oder auf dem Sofa zu liegen. Dienstag bin ich einen Weisheitszahn los geworden.
Und vorher, egal was für einem Zahn ich mich entledigt habe, war es Tagelang ein absoluter Alptraum.
Aber dieses Mal kaum Schmerzen, kaum Schwellung, kaum Einschränkungen. So hatte ich immerhin etwas von meiner freien Zeit.
Vielleicht doch von Vorteil, wenn die Bulimie nicht mehr so sehr im Vordergrund steht…
Heute schmerzte es jedoch wieder etwas mehr, jedoch nichts, was man nicht in den Griff bekommen kann.
Habe heute die Wohnung noch etwas auf Vordermann gebracht, danach dann zu einer Freundin, ihr beim backen geholfen.
Aber heute habe ich das Gefühl, ein faules, nichtsnutziges Stück zu sein. Heute nicht trainiert, mich kaum bewegt, nicht einmal arbeiten gewesen, sodass ich mich dort immerhin genügend bewegt hätte.
Stattdessen wird gefuttert. So mein zerfahrener Eindruck. Objektiv gesehen sind die 500 verdrückten Kalorien zwar nicht viel. Aber es nagt an mir, sie nichtmal mit Sport verdient zu haben. Was da wohl morgen die Waage zu sagen würde…
Aber heute habe ich nun auch keine Zeit mehr laufen oder ins Fitnessstudio zu gehen. Zumal ich ja vorher sagte, dass der Tag heute zur Regeneration bleibt.
Frustrierend…
Wieso kann es denn nicht mal einfach sein…
Aber ab Montag gehe ich ja wieder arbeiten, da reguliert sich das dann alles wieder, ohne dass ich viel darüber nachdenken muss, was ich wann wo esse und wieder abtrainiere…
Solange nicht wieder erbrechen oder ähnliches auf meinen Tagesplan rückt, ist ja noch alles gut…

Also wenn ich denke, wie ich vor einer Woche noch an die jetzige Woche gedacht habe, dürfte ich mich garnicht beschweren…

h1

364.: wenn man nichts mit sich anzufangen weiß…

24. April 2015

Seit 8:30 Uhr bin ich nun Wach.
Waage: zufriedenstellend, da weniger werdend.
Was nur mache ich aber nun mit diesem Tag? Trainieren wollte ich ja heute nicht gehen. Aber wie soll ich dann auf mein Schrittpensum kommen und was mache ich dann bis Nachmittags.
Wollte schon den alten Blog neu aufspielen, sodass er wieder funktioniert. Aber das klammt nicht so, wie ich das möchte. Von Seiten des Servers. Der speichert die Sachen, die ich eingegeben habe, einfach nicht ab.
Nunja. Hab das nun also nach fadt zwei Stunden aufgegeben.
Was also nun? Putzen?
Allemal besser als Essen. Langeweile bringt mich schonmal schnell dazu…
Aber erstmal gibts nix mehr. Heute muss sowieso mehr drauf geachtet werden, aufgrund des fehlenden Trainigs.
Oder gehe ich doch trainieren?
Aber gestern ging es mir doch so schlecht damit…
Also ein Tag Regeneration…
Ich habe eben meinen Gewichtsverlauf mal so durchgesehen. Dezember 2013 war so schön… 10kg innerhalb eines Monats weniger. 21Tage nichts gegessen. Gut ging es mir zwar nicht, doch wurde das Gewicht immer und immer weniger. Ich spürte, dass ich etwas konnte, dass ich auf andere Weise stärker wurde.
Und es war irgendwie komisch, wie mein Therapeut es zu sehen schien. Er sagte immer und immer wieder, dass er sich Sorgen machen würde. Dass ich etwas ändern müsse, dass er das lange ambulant nicht mehr akzeptieren könnte. Ich konnte nicht in fie Klinik. Nicht schon wieder. Ich war kurz vor den Prüfungen.
Also änderte ich mein Verhalten. Und wurde wieder fett.
Doch nun sehe ich Hr. M. nicht mehr jede Woche. Nur noch insgesamt zwei mal.
Also habe ich nun genügend Freiraum. Keiner, den ich nicht hinters Lichtführen kann. Ich werde es schaffen. Muss ja nicht so radikal wie Dezember 2013.
Hauptsache im Sommer rolle ich nicht durch die Straßen…

h1

363.: Abwärtsspirale?

24. April 2015

Ich glaube, ich mache mich derzeit auf keinen so guten Weg mit meinem Essverhalten.
Im letzten Jahr haben ich meine Bulimischen Verhaltenszüge fast gegen Null gebracht.
Doch als Dank dafür habe ich nun 15kg mehr. Lange habe ich es verdrängen können, doch nicht auf Dauer…
Und so bin ich nun wieder sehr sehr unzufrieden mit mir. Wenn ich mich mit meinem Aussehen auseinandersetzen muss, leidet meine Stimmung.
Und weniger sportlich bin ich auch.
Vorher dachte ich schon, ich seie fett gewesen…
Also will ich wieder abnehmen. Jeder Versuch landete jedoch in einer eher doch wieder essgestörten Richtung. Schade drum. Mein Therapeut meint, ich solle es so erstmal akzepieren, meinr psychische Stabilität ist doch viel wichtiger und erhaltenswerter.
Aber ich nahm immer und immer mehr zu.
Nun habe ich seit zwei Wochen eine App, mit der ich ganau dokumentieren kann, wann ich wo was in welcher Menge gegessen habe. Es sollte eigentlich nur wieder etwas Orientierung bieten. Aber nach und nach werden es wieder weniger lebensmittel, die nach der Eingabe in die App dann doch noch meinen Magen-Darm-Trakt betreten dürfen. Ich verspüre wieder eine Genugtuung, wenn die App mir sagt, ich würde zu wenig essen, wenn ich mehr im Fitnessstudio verbrannt habe als ich zu mir genommen habe. Wenn die Waage wieder weniger zeigt. Wenn ich wieder die Macht zurückerlange.
Doch wenn die Waage aus unerfindlichen Gründen wieder mehr anzeigt, wenn ich das Trainig nicht so durchhalte, wenn ich doch wieder zu viel gegessen habe, steigt wieder diese Abgrundtiefe Wut in mir auf, die mir noch zu sehr bekannt ist…
Doch wenn ich nun wieder dagegen arbeite, werde ich nur wieder fetter.
Vielleicht kann ich es ja wohldosierter angehen?
Heute hatte ich es wohl etwas übertrieben…
Zum Frühstück gab es drei Coffeintabletten. Im Fitnesstudio trampelte ich dann eine Stunde auf dem Crosstrainer herum, auf dem ich mich nach einer halben Stunde kaum noch halten konnte. Wollte eigentlich nach der Stunde nicht schon Schluss machen, doch mein Körper blieb nun eisern bei dieser Grenze…
Als ich zu Hause angekommen war, hatte ich thorakales Engegefühl, verspürte Kraftlosigkeit und Herzrasen. Alles in allem sehr unbehaglich, es machte mir dchon Angst… lange hatte ich dieses fiese Gefühl nicht mehr…
Es gab dann einen Proteinriegel. Da mir aber auch todschlecht war, musste es dann auch dabei bleiben, bis es besser wurde.
Mit Britta habe ich, nachdem wir in der Sonne lagen, noch zu Abend gegessen. Wir haben das gleiche gegessen, sie hat 200kcal weniger dafür angegeben und meint, ich wurde mit der Mengenangabe übertreiben. Vielleicht…
Bin auf 1060kcal gekommen. Einerseits gut, dass doch noch so viel geworden. Laut App hätte ich zur Gewichtsabnahme wegen des Trainigs immernoch 800kcal futtern können.
Doch hätte ich am Abend doch weniger gegessen, würde ich doch schneller Abnehmen…
Nun geistert durch den Kopf, dass ich doch besser dieses oder jenes hätte weglassen sollen…
Aber nach den Problemen von heute lasse ich morgen das Trainig mal lieber weg…
Kann aber auch sein, dass es was viele Schmerzmittel auf nüchternen Magen heute Morgen waren. Immerhin habe ich ja drst vorgestern einen Weisheitszahn gezogen bekommen…
Aber trotzdem… Montag muss ich wieder fit für die Arbeit sein, da kann ich mich in der freien Zeit nicht so sehr verausgaben…

Aber ich bin froh, hiermit nun endlich wieder eine Möglichkeit zum Schreiben erschlossen zu haben, nachdem erstmal bei hearts-desire garnichts mehr funktionierte und nun nur noch kleinste Brocken, gerade genug, ob das wichtige zu sichern. Deswegen auch ein schneller Umzug hierher zurück.  Dann brauch ich mir darum keine Sorgen mehr machen…
Alles was ich brauche habe ich ja so auch wieder…

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362.: Therapie bald zu Ende…

22. April 2015

Seit zwei Monaten bin ich nun auf Intensivstation angestellt. Endlich mein Ziel erreicht. Das Arbeiten entspricht genau dem, was ich machen wollte. Auch wenn es manchmal für mich noch schwierig ist zu akzepieren, dass mir so viel Erfahrung und wissen fehlt.
Aber ich merke, dass ich nach und nach selbstständiger arbeiten kann, dass es immer und immer besser läuft.

Mir macht es Angst, dass ich nur noch zwei Therapiestunden habe. Sooo viele Stunden hatte ich nun. Wie oft ich Woche für Woche bei ihm saß. Häufig verzweifelt, resigniert, lebensmüde, häufig dachte ich, nie würde es besser werden.
Die wöchentlichen Termine waren Jahre der Dreh-und-Angelpunkt in meinem Leben.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es Mittwochs etwas anderes geben könnte. Mir machte es schon Angst, in den eiwöchigen, gar vierwöchigen Rhytmus zu wechseln.
Lange schon geht es nicht mehr um DBT oder Schematherapie.
Lange Zeit hatte ich Probleme das zu akzeptieren. Es fehlte mich.
Doch nun weiß ich, dass ich mittlerweile in vielen Dingen, in denen ich nicht gleich weiterweiß überlege, was Hr. M. denn sagen würde.
Doch ich werde die Therapie vermissen, ich werde ihn vermissen.
Auch wenn ich nun kaum noch Symptome habe, mit denen ich gut leben kann, die ich gut im Griff habe.
Aber ich habe Angst. Was, wenn nochmal depressive Symptome mich überrennen. Wenn die Essstörung, die mich weiterhin noch so in Schach hält, doch wieder voll herausbricht. Was, wenn ich es nicht in den Griff bekomme? Was, wenn er in so einem Moment nicht mit seiner unendlich lieben, wertschätzenden Art da ist und seine Eindrücke mit mir teilt, wenn mir die Worte fehlen. Der mir wieder sagt, wie viel ich schon geschafft habe und die Krise auch überwindbar ist.
Ich habe Angst, dass ich nach der Therapie wieder vergesse, auf mich zu achten und zu spät erst merke, dass ich doch wieder in der Negativspirale gelandet bin und alleine nicht wieder hinauskomme. Was dann?

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361.: Schöne Stabilität…

12. Januar 2015

Mit Thomas läuft es nun sehr, sehr bescheiden. Doch habe ich Angst, ihn darauf anzusprechen, da ich weiß, dass wir dann dem Ende noch näher kommen würden.
Samstag bin ich zu ihm gefahren, wir waren in der Eislaufdisko. Ihm gefiel es nicht, dass ich am Anfang beide Hände frei haben wollte, um mich an das eislaufen besser gewöhnen zu können, mein Gewicht besser verlagern zu können und mich zur Not bei einem Sturz abfangen zu können. Ich habe das Gefühl, er verstand nicht, dass ich deswegen nicht mit ihm Händchen halten wollte.
Aber auch vorher war er schon unzufriede . Vielleicht, weil ich gesagt habe, dass ich lieber alleine Joggen würde, da ich sonst Angst habe, ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, wenn ich die lahme Ente seie. Und wahrscheinlich hätte er dann nicht gewollt, dass ich dann Musik höre… ich hätte halt dauerhaft das Gefühl gehabt, mich anpassen zu müssen um ihm gerecht zu werden. Also joggte ich alleine.
Beim Eislaufen wurde ich schnell besser. Die Bewegungsabläufe waren mir durch das Inlinern ja vertraut. Während er über das Eis stolperte, glitt ich flüssig über das Eis. Ab da suchte er dann die Distanz. Überholte Leute, die ich dann nicht überholen konnte, sodass ich ihn aus den Augen verlor.
10 Minuten suchte ich ihn, er mich anscheinend aber nicht…
Er fand es wahnsinnig anstrengend, anstrengender als Joggen und Skifahren. Bei mir genau das Gegenteil… ich habe nicht geschwitzt, fühlte mich in keinerlei Hinsicht ausgepowert. Ich glaube, das war ihm nicht so re ht…
Irgendwann waren wir dann bei ihm zu Hause, sahen einen Film, gingen danach schlafen. Ich lag auf einer Seite, er weit entfernt auf dem Rand der anderen Seite. Sieht ihm nicht ähnlich. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal so allein fühlte…
Gegen 4 Uhr morgens wachte ich auf, er war unruhig. Machte das Radio an. Er kann dabei schlafen. Ich nicht. Und das weiß er auch… aber er dachte wohl, ich würde schlafen. Er befriedigte sich neben mir liegend gerade selbst.
Ich fühlte mich wiederlich. Er gibt mir so schon das Gefühl, seinen Bedüfnissen nicht gerecht zu werden. Ich falle ja nicht einfach so über ihn her und wir hatten ja erst vier Mal miteinander geschlafen. Seine Worte.
Aber er kann ja nicht wissen, was diese in mir auslösen.
Aber je mehr Zeit ich mit ihm verbringe, desto sicherer bin ich mir, dass er es auch nicht verstehen würde, wenn ich es ihm erklären würde…
Sonntag war er meist weiter so ablehnend. Zeitweise wurde es zwar lockerer, doch dann brach es massiv wieder ein. Er sah an mir alles nur noch negativ und ich an ihm…
Wir haben dann zusammen „gekocht“. Es entsprach halt nicht meinen Standards von Kochen, da der Hackbraten halt vor lauter Fett und Käse überquoll und getoppt war von einer Tütensuppe, die auch noch sehr wässrig war. Dazu gab es dann für ihn Fertig-Knödel und für uns Salat mit Fertig-Tüten-Dressing. Es schmeckte mir nicht und von dem ganzen Käse bekam ich auch noch massive Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Es war halt deutlich mehr Käse, als ich vertrug…
Wollte dann gegen 21Uhr nach Hause, wir hatten uns einfach nichts mehr zu sagen. Eigentlich wollte ich mit der Bahn fahren, doch er wollte mich unbedingt fahren.
Er fragte, ob er bis heute Morgen dann bleiben solle, ich sagte, dass sich dies ja nicht lohnen würde, ich müsste ja noch bügeln und Morgen früh raus. Er war von der Antwort sichtlich gekränkt, wollte mich trotzdem fahren und seine Playstation mitnehmen.
Auf der Fahrt sprachen wir kein Wort miteinander. Als er seine Playstation einpackte, „Bis dann“ sagte und ging, fühlte es sich an, als hätte er Schluss gemacht.
Da mir ja sowieso schon übel war, konnte ich ja dann immerhin noch mehr Fressen in mich hineinstopfen und es dann auf Klo zurückbringen, wie ich es sicher ein 3/4 Jahr nicht mehr gemacht habe. Aber ich fühlte mich auch schon lange nicht mehr so zum kotzen. Auch brauchte ich sehr lange schon kein Gummiband mehr, um meine Anspannung zu kanalisieren. Auch habe ich lange nicht mehr darüber nachgedacht, wie schön es wäre, nicht mehr da zu sein und eine mentale Pro- und Contraliste verfasst, auf der recht wenig für das Leben spricht…
Seit gestern habe ich nun auch nichts mehr von ihm gehört. Ich habe Angst, meine Befürchtungen ihm zu schreiben, da er sie sicher bestätigt.
Heute die Arbeit war schon bescheiden. Gegen meinen eigentlichen Plan, der für heute Abend Salat mit einem Stück Lachs bereithielt, habe ich schokolade, klopse, Schwarzbrot und nudelsalat in mich hineingeschoben.
Nach der ganzen Zeit, die ich diese Menge nicht mehr gegessen habe, schmerzte natürlich mein Bauch unendlich, zumal ich aufgrund des Arbeitspensums ebenso wie die anderen keine Zeit hatte zu kauen.
Als ich es dann bei Feierebend in der Weightwatchers-App eingegeben habe, viel ich fast aus den Socken. So viele Punkte habe ich lange, lange nicht mehr gegessen. Habe ich ja die Bauchschmerzen regelrecht verdient.
Zu Hause angekommen fröhnte ich dann also meinem neuen alten Hobby, der Kommunikation mit der Toilette. Habe es ja nicht anders verdient. Bauchschmerzen sind ja immerhin wieder weg…
Es ist, als hätte ich nie eine Pause gemacht. Es ist wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht. Man ist zwar nicht sofort so sicher, doch schnell wird es wieder besser. Effizienter.
Ich lasse mir so schnell den Abnehmerfolg auch nicht nehmen. Wenn man ihn überhaupt bei meinen Massen als Erfolg bezeichnen darf…
Aber ich muss weiter abnehmen! Ich muss allen zeigen, dass ich es kann! Dass ich immerhin etwas kann. Dass ich nicht so schwach bin, wie alle anderen mich halten.
Damit ich auf der Arbeit nie wieder gefragt werde, ob ich zugenommen habe.
Ich werde es schaffen! Koste es, was es wolle!
Habe nun innerhalb von zwei Wochen drei Kg abgenommen. Das schaffe ich auch schneller! Warte nur auf meinen nächsten freien Tag. Da ist Fasten angesagt. Im Frühdienst auch noch leicht umsetzbar. Im Spätdienst jedoch so gut wie unmöglich. Da muss ich dann halt auf Sport, besonders Nüchternläufe spezialisieren.
Joggen klappt auch schon immer besser. Wobei da auch noch sehr sehr viel Luft nach oben ist.

Aber habe ich Angst negativ aufzufallen. Vom Gewicht her würde dies zwar sehr lange dauern, doch auf der Arbeit ist schon jetzt mein erhöhter Koffeinbedarf in Form von Energydrinks aufgefallen. Dazu dann noch veränderte Stimmung und abnehmen? Ich muss mich da zusammenreißen.
Auch wenn sie mich derzeit mit Duracell-Häschen nett necken, wenn die meinen, ich würde über Station rennen.
Doch merke ich, wie mehr und mehr wieder der Perfektionismus in mir mehr Raum haben will.

Und zudem habe ich Angst, dass Hr. Melmert diese Veränderungen merkt. Er schien so schon Mittwoch besorgt, wegen den sexuellen Problemen zwischen Thomas und mir, dass ich dies nur zuließ, um Thomas einen Gefallen zu tun und es bei mir ziemlich viel von früher antriggerte.
Ich habe ihm gesagt, ich würde einen Brief schreiben. Doch nach zwei schlaflosen Nächten, in denen ich noch davon überzeugt war, es jedoch etwas ins Wanken geriet und nach diesem Wochenende habe ich erstmal Abstand davon genommen. Ich mache mich nur Angreifbarer. Und so, wie er sich derzeit verhält, glaube ich kaum, dass er es verstehen würde.
Aber Hr. Melmert meinte, dass ich derzeit so stabil seie und auf diese Stabilität achten müsse, dass sie nicht aufgrunddessen zerstört wird.
Doch fühle ich mich nicht wirklich wahnsinnig stabil… schon länger nicht.

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360.: nicht gerade zufriedenstellend

8. August 2014

Das mit meinem Essverhalten hat sich nun durch die Arbeit wieder weitenstgehend relativiert. Gut eigentlich. Aber irgendwie ein negativer Beigeschmack dabei. Gerne wäre ich wieder so krank, Hilfe zu benötigen. Ich bin es nicht mehr. Es rücken andere nach, die die Hilfe mehr benötigen als ich es tue. Ich wünsche mir, ich würde meinen Therapeuten nicht verlieren. Dpch wird es unweigerlich so kommen. Ich habe nur noch neun Therapiestunden. Das ist so gut wie nichta mehr.
In dem Monatlichen Zyklus kann man ja auch nicht mehr machen, als auf den Vergangenen Monat zurückzublicken. Das intensive Arbeiten ist nun vorbei…
Doch habe ich auch Angst, es nicht zu schaffen, wenn ich auf mich alleine gestellt bin… das ich einen Rückfall habe, den ich nicht so leicht alleine in den Griff bekomme und aus der Abwärtsspirale nicht mehr wieder hinauskomme.
In solchen Phasen war mein Therapeut mein Anker. Er war jede Woche, zur Not auch häufiger da, war immer konstant, war nun immer so lange da…
Er war da, wenn es mir fürchterlich ging, er war da, wenn es mir besser ging, er war da, wenn es mir gut ging. Seit fast drei Jahren begleitet er mich schon. Er kennt mich besser als irgendein anderer Mensch es je wird. Besser, als ich mich manchmal selber…
Ich habe ihn zwar noch neun Stunden, neun Monate. Doch habe ich Angst vor der dunklen Jahreszeit, die sich derzeit schon ankündigt. Es wird später hell und früher dunkel. Es ist häufiger grau und nass. Ich weiß, dass mir so etwas sehr schnell auf die Stimmung schlägt. Und ich habe Angst, dass meine Ferigkeiten nicht reichen, der Depression Einhalt zu gebieten.
Auf der Arbeit empfand ich es die Woche als sehr anstrengend. Es gab zwar viele gute Momente, Lob von Patienten, dass meine Stationsleitung mein Fachwissen lobt ect. , doch gab es viel Rennerei umd dieses Mal setzten mir die Schichtwechsel mehr zu.
Nun bin ich froh, dass ich ab Donnerstag vier Tage frei habe und dann in die Nächte gehe.
Zudem hatte ich auf der Arbeit einen Konflikt. Ich war im Frühdienst, wurde Mittags an den Schreibtisch degradiert, weil noch viel zu erledigen war. Irgendwann nach ganz viel hin und her und Diskussionen konnte ich mir dann anhören: ‚die Alten müssen rennen und die Jungen sitzen hier nur rum.‘
Dabei müssen die alten rennen, da wenn sie hinter dem Schreibtisch sitzen, sie alles doch für den Spätdienst liegen lassen, weswegen mir ja auch ausdrücklich gesagt wurde, ich solle nicht wechseln.
Also habe ich dann das Labor selber herunterbringen müssen, da es den beiden Damen wohl zu weit war. Punkt 13:30Ujr sind die Damen dann auch gegangen, während alle anderen 15min länger blieben, um die Arbeit noch zuendezubekommen. Meiner Meinung nach sieht Kollegialität anders aus. Aber ich lasse es nicht mehr auf mir sitzen. Bin am nächsten Tag zur Stationsleitung gegangen, habe mich ausführlich über die beiden Grazien beschwert (denn wenn sie körperlich nicht mehr in der Pflege arbeiten können, dann sollen sie sich etwas anderes suchen. Es ist immer deren Ausrede. Zudem saß ich nichteinmal wirklich. Ich war mit dem Telefon beschäftigt, nahm einen Uricult ab, beantwortete Fragen von Angehörigen, diskutierte mit dem Arzt, machte zwei Neuaufnahmen. Also tat ich mehr als nix…)
Aber danach wurde plötzlich von Grazie 1 wieder normal mit mir gesprochen. Grazie 2 erhielt am nächsten Tag ihren Einlauf, jedoch war ich da ja schon nicht mehr da…
Die letzten zwei Wochen überlegze ich auch irgendwie, ob die Krankenpflege wirklich alles sein wird, was ich erreichen wollte. Mittlerweile vermisse ich das Lernen. Habe mir nun wieder neue Fachliteratur geholt, mit der meine Wissensgier fürs erste ausreichend befriedigt werden kann.
Ich habe mich an einer Uni hier in der Nähe nun mal über ein Medizinstudium schlau gemacht.
Und habe gesehen, dass ich mein Abi garnicht nachmachen muss.
Gefordert wird eine FHR in einem naheliegenden Bereich (Hab ich), eine Ausbildildung in einem Angrenzenden Bereich, nicht schlechter als 2,0 (Hab ich) und drei Jahre Berufserfahrung (die zwei krieg ich auch noch locker hin)
Wenn man alle diese Kriterien erfüllt, wird man zu einem Test zugelassen. Geprüft wird man in Deutsch und Biologie oder Chemie oder Physik (zwei der drei)
Also ich wäre dann ja mal für Deusch, Bio und Chemie
Mit vorbereitung auch sehr einfach.
Wobei die sich in Deutsch wie ich finde das ganze Metakommunikative hätten schenken können. Aber naja…
Mein Therapeut fand wohl die Idee des Studiums garnichtmal so schlecht, anscheinend. Er sagt, dass es Positiv seie, dass ich mich mit Perspektiven meiner Zukunft auseinandersetze.
Naja, mal sehen.
Er findet auch, dass ich glücklicher und zufriedener wirke. Manchmal bin ich es ja auch wirklich. Es läuft derzeit ja eigentlich alles recht gut…

Ich brauche neues Venlafaxin. Hatte mir auch schon ein neues Rezept geholt, da meine Neurologin in Urlaub ist. Und nun finde ich es nicht mehr. Habe schon alle logischen und unlogischen Plätze hierfür auseinandergenommen. Nix. Muss spätestens Dienstag neue haben. Also muss ich herausfinden, wer Vertretung macht und es irgendwie verständlich machen. Weil ich ja sonst nix zu tun habe…

Die Antriebsarmut derzeit nervt ziemlich. Ich gehe früh schlafen, wache früh auf, rauche und starre in der gegend herum, gehe wieder schlafen, meist bis Mittags, liebe im Bett gerum und lasse eher weniger konstruktive Gedanken kommen und gehen. Verlockung ist groß, irgendwas sedierendes zum pennen zu nehmen. Brauche mich mit mir dann schonmal nicht mehr auseinander setzen. Böser Gedanke…
Verbessern würde es die Situation ja nicht…

Aber gestern und heute hatte ich aufgeräumt, gespült, geputzt. War einkaufen. Hatte mich für heute Abend mit einem Arbeitskollegen, mit dem ich vor der Therapie zusammen in der Ausbildung war, verabredet.
Tagiatelle mit Bolognese sollte es geben. Ich habe alles eingekauft, er wollte kochen.
Zwei Stunden vor dem Treffen sagte er, dass er von der Arbeit aus angerufen worden seie, ob er nicht einspringen könne.
Er sagte zu. Nannte mir den Grund, dass er ja der einzige seie, der ja weder Nachtwachenfrei noch Urlaub habe. Trotzdem, frei ist frei. Dann muss man halt nein sagen können.
Also arbeitet er und ich sitze frustriert und voller Lethargie hier.
Mehrfach stand ich nun schon vor dem ganzen Krempel, dass ich ja eigentlich die Bolognese trotzdem machen müsste. Lange halten sich ja Hack und Suppengrün so nicht.
Und ich will nicht schon wieder meinen halben einkauf wegschmeißen müssen. Habe dank dessen sowieso ungewöhnlich viele Lebensmittel hier.
Er wollte dann nach dem Abend hier auf meinem Sofa pennen, da er so spät nicht mehr so leicht nach Hause kommt. Also habe ich auch Frühstückszeug hier. Sogar Lätta, Brot, Abfschnitt. Zudem gruselig viel an Süß- unf Knabberkram.
Normale Menschen wollen ja bei einem DVD-Abend knabbereien haben…
Aber da es mir hier viel zu gefährlich ist, werde ich es dann wohl fleißig auf der Arbeit verteilen…
Umsonst das Geld ausgegeben…
Also sollte ich immerhin die Bolognese machen und Portionsweise kühlen bzw das meiste dann doch einfrieren…

Aber dafür kann ich heute Abend noch weniger als sonst mit mir anfangen… war doch sehr enttäuscht…

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359.: wie erwartet…

29. Juli 2014

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Heute zugenommen. War ja klar nach gestern. Aber so viel? 1,2kg.
Enttäscht über mich selber, traurig, dass ich mir den Erfolg der letzten Tage so zerstört habe…
Dabei ist es ja was, was ich von mir schon gewohnt sein sollte.
Heute einkaufen gewesen, wollte neue Kola. Danach über den Markt gegangen, Möhren, Gurken, Tomaten gekauft. Besser ich esse das auf der Arbeit als ein übrig gebliebenes Essen… Habe mir insgesamt von all dem eine Portion von 157kcal gepackt. Fühlt sich zu viel an…
Aber ich muss es ja auch nicht alles essen. Hauptsache etwas dabei…
Fühle mich so unsagbar fett. Der Bauch steht wieder so weit hervor.
Warum kann mir nicht endlich einmal was gelingen?
Hoffe, dass es heute auf der Arbeit ruhiger wird. Immerhin sind wir voll. Schonmal gut, dann kann mehr nicht kommen.

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358.: och menno…

28. Juli 2014

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Natürlich war mir irgendwo klar, dass ich heute mit meiner Euphorie unvorsichtig werde und gegen eine Wand laufe.
So war es dann also auch…
Auf der Arbeit viel zu viel gegessen. Eigentlich waren es rund 500kcal. Aber zu viel. Bauchschmerzen, aufgeblähter Bauch, habe das Gefühl, das Fett wachsen zu fühlen…
Auf dem Weg nach Hause einem FA nachgegangen, ihn auf der häuslichen Toilette zurückgebracht und neues Moviprep angemischt.
Führe es mir gerade zu Gemüte. Hoffe auf eine schnelle Wirkung…
Moviprep ist leer, fehlt nur noch der Liter Wasser.
Doch mittlerweile wird das Bauchweh stärker, habe auch schon Durchfall, wenngleich es eigentlich noch eine Stunde zu früh ist…
Aber naja, habe es dann vielleicht schneller hinter mir. Aber hauptsache, der Darm ist leer, alles ist weg, wieder raus aus mir.
Diese Dämlichkeit gehört echt bestraft…
Doch weiß ich, dass zumindest die Wassereinlagerungen aufgrund des erbrechens und der Abführaktion morgen zuwuche schlagen werden… kann mir meine Stimmung dann schon jetzt ausmalen.
Aber naja…

Arbeit war eigentlich recht angenehm. Sind mittlerweile wieder fast komplett voll. Patienten sind soweit okay, die Angehörigen von zwei Patienten hatten irgendwie einen Sonnenstich.
Die beste Aussage einer Angehörigen von einer Patientin, die gerademal 10Minuten auf Station war, Neuaufnahme aus einem Pflegeheim wegen v.a. LWK-Fraktur:
„Ich frage die Schwestern mal nach nem Schnabelbecher, dann haben die auch endlich mal was zu tun“
Aaaalter! Zwei von den drei anwesenden Pflegekräften sind mit ihrer Oma beschäftigt! Eine macht ne Schmerzinfusion, ich versuche aus der Pflegeüberleitung schlau zu werden. Was meinen sie, das wir den Arsch den ganzen Tag in der Küche plattsitzen und Kaffee schlurfen? Wetten, im Heim ist die Oma nur am Geburtstag und an Weihnachten interessant? Und hier einen auf dicke Hose machen? Wir haben auch ohne solch grauenhaft-fordernde-egoistische Angehörige genug zu tun! Ja natürlich, bitte sehr.“
Mangelnde Wertschätzung ist wirklich etwas, was mich zur Weisglut bringt…

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357.: Why does it feel so good to be bad?

28. Juli 2014

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Die letzte Nacht war ganz okay. Bin hin- und wieder aufgestanden. Aber habe mit entspannender Musik und zusättlichen Achtsamkeits- und Imaginationsübungen immer wieder in den Schlaf gefunden.
Dass ich gestern Abend das Essen auf heute verschoben habe, war genau die richtige Entscheidung. 800g weniger seit gestern. Ich bin erst einmal durch das Bad getanzt. Mein Tag ist gerettet, meine Zweifel zu dem heutigen Arbeitstag sind verflogen. So ein Erfolgserlebnis… so gut habe ich mich lange nicht mehr gefühlt.
Wie euphorisiert machte ich mich zur Arbeit fertig. Habe laut die Musik wufgedreht. Habe mich chick gemacht. Nun sitze ich schon an dem Zug zur Arbeit, obwohl er erst in einer Stunde geht. Wollte noch etwas die Wärme, die Sonne genießen. Ich weiß, dass sie mir guttut, dass sie mir sonst fehlen würde.
Doch seitdem ich angekommen war, regnet es, mittlerweile hängen auch dicke Wolken am Himmel. Schade eigentlich. Aber trotzdem schön.
Ich freue mich auf diesen Tag! Werde auch freiwillig den Innendienst übernehmen, um weiter an meiner Struktur zu feilen. Und auch wenn ich lieber, viel lieber pflegen gehe. Weiß aber noch nicht,  wer da ist.

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356.: Letzter freier Tag…

27. Juli 2014

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Die Nacht war sehr gut, habe mit kleinen Unterbrechungen durchgeschlafen, wobei diese dem Moviprep verschuldet waren. Habe es ja auch recht spät erst getrunken…
Am morgen fühlte ich mich aber sehr ausgeruht, keine Kreislaufprobleme oder sonstiges, womit ich mich derzeit herumschlage.
Die Waage zeigte heute morgen 400g mehr als sie noch gestern zeigte. Verdienterweise, doch trotzdem fühlte ich mich damit schlecht…
Doch wollte ich mir den Tag hierdurch nicht ruinieren lassen. Nicht schon wieder, nicht wie sooft schon…
Heute habe ich dann auch mit der Vitamin B12- Kur begonnen. Wollte damit zwar gestern anfangen, doch dachte ich da nicht mehr dran. Aber ich denke, dass die täglichen 9kcal gut investiert sind, tat mir beim letzten Mal schon sehr gut. Weniger Ermüdung, mehr Kraft etc.

Da heute mein letzter freier Tag war, wollte ich heute meine Wohnung weiter auf Vordermann bringen, die Wäsche also abhängen, eine Maschiene noch waschen, Geschirr spülen.
Nach dem Abhängen, waschen und aufhängen der Wäsche verließ mich jedoch meine Motivation.
Doch hatte ich mir vorgenommen, mir heute doch nochmal etwas Sonne zu gönnen.
Spatzierte also mit Picknickdecke, Kissen und Hörbüchern im Gepäck zur nächsten Wiese. Habe mir da dann eine Stunde die Sonne auf die Haut scheinen lassen, bis es mir wirklich zu heiß war.
Bin dann nach Hause, habe geduscht und sitze seitdem vor dem Fernseher.
Hatte mir eigentlich überlegt, als Belohnung für die Wäsche mir heute Abend ein Wassereis gönnen wollte. Doch nun, wo es soweit ist, kommen mir nun Zweifel.
Zwar habe ich einen Teil meiner Abmachung eingehalten, habe die Wäsche gemacht und mir selbst was gutes getan, doch habe ich mich nicht um das Geschirr gekümmert.
Zudem habe ich ja auch keinen Hunger. Wieso sollte ich mir dann das Wassereis zu Gemüte führen? Dann doch lieber morgen, wenn ich es wirklich essen will.
Also lasse ich es doch lieber. Hab mir aber einen Tee gemacht und ein Bonbon gegönnt. Ist ja auch schonmal sehr angenehm, war mir mehr wert als den kurzen Genuss des Wassereises.
Zudem spare ich mir lieber die Kalorien für Morgen. Wer weiß, ob ich morgen im Spätdienst um das Essen drumherumkomme. Weiß nicht, mit wem ich Dienst habe. Und habe Angst, dass ich auf der Arbeit schwach werde… aber mir fällt einfach nichts sicheres ein, was ich dort essen könnte. Habe schonmal überlegt, Gurke klein zu schneiden, mit Wasser und Kräutern anzumachen. Gurkensalat. Sieht doch dann gut aus. Aber… ist mir ja auch schon zu viel… Ich werde einfach sagen, dass ich zu Hause sehr gut zu Mittag gegessen habe, deswegen keinen Hunger habe. Vielleicht komme ich dann auch ohne blöde Blicke aus…
Doch ich mache es auch etwas von meinem Kreislauf abhängig. Ich bete drum, dass der mir keine Probleme macht, doch sonst muss ich zur Not,  zugunsten der Leistungsfähigkeit in den sauren Apfel beißen und irgendwas mir zuführen.
Aber ich weiß nix, womit es mir dann, in der Situation auch gut gehen würde…

Auch habe ich schon etwas Sorge vor der Therapie in 1,5Wochen. Mein Therapeut fragt ja dann immer, was mich in der Zeit nach der letzten Stunde denn beschäftigt hätte. Was soll ich da sagen? Mein Therapeut ist der Auffassung, dass derzeit alles sehr gut im Moment ist. So war es ja auch noch vor fünf Wochen…
Mein Essverhalten war vorher ja so stabil… es war alles gut, fühlte mich ja auch gut damit. Nur dass ich mehr und mehr und mehr zunahm. Diätversuche glitten immer wieder in einen Rückfall, doch konnte ich diese dann schnell erkennen und den Rückwärtsgang einlegen. Doch diesmal ist es ja anders…
Aber ich will auch gerade nichts daran ändern. Ich habe Angst davor. Es funktioniert ja gerade auch so gut. Ich will es im Moment nicht aufgeben. Aber ich habe Angst davor, meinem Therapeuten das zu sagen. Wie er reagiert.
Er ist immer unendlich toll. Immer wertschätzend, akzeptiert mich immer, egal was ich sage und welche Haltung ich zu etwas habe, immer darauf bedacht, dass es mir gut geht.
Beim letzten stärkeren Rückfall drohte er mir mit der Klinik, sagte, er mache sich Sorgen.
Ich will nicht, dass er sich wegen dem sorgt, wie ich aussehe, was ich sage oder mache. Ich will nicht, dass er wieder Essprotokolle sehen will, dass er in der Stunde wieder besorgt drüber brütet.
Doch wenn ich ihm etwas verschweige, merkt er es sofort. Zudem würde es dann zwischen uns stehen. Das ist ja auch nicht gut.
Ob ich ihm eine Mail schreiben soll, in dem ich es schonmal verbalisiere, frage ich mich. Es ist für mich immer ein sehr gutes Hilfmittel, um mich verständlich zu machen, um die Stunde thematisch schonmal vorzubereiten. Ist ja eigentlich auch für beide Seiten gut…
Aber dafür habe ich ja auch noch Zeit. Zeit, in der ich einfach hoffen kann, dass sich das Problem von alleine löst.
Aber naja. Das wird wahrscheinlich ein Traum bleiben. Zeit habe ich aber trotzdem ja…

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355.: […]

27. Juli 2014

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353.: Verzweiflung…

26. Juli 2014

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Den heutigen Tag hätte ich mir echt schenken können…
Nachdem ich hier geschrieben hatte, legte ich mich nochmal etwas schlafen, wachte so gegen 18Uhr wieder auf.
Habe nachgedacht. Dachte mal wieder über das Essen nach. Hatte den Tag über ca. 20kcal zu mir genommen. Also darf ich doch essen, oder? Darf ich mir doch etwas gönnen. Mir geht es danach besser, fühle mich vielleicht dann nicht mehr ganz so schlapp.
Ich sah mich in meinen Schränken um, denn ich wusste nicht, was ich essen wollte. Ich wusste nur, dass mein Appetit mich zu etwas süßem führte.
Kochte Pudding, habe die vier Portionen abgewogen abgefüllt. Ich genoss die 131kcal- Portion.
Bis dann er FA losging. Nachdem ich dann den zweiten Pudding gelöffelt habe, wurde eine Fressorgie draus… schaufelte alles, was greifbar war, in mich hinein, kochte Spaghetti, räumte meinen Vorratsschrank leer.
Es war nichtmal ein so wahnsinnig schlimmer FA. Doch konnte ich die fast 900kcal nicht aushalten. Ließ es mir wieder durch den Kopf gehen. Wieder auf die Waage. 1,5kg mehr als heute morgen.  Angst. Magen mehrmals durchgespült, doch war da nicht mehr. Gewicht blieb. Habe heute ja gut getrunken. Aber…
Angst, dass ich nicht schnell genug war. Orlistat drei Stück eingeworfen, auch wenn ich eigentlich froh war, dass die Nebenwirkungen gerade begannen, nachzulassen.
Aber bins wohl selber schuld…
Hab mir dann einen Liter Moviprep zusammengemixt, trinke es nun und warte auf dir Wirkung… geht dabei ja immer zügig, dementsprechend macht es keinen Zweck, vorher ins Bett zu gehen.
Aber habs ja nicht anders verdient, für so ein dummes Verhalten.
Es ist wie es ist, aber morgen ist ein neuer Tag…

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354.: […] Essstörung, hungern

26. Juli 2014

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352.: Angst…

26. Juli 2014

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Die Nacht war wieder recht anstrengend. Wieso muss, wenn die ES Oberhand gewinnt, mein Schlaf gleich wieder verkorkst sein? Lag ewig wach, fand keine angenehme Position. Bin dann Nachts auch häufig aufgewacht, sobald es länger als 10min war, ging ich nochmal eine rauchen.
Sollte es also doch besser nicht sein lassen, wie ich es eigentlich für morgen vorhatte… würde in der jetzigen Situation ja doch nichts bringen…
Bin nun seit 5Uhr wach. Weiß nichts mit mir anzufangen.
Ich habe Kopfschmerzen und bin unendlich müde. Toll, das mit dem Schlaf…
Heute morgen gleich als erstes auf die Waage, um sofort zu wissen, wie ich an den Tag gestimmt sein werde. Aufschieben nutzt ja auch nix, der Angst muss ich mich ja doch so oder so irgendwann stellen.
Etwas abgenommen. Für mein Gefühl zu wenig. Aber mein Gefühl sagt mir ja auch, dass ich viel zu viel im Moment esse. Wie sehr kann ich ihm also trauen?

Derzeit steht mein Mittagessen noch vor mir. Brühe. 16kcal. Habe ca. 1/5 nun gelöffelt. Sie schmeckt. Sie schmeckt zu gut. Muss für den Geschmack schon mehr Kalorien haben. Unsicherheit. Darf ich die Tasse leermachen? Werde ich mich damit dann noch gut fühlen? Oder war es doch zu viel? Es wird zu viel sein.
Und wenn ich sie mir ja aufspare, kann ich sie ja löffeln, wenn ich wirklich Hunger habe.
Freue mich schon auf heute Abend, da gibt es wieder ein Wassereis. 😍
Aber immerhin trinke ich ja schön brav ganz viel. Komme mittlerweile meist auf so 2-2,5l. Hatte sonst da ja auch immer Probleme mit, will es garnicht einreißen lassen…
Aber das wollte ich mit der ES ja vor kurzem auch noch nicht…

Heute hab ich dann auch mal wieder mit den Nahrungsergänzungsmitteln wieder angefangen.
Denn wenn ich in solchen Phasen kein Magnesium zu mir nehme, tun mir nach einer, höchstens zwei Wochen alle Muskeln weh.
Und Vitamin B12 Kur habe ich heute wieder begonnen. Wobei da Zucker drin ist, was mich unendlich ärgert… Aber ich erhoffe mir einfach, dass ich davon schön leistungsfähig bleibe und es mir Energie gibt.
Denn Coffeinum will ich wirklich die Finger weg von lassen. Schlimm genug, dass ich wieder mit Orlistat und Fatburnern begonnen habe. Denn Orlistat habe ich immer sehr extrem mit Nebenwirkungen zu kämpfen.
Aber ich weiß, würde ich wieder Coffeinum nehmen, würde ich nach und nach so sehr wieder die Dosis steigern, dass nichts mehr ginge… habe ich auch oft genug hinter mir…
Das verlockende daran ist halt, dass es eine intensive Wirkung hat, denn so viel Kaffee kann man kaum so schnell trinken, wie es zum wirken braucht. Es steigert dann die Leistungsfähigkeit und den Grundumsatz. Damit nehme ich richtig einfach ab.
Aber für einen echt hohen Preis. Den man mit so einem kranken Kopf irgendwann wieder bereit ist zu zahlen…

Um ehrlich zu sein habe ich jetzt schon Angst vor der kommenden Arbeitswoche. Ich muss 10Tage arbeiten. 10Tage, in denen ich nicht weiß, was ich in der Pause machen soll. Natürlich kann ich sagen, dass ich vorher schon zu Hause gegessen habe und deswegen keinen Hunger habe.
Doch bei der Arbeit muss ich doch Essen, ich muss da leistungsfähig bleiben…
Ich weiß nicht, wie ich diesen Zwiespalt lösen soll.
Denn im Spätdienst könnte ich zwar Gemüse essen. Doch das schon klingt in meinen Ohren gruselig…
Vom Frühdienst ganz zu schweigen. Brötchen? Aufschnitt? Müsli?
Ohne mich!

Vor zwei Wochen war es für mich alles kein Thema mehr… nun ist alles aber wieder so kompliziert…

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351.: Essen ist böse.

25. Juli 2014

Nun ist es also alles wieder so eingefahren…
Ich habe Angst vor dem Essen, fand es heute im Rede wieder wahnsinnig gruselig. Zu viel Auswahl, zu viel böses Essen. Böses Essen, bei dem die Energiedichte, die Kohlenhydrate oder das Fett den Rahmen sprengen.
Fragt sich nur, was der Rahmen ist.
Ich denke, dass eine Energiedichte von 0,0 in Ordnung ist. Dann bleibt aber nur Wasser.  Sonst war mittlerweile alles gut, was eine Energiedichte von unter 1 hatte. Also pro 100g/ml weniger als 100kcal.
Aber jetzt ist wieder alles anders…
Jetzt sitze ich wieder daheim und überlege mir so, was ich denn Essen könnte. Nichts fällt mir ein. Habe ich überhaupt Hunger? Also so richtigen? Muss ich wirklich Essen? Hab ich es mir denn überhaupt verdient? Natürlich nicht! Vielleicht sollte ich auch einfach vorher trinken und eine Rauchen. Rumoren im Magen ist weg. Hab ich doch gesagt. Kein Hunger. Also brauche ich ja auch nicht zu esswn. Sehr gut, wieder ein Problem weniger. Denn etwas essen, was im Rahmen ist, finde ich wieder schwerer als nichts zu essen.
Im Rewe habe ich nichts an guten Lebensmitteln gefunden, habe mir dann halt die Belohnungs-Wassereisstangen geholt, dazu Zigaretten. Sollte als Wocheneinkauf doch wohl reichen. Besser nichts im Haus haben, dann ist ein FA schwieriger…
Eben war ich dann auf dem Crosstrainer, zwar nur 30min, aber immerhin. Als ich dann in mein Handy die Aktivität eintragen wollte, sehe ich, dass die Eigenleben habende App kurzerhand für ein paar Schrittchen mir Kalorienverbrauch unterstellen wollte. Die tickt doch nicht richtig!
100kcal sind von den 30min Crosstrainer. Und die restlichen 358kcal kann ich nichtmal löschen! Der halt mir allen ernstes für alle drei Schritte eine Kalorie berechnet 😨

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Doch nach dem Crosstrainer habe ich mich dann mit einem Wassereis belohnt. Ich bin derzeit echt vernarrt in diese Stäbchen…
Somit hat sich für heute dann die Frage fürs erste nun beantwortet.
Doch nun denke ich schon an morgen. Was könnte es morgen sicheres geben.
Und wenn ich dann etwas esse, kann ich es dann bei der Portion belassen oder will ich dann mehr und mehr und mehr? So, wie es sonst auch immer war und an deren Ende ich mich noch sehr, sehr gut erinnern kann?

Mein ganzer Tag ist nun wieder wunderbar ausgefüllt. Lässt keinen Platz mehr für anderweitige Gedanken oder Aktivitäten. Die Essstörung hat sich nun also wieder gut in mein Leben eingelebt. Trotz der langandauernden Distanz vorher.
Woher es nun wieder kommt? Ich weiß es nicht.
Und ändern will ich es derzeit aber auch nicht…

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350.: […]

25. Juli 2014

„Es gibt keinen größeren Schmerz, als sich in der Not an die Zeit zu erinnern, in der wir glücklich waren.“
Dante

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349.: zu schnelles aufatmen…

24. Juli 2014

Am Montag bin ich aus meiner letzten Nacht gekommen. Ich strotzte nur so vor Wohlbefinden. Es war sogar so, dass ich das erste Mal wirklich, wirklich wusste, was dieses Wort bedeutet. Wohlbefinden, ein Wort für ein Gefühl, welches ich nicht anders in Worte fassen kann.
Doch nun? Nun sind vier Tage frei um. Es wäre genug Zeit, um etwas zu unternehmen.
Doch Montag habe ich den ganzen Tag verschlafen, Dienstag lag ich den halben Tag nur herum, War dann Abends etwas bei meiner Freundin, Mittwoch verschlief ich ebenso fast den ganzen Tag, habe dann aber endlich mal Schlaf- und Wohnzimmer aufgeräumt. Küche und Bad hatte ich aber dann auch wieder zu wenig Antrieb. Hatte auch Wäsche gewaschen, 30min auf dem Crosstrainer trainiert.
Und heute? Heute habe ich lange geschlafen, mich aufs Sofa gelegt, bis ich nochmal drei Stunden schlafen gegangen bin… und seit heute Nachmittag liege ich nun wieder auf dem Sofa herum. Natürlich kommen dann auch wieder Gedanken auf. Natürlich auch wieder die Negativen.
Sie reichen mal wieder von
‚Ist doch alles doof‘
zu
’nimm doch einfach irgendwelche Sedativa, dass du bis Montag morgen durchdenken kannst, dich um nix kümmern brauchst, die Zeit von selber vergeht und dir Arbeit wieder deinen Tag stukturiert‘
über
‚Kann doch wohl nicht sein, dass du mal wieder zu blöd dafür bist‘
und
‚Es wird doch sowieso nie stabil besser, wieso dem also nicht ein Ende setzten?‘
Es ist also wieder fern ab von Wohlbefinden. Wenn dieses Auf- und Ab nicht zwangsläufig schlechte Laune macht…

Auch macht mir das Thema der Ernährung derzeit wieder etwas Probleme.
Länger schon hatte ich keine Fressanfälle mehr… doch seitdem ich nun frei habe, läuft alles irgendwie aus dem Ruder.
Angefangen hat es eigentlich nur damit, dass ich in der Annahme, abgenommen zu haben, da mich manche darauf angesprochen haben, nach einem Monat mal wieder auf die Waage gestiegen bin und zugenommen habe. Es war zwar nicht viel. Doch waren es 200g… Jedes Gramm zu viel ist zu viel.
Also begann ich Anfang letzter Woche, wieder etwas an meiner Ernährung zu verändern, hier und da Komponenten auszutauschen, da etwas zu reduzieren… wie man es halt so macht, wenn man gesund und ausgewogen essen mag und dabei trotzdem Gewicht reduzieren will.
Ja, es beginnt immer sehr konstruktiv. Dann beginne ich, hier und da das Hungergefühl zu übergehen, weiter und weiter die Kalorienzufuhr zu reduzieren. Im Nachtdienst fand ich das sogar sehr, sehr einfach, da ich dann sowieso nie Hunger habe…
Und wie es immer so ist, nach fasten kommt ein FA, wieder Kalorienreduktion, wieder fasten. Habe auch mal wieder meine Pillen rausgekramt, habe auch wieder massiv mit den Nebenwirkungen zu kämpfen, wobei mir am meisten die Kopfschmerzen zu schaffen machen.

Der Hunger wird immer weniger, doch nimmt er leider jedes Mal Kraft,  Stimmung und Antrieb mit…
Zwar fühle ich mich wieder als Gewinnerin, wenn ich dieses rumoren in der Magengegend fühle, wenn ich Wirkung der Medikamente spüre.

Erst vor zwei Wochen habe ich meinen Kleiderschrank ausgemistet. 
Habe all die Hosen, für die ich zu fett geworden bin, in eine Tasche gepackt und in dem Keller gestellt. Wollte nicht mehr immer damit konfrontiert sein…

Aber ich habe keine Lust mehr, immer und immer fetter zu werden. Ich wünsche mir um ehrlich zu sein auch die akute Phase zurück. Ich war so stark, wurde bewundert, gefiel mir sogar selber. Nach einiger Zeit waren andere besorgt, ich sähe schlecht aus, ich wirkte auf andere krank, ich durfte sogar schwach sein.
Ich konnte alles, was ich nur wollte, tragen, ich war, obwohl ich schwach war, doch so stark. Es war so einfach! Es machte alles so viel einfacher. Der Fokus lag nicht mehr auf all den Problemen. Meine Wahrnehmungsfähigkeit wurde immer besser, mein Selbstwertgefühl stieg und stieg.

Natürlich rede ich es mir gerade irgendwie nur alles schön. Rede mir meinen jetzigen Rückfall schön. Rede mir die damit einhergehenden Gedanken hübsch.

Aber es ist dann immerhin etwas, was ich schön finden kann. Etwas, was gut ist. Ist doch schon was…

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348.: […]

20. Juli 2014

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347.: Auf dem aufsteigenden Ast

19. Juli 2014

Es ist, als wären die negativen Gedanken von vor zwei Wochen noch nie dagewesen. Es ist, als seie diese Frustration, diese sich anbahnende Resignation und Antriebslosigkeit nie dagewesen.
Ich bin wieder auf dem aufsteigenden Ast. Einem zarten, dünnen Ästchen, welches ganz viel Zuwendung  und Achtsamkeit benötigt. Einem Ästchen, das, wenn ich es wieder zu unsanft behandle, wieder brechen könnte.

Meine Stimmung gut gut. Ich bin ganz nah bei mir, ich selbst. Ich bin konstant seihr ausgeglichen, meine Frustrationstolleranz geht schier ins unendliche, ich gebe auf mich Acht. Ich stehe am Morgen gerne, mit Vorfreude auf den Tag, auf.

Diese Woche hatte ich bis einschließlich Donnerstag Spätdienst, nun habe ich Nachtdienst.
Die erste der drei Nächte ist um, trotz einem holprigen, chaotischen Start war es eine wunderbare Nacht. Sogar Zeit, alles aufzufüllen, hatte ich.
Hatte Besuch von einem Kollegen aus der Ambulanz, habe mit ihm eine Stunde geredet, Uno gespielt. Er ging dann schlafen, ich schrieb meine Berichte.  Es hat sehr wenig geklingelt, dementsprechend kam ich sehr gut mit der Arbeit vorran.
Das derzeitige Patientenklientel ist zum Großteil sehr angenehm, dankbar, wertschätzend. Die Arbeit macht dann mehr Spaß,  als wenn man sehr fordernde Patienten hat.
Im Spätdienst waren die Patienten in der Woche sehr knotterig, wahrscheinlich dem Wetter geschuldet. Habe beim Abendrundgang dünne Laken verteilt, hatte dementsprechend anscheinend viele Pluspunkte gesammelt.
Ich hoffe so sehr, dass die heutige und morgige Nacht auch so wird.
Zumal ich heute nur recht wenig Schlaf abbekommen habe. Drei Stunden und ich konnte es nicht mehr erwarten, mich in die Sonne zu verdrücken.
Die Sonne tut mir gut. Ob nun vor dem Spätdienst oder vor dem Nachtdienst: ich achtete immer darauf, mindestens eine halbe Stunde die warme Helligkeit in mich aufzunehmen.  Gestern habe ich mich drei Stunden in den Park gelegt, bin von dort aus arbeiten gegangen.
Und jetzt bin ich auch seit 11Uhr wieder in der Sonne.
Mit Picknickdecke, Sonnenmilch, Handy und Kopfhörern und Buch bewaffnet vertreibe ich mir hier im Bikini die Zeit.
Noch vor kurzem hätte ich nicht den Mut gehabt, mich einfach so in den Park zu legen. Da sieht einen ja jeder. Und im Bikini? Unvorstellbar! So wie ich aussehe.
Aber nun: ja und! Es tut mir gut. Ich fühle mich wohl. Wer nicht hinsehen will, soll weggucken.
Und in der Regel ist das alles eh nur in meinem Kopf 😉
Gleicht werde ich mich leider aber leider mal auf den Rückweg nach Hause machen müssen. Duschen und gucken, dass ich noch zwei Stunden schlaf bekomme, da sonst die Nacht anstrengend werden könnte.
Aber ich könnte gerade ewig in der Sonne bleiben…

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346.: […]

19. Juli 2014

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345.: Frustrierende Stagnation…

14. Juli 2014

Heute hatte ich einen Termin bei meiner Neurologin. Blutabnahme und Gespräch. Sie fragte, wie es mir ginge. Super, alles toll, keine Absetzreaktionen, keine Schlafstörungen,  keine Probleme. Könnten es ja dann ganz absetzen. Ähm… hab ich vor zwei Wochen schon. Ich weiß, dass meinr Neurologin, so wie alle Ärzte, es halt nicht mag, wenn der Patient einfach mal selber was macht. Patienten haben da keine Ahnung von, kennen nicht die Risiken ect.
Ich kenne diese, meine Neurologin kennt mich nun schon lange, dementsprechend sah sie mich nur einen Moment länger als sonst an und notierte es.
Im Termin im September könnten wir ja dann mal schauen, ob wir an das Venlafaxin rangehen könnten. Ganz, ganz langsam, wir haben ja Zeit, sagte sie, als ich nach dem Wort September meine Kinnlade am Boden wiederentdecken zu versuchte.
Ich glaube, mein „ja aber bis zum Winter wollt ich das alles weg haben, da Winter, kalt, dunkel, bäh, schlechtere Stimmung“-Gejammer hat es nicht wirklich besser gemacht. Sie sagte dann nämlich, dass ich ja im September vielleicht laaaaangsam eine Stufe niedriger gehe, dann den Rest im Januar ausschleiche. Verflucht!
Vielleicht hat sie wirklich recht, dass ich es einfach nur zu verbissen loswerden will, dass ich mich überschätze, dass reduzieren derzeit nicht gut wäre, es zu schnell wäre, zu riskant.
Als Absetzreaktion wieder depressiv zu werden, ggf. wieder in die Klinik zu müssen bringt mir ja nichts… also in den sauren Apfel beißen.
Habe mich danach wieder ins Bett gelegt. Nichtmal, weil ich besonders müde war, sondern weil meine Augen wieder so brennen. Eigentlich wieder nur das rechte. Aber meine letzte Konjunktivitis ist doch erst zwei Wochen her… das fehlt mir jetzt, wo ich gerade so gerne und viel lese, nun auch noch…
Aber ich schmier mir dann gleich die Salbe wieder ins Auge, dann ist morgen wieder alles tiptop.
Arbeit war okay. Obwohl wir nur 22Patienten haben. Aber wenn ich Innendienst habe, ist es irgendwie immer nur zwischen ‚absoluter Alptraum‘ und ‚okay‘. Gut, ruhig ect. gibt es bei mir im Innendienst nie. Ich werde da zur totalen Shoppingqueen. Je älter und multimorbider, desto besser.
Meistens dement mit v.a. Commotio, Schenkelhals- oder Humerusfraktur. Mein letzter Einkauf war eine durchgängige Patientin mit Humeruskopf, die abwechselnd nach der Polizei, nach Hilfe und ihrer Tochter rief. Schrie. Es war eigentlich eine Zumutung, die Zimmer daneben zu belegen. Denn selbst beim Feierabend hörte man sie noch am Eingang. und das, egal um welche Uhrzeit. ..
Heute war es dann eine ältere Dame mit Schulterlux und Humeruskopffraktur. Meine Kollegen waren so begeitert, dass sie mich am liebsten umarmt hätten. Am Hals. Mit den Händen. Ganz feste. Besonders, als sie hörten, dass die gute Dame 85 Jahre alt ist. Ich glaube, sie erinnerten sich noch zu gut an das letzte mal, oder davor die male…
Mir wurde ja auch schon vom Frühdienst angedroht, dass ich was erleben könnte, wenn ich jemanden aufnehme, der eine höhere Pflegestufe aus die eins hat.
Aber ich hatte den Kollegen ja angeboten, das Telefon in ihre Obhut zu nehmen. Aber nein, wollten se nich. Also sollen sie sich dann nicht über mehr Pflege beschweren. Fitte Bandscheibe kann ja jeder. Aber demente Menschen,  die Nachts im Sommer mit einer Hypothermie aufgenommen werden, weil sie auf dem Asphalt im Nachthemd ihr Bett suchten und ähnliche, da bin ich dann für bekannt.
Aber wir hatten Glück. Die Patientin hat erstmal anscheinend jede Funktionsabteilung des Hauses mitgenommen, ist dann in den OP und ab auf die Intensiv. Zumindest war es so geplant, als ich Feierabend hatte, war die gute gerade im OP angekommen.
Aber sonst war heute ein sehr typischer Montag. Alles geht drunter und drüber, hier müssen noch sofort Untersuchungen laufen, da feht aber noch was.
Dann ist man bis halb vier erstmal grob durch, hat das Chaos so gerade bezwungen, sodass zuhe einkehren könnte und *bäm*, da sind die Ärzte aus der Besprechung raus, schon wird alles wieder komplett über den Haufen geworfen. Also arbeitet man bis 18Uhr wieder das aus, was der Tornado der Ärzteschaft innerhalb 30min hinterlassen hat. Aber da haben die ja immerhin Feierabend, nur die fleißigen Entlassbriefeschreiber haben sich die Kurven unter den Nagel gerissen, ordnen aber nichts mehr an.
Dank einer anderen Neuaufnahme, dir dann um 19Uhr kam, hab ich die Arbeit nur geradeso geschafft. Mal sehen, was ich morgen höre, was ich heute wieder alles vergessen habe…
Aber 22Patienten können ja nicht so viel arbeit machen… dass meine beiden Kolleginnen die ganze Zeit nur gerannt sind, dass ich nicht Hände und Ohren genug hatte, wird mirgen niemand verstehen.
aber morgen ist ein neuer Tag, vielleicht wird es ja dann ruhiger. Bekommen recht unkomplizierte geplante Neuaufnahmen, mal schauen.

Aber jetzt erstmal mit Buch ins Bett. Bin echt erschöpft. Freue mich aber schon auf meine Nachtdienste, wenn wir weiter so wenige Patienten haben! Auch wenn wir ein paar etwas arg desorientierte, skurrile Herschaften daruter haben… 

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344.: […]

13. Juli 2014

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343.: Allows the voices in…

12. Juli 2014

Wieder einmal ist es länger her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe.
Diese Woche hätte es wieder recht viel gegeben, worüber ich hätte schreiben können. Über Lethargie, Selbstzweifel, Versagensängsten, Antriebslosigkeit und dergleichen.
Ich brauche keine Wettervorhersagen. Ich brauche nur meinen Dienstplan, um zu wissen, wie ungefähr das Wetter werden würde. So auch jetzt wieder. In meiner Spätdienstwoche heiß, sonnig, traumhaft schön. Ab Sonntag,  seitdem ich Frühdienst habe, kalt, grottig schlechtes Wetter. Von der Niederschlagsrate und dem feeling her kann es gut mit dem Oktober mithalten. Mittwoch hatte ich frei, es gab nicht eine Minute, in der es nicht regnete.
Die Sonne fehlt mir. Ich spüre es sofort an meiner Stimmung. Ich bin müder,  nachdenklicher, womit natürlich irgendwann auch recht negative Gedanken kommen…
Da man bei Platzregen nicht so wahnsinnig viel machen kann und ich nicht immer bei meiner besten Freundin sein kann, gammel ich dann zwischen Sofa und Bett hin-und her.
Ich habe nun überlegt, dass ich mir eine Lichttherapie-Lampe mit 10.000 Lux kaufen mag. Hatte es eigentlich für den Herbst vorgesehen, doch da er anscheinend schon jetzt da ist, beschäftige ich mich nun schonmal intensiver mit dem Gedanken.  Denn ich merke immer, dass wenn die Sonne nicht scheint, ich niedergeschlagener bin. Vielleicht kann ich dann mit einer halben Stunde Sonne dem ja auch entgegenwirken…
Mir kommen jetzt auch zweifel, ob es so eine richtige Idee ist, die Medikamente weiter zu reduzieren. Bisher ging es ja wirklich gut. Das Valdoxan ist nun ab und ich merke keinerlei Unterschied. Aber wenn ich nun in dieser Stimmung an das Venla gehe?
Nächste Woche habe ich ja wieder einen Termin bei meiner Neurologin, wollte da ja weiter reduzieren.
Vielleicht will ich es auch zu sehr? Vielleicht mache ich mir zu viel Druck?
Vielleicht interpretiere ich aber auch viel zu viel in diese jetztige Erschöpfung? Es war der erste 12-Tage Block nach meinem Urlaub, mittendrin nur einen Tag frei, der mir ja nie wirklich was bringt.
Bin auf jeden Fall unendlich froh, nun das Wochenende frei zu haben. Habe mich gestern nach der Arbeit schlafen gelegt, Britta kam dann um 5, habe danach weitergeschlafen, bis heute morgen 4:20Uhr der wecker klingelte, habe ihn ausgemacht und bis 10:30Uhr weitergeschlafen. Nun bin ich ausgeschlafen, jedoch durch dieses graue, öde Wetter noch immer nicht so enthusiastisch,  wie ich es nun den Sommer von mir gewöhnt war. Habe aber immerhin mein Festnetztelefon repariert, sollte nun aber aufräumen und spülen, wozu ich mich wieder nicht aufraffen kann. Zudem muss ich ganz dringend mal Wäsche waschen. Habe mal wieder vier Maschinen…
heute Nachmittag kommt eine Arbeitskollegin und Freundin, mit der ich im Kino „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ gucken wollte. Hach, ich werde wahrscheinlich wieder Rotz-und-Wasser heulen…
Bis dahin will ich aber immerhin aufgeräumt haben. Sind ja noch drei Stunden. Fühle mich ja dann zu Hause auch deutlich wohler…

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342.: […]

5. Juli 2014

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341.: Arbeit, Arbeit, Arbeit…

4. Juli 2014

Meine erste Woche arbeiten nach dem Urlaub. Und schon fühle ich mich wieder Urlaubsreif. Oder reif für frei. Doch habe ich meinen nächsten freien Tag am Mittwoch. Viel zu weit noch weg. Besonders, da ich ab Sonntag frühdienst habe und um 4:30Uhr aufstehen darf. Doch andererseits habe ich dann auch mal wieder was vom Leben,  wenn ich nicht gerade die Nachmittage verschlafe, wie es manchmal der Fall ist.
Heute ist der erste Tag, an dem ich morgens mal nichts machen muss.
Montag war der Wocheneinkauf dran, da ich ja erst um 21:30Uhr musste ich also morgens los. Dienstag habe ich Regale für die Abstellkammer und den Keller gekauft, sie vor und nach der Arbeit aufgebaut und eingeräumt. Mittwoch musste ich in der Stadt einige Besorgungen machen, gestern war ich morgens beim Friseur.
Ich habe meist das Haus um 9Uhr verlassen und war erst wieder 21:30zu Hause. Schlacht schon ziemlich, besonders da es heiß ist und auf der Arbeit recht stressig.
Aber immerhin hab ich die Erledigungen für diese Woche alle geschafft, dann kann ich mich heute vor der Arbeit mal entspannen 🙂
Zur Stadtwerke wollte ich eigentlich noch, doch das hat Zeit und kann ich auch nächste Woche nach der Arbeit machen.
Habe gerade schon gesaugt und aufgeräumt, müsste eigentlich noch spülen. Gerade ist mein Sekretär gekommen, wollte ihn eigentlich aufbauen, kann sowas ja nie erwarten, doch muss ich dann eine Ecke im Wohnzimmer umräumen. Das kollidiert wieder mit dem ‚vor der Arbeit entspannen‘-Plan…
Heute Abend wird es zum einen zu laut sein, zum anderen bin ich nach der Arbeit derzeit so platt, dass ich mir gleich einen Platz in der waagerechten suchen mag.
Aber heute ist Freitag. Freitage werden fast immer ruhiger. Keine für den nächsten Tag geplanten OPs, viele Patienten morgens entlassen,  wenige OPs. Wir haben eigentlich sogar nur eine. Wenn nicht in der Nacht oder am morgen nochwas dazugekommen ist…
Habe eigentlich überlegt, meine Arbeitssachen und mein Buch zu nehmen, eine Stunde früher den zug richtung arbeit zu nehmen und mich in den Park, in die Sonne zu setzen und zu lesen. Doch erscheint es mir irgendwie als zu anstrengend, zu viel Aufwand für ein bisschen Sonne. Also werde ich eine halbe Stunde eher zur Bahn gehen, mich da in die Sonne setzen und ein Buch lesen. Habe mir dann die aus- und einsteigerei erspart.
Mal sehen, was der Tag so bringt.

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340.: in leiser Hoffnung…

3. Juli 2014

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…dass irgendwann alles gut werden wird.

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339.: …von Besserwisserischen Patienten und meiner Schadenfreude

3. Juli 2014

Heute hatten wir im Spätdienst recht viele OPs zu versorgen, die nach und nach ausgeschleust werden konnten.
Derzeit habe ich das Gefühl, dass die Patienten, die sowieso einen Großteil ihres Hirnes anscheinend bei der Aufnahme an der Pforte abgegeben haben, den Rest dessen bei dem warmen Wetter haben verbrutzeln lassen.
Anders kann ich mir das Patientenklientel derzeit nicht erklären.
Menschen,  die vor Tagen ein neues Knie/Hüfte bekommen haben, mit Unterarmgehstützen quer durchs Haus gewetzt sind, nur um rauchen gehen zu können, sich ins Bett legen und für die Bettpfanne klingeln, gibt es ja immer.
Jedoch bin ich jemand, der kaum eine Ausrede durchgehen lässt, vielleicht weil gerade OP-Tag oder Kreislaufinstabilität, jedoch sicher keine Faulheit.
Ich bin es auch mittlerweile gewohnt, ganz böse angefunkelt zu werden, wenn ich, statt den schweren Beinen ins Bettchen zu helfen dem Patienten Hinweise gebe, wie er es selber schafft. Faul sind wir Krankenschwestern, die wir uns überflüssig machen, indem die Patienten lernen, nach und nach selbstständig zurechtzukommen. Sie nehmen nicht wahr, dass es eine operative Station ist, auf der sie nicht lange bleiben werden. Meist geht es dann nach Hause. Oder in die Reha. Bei ersterem Tag und Nacht jemanden zu haben, der einen auf Toilette bringt, einen an-und auszieht oder die schweren Beinchen ins Bett trägt, stelle ich mir eher schwierig vor.
Vielleicht hilft ja eine Freundschatsanfrage bei Facebook an die schwestern, deren Namen man auf dem Schild erhaschen konnte.
Ich schmunzel da sehr, habe meine Lehre draus gezogen und meinen Namen geändert. Wer mich so noch findet, hat einen sehr ähnlichen Freundeskreis,  hat viel zu viel Zeit oder ist einfach unheimlich gruselig. Häufig auch in der Kombination der letzten beiden.
Patienten sind nicht meine Freunde. Nichtmal meine Bekannten. Keine Menschen,  die in mein Privatleben Eintritt erhalten. Neeeneee.

Aber eine Dame hat heute wieder für imense Schadenfreude meinerseits gesorgt.
Ich weiß, dass ich nur eine kleine Krankenschwester bin. Habe eigentlich nichts zu sagen. Weiß in den Augen der Patienten auch nichts. Darf Popos abwischen und Füße eincremen. Von manch einem wird einem aber mehr Kompetenz dann auch nicht zugesprochen.
So auch bei dieser Dame.
30Minuten vor dem Abendessen ist sie aus dem Aufwachraum wiedergekommen. Gröhlte mich an, dass sie ja den ganzen Tag nicht gegessen habe. Ich weiß. Und nein, ich habe ihr essen nicht vor ihren Augen in den Müll gekippt, habe ihr nur gesagt, dass sie noch etwas ausschlafen solle, sie sehr müde noch aussehe und sie es erstmal mit dem Trinken versuchen solle. Wenn sie das erbrechen würde, wäre es weniger unangenehm (und komplikationsloser). Sie könne, wenn alles gut seie, aber später essen.
Sie seie selber Krankenschwester, lasse sich mal von mir garnichts sagen, was ich mir einbilden würde.
Okay, dann kriegt sie es, wird dann halt dokumentiert.
Die kingelte nach dem essen mehrfach. Nach ihrem. Wir hatten noch nicht zuende verteilt, sie klingelte. Wir saßen selber, sie klingelte.
Sie wolle nun sofort umgezogen werden, das geht ja mal garnicht. Sie müsse runtergehen, eine rauchen.
Leider hat die Frau einen Gilchrist an, hat halt die schulter gemacht bekommen und kommt dementsprechend damit nicht selbst zurecht.
Wir alle sagten ihr, dass es dauert, sagten ihr in Nett, dass sie sich nach uns zu richten hat.
Ich bin dann irgendwann auch rein. Mit einem Mördervergnügen zerrte ich sie aus dem bett, Pulte sie in ein T-Shirt. Jedoch war die noch so abgeschossen, dass ihr die Lust auf die Zigarette durch die schmerzen noch nicht verging.
Beim ersten schritt nach vorne seegelte sie schon fast durch die wand. Ich sagte nur ‚hab ichs nicht gesagt‘ als sie wie eine furie im Zickzackgang versuchte, auf mich zuzukommen, sie seie ja nur gestolpert, das seie nicht von der Narkose.
Jaja…
Ich sagte ihrem mann, dass er ein Auge drauf halten soll, dass sie aber alt genug ist, selbst zu entdcheiden.
Als ich gerade bei ihr dokumentierte, sah ich, was sie als Beruf angegeben hat. Arbeitssuchend. Welche Pflegekraft ihr heutzutage arbeitssuchend? …erklärt schonmal einiges zur Qualifikation. 
Der Ehemann von ihr kam dann auch noch vorbei, sich verabschieden. Und sich für seie Frau groß und breit entschuldigen. Und sagte, dass sie erbrochen hatte.
Oooooh. Was mir das aber leid tut. Wie unvorhersehbar das aber auch war.
Diese Frau wird daraus zwar nicht lernen, für den Rest des Abends war sie aber dann kleinlaut. Und wenn ich sie sah, hatte ich immer ein grinsen auf den Lippen.

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338.: was für eine Woche…

28. Juni 2014

Es war meine letzte Urlaubswoche. Ab Montag muss ich dann wieder arbeiten… sind die drei Wochen auch wieder um.
Aber diese Woche war so die produktivste. Ich war echt selten zu Hause.
Am Sonntag war ich mit Christina, einer Arbeitskollegin, unterwegs. Erst haben wir eine ca. 20km-Radtour gemacht, danach waren wir noch in einem Eiscafe und haben geredet. Sie ist mir zum Glück wirklich nicht mehr wegen der Aktion am Badesee böse.
Montag muss ich aber mal zum Fahrradhändler, meinen Reifen machen lassen. Anscheinend ist er kaputt. Zumindest ist er immer platt. Recht anstrengend so…

Am Montag morgen bin ich dann früh morgens gleich zur Stadt. Da ich keine Lust hatte, wieder wegen eines Dermatologentermines den ganzen Tag am Telefon zu verbringen, ging ich dort zu allererst vorbei. Ende September einen Termin. Ätzend, doch nicht ganz so schlimm wie bei den anderen, die im Oktober mit ihren Terminen waren.
Um 8:30Uhr war ich dann bei den Stadtwerken. Noch eine halbe Stunde bis die öffnen. Doch weder war ich die einzige, die mit ihrer Abrechnung unzufrieden war, noch die einzige, die auf die Idee kam, früh da zu sein, um als eine der ersten raus zu sein. Verdammt.
Also standen wir in einer Menschentraube gedrängt vor der Türe, bis sie sich öffnete.
Ich erhielt dann die Nummer acht und ergatterte noch einen Sitzplatz. Wunderbar. Hab mich dann erstmal wieder in mein Buch vertieft. Nach 30min warten war ich dann 2Stunden mit der Beraterin beschäftigt. Oder sie mit mir. Mal wieder war mein Geld auf einem falschen Zähler gelandet. Statt 250€ nachzuzahlen bekommme ich nun 100€ wieder.  Hat sich das doch gelohnt. Hatte auch nur ein paar mal die Drohung auf den Lippen zu wechseln. Aber die Dame konnt ja nix dafür. Die saß da ja auch mit offenem Mund, wusste nicht wie das sein konnte. Bei ihr war ich auch schon im Oktober mit den selben Problemen.
Aber nun habe ich meinen Dauerauftrag gekündigt, auf dass es mit der Einzugsermächtigung besser klappt… zudem habe ich auch noch meinen Vertrag geändert, der dann auch noch günstiger ist (:
Nachdem ich dann auch einkaufen war, habe ich zu Hause mich mal an den Papierkram gesetzt. Ich hatte immer nur einen Haufen, der alles querbeet beinhaltete. Natürlich habe ich so absolut keinen Überblick gehabt. In diesem Stapel habe ich sogar noch ungeöffnete Briefe aus Phasen, in denen die Depressionen stark waren, gefunden.
Habe mehrere Ordner aus dem Keller geholt,  alle beschriftet, die Papiere auf dem Boden verstreut und sortiert. Vier Stunden später war der Hauptteil entweder abgeheftet oder weggeworfen. Da ich mich dann nicht mehr konzentrieren konnte und meine Freundin nun Feierabend hatte, vertagte ich den Rest auf heute. Habe es eben nochmal zwei Stunden weitergemacht. Wahnsinn, was man da so für Erinnerungen findet…
Habe mich die ganze Woche nach Brittas Feierabend mit ihr getroffen. Meist habrn wir bis 22Uhr zusammengesessen. Nächste Woche, meine Spätdienstwoche, werde ich das wahrscheinlich wieder am meisten vermissen.

Seit Montag nehme ich das Valdoxan nicht mehr. Es wurde ja vor über einem Monat auf 25mg reduziert, nun habe ich es selbst abgesetzt.
Mittwoch sagte ich meinem Therapeuten, dass das Valdoxan nun ab seie und ich nur noch 225mg Venla nehme. Dass ich es eigenmächtig gemacht habe, unterschlug ich. Doch bis Ende August warten, bis es abgesetzt wird, ist mir viel zu lang. Denn bis zum Herbst will ich auch das Venlafaxin zuende ausgeschlichen haben. Im Herbst/Winter wird es sicher wieder schwieriger…
Und die Neurologin wird das auch verstehen. 
Ich kenne mich damit ja immerhin auch aus.
Am Mittwoch sah mein Therapeut das erste Mal meine Frisur. Er schien davon sehr angetan zu sein.
Sonst redeten wir viel über meine Schwester. Er fand es sehr interessant, dass es mich wütend macht, wie sie von meiner Schwester behandelt wurde, mich aber sonst nie irgendwas bezüglich meiner Mutter wütend macht. Es seie ja schonmal ein Anfang. Wie sich das Gefühl denn anfühle? Ich find es recht überflüssig aber anders als früher darf dieses Gefühl nun sein.
Dann redeten wir noch über die Auseinandersetzung mit dem Kollegen, der uns aus dem Spätdienst vor ca. sechs Wochen vor dem Frühdienst so beleidigt und verleumdet hat. Nein, da ist bisher noch kein Gespräch wegen gelaufen…
Dann redeten wir noch über das Verhalten meiner Schwester. Wie sie eigentlich sofort ablehnend wird, wenn man auch nur einen Hauch einer Kritik hat. Wie impulsiv sie wird, auch wenn es objektiv dafür keinen Grund gibt…
Dass ich mich nun ganz zurückhalte, da ich sonst halt „die Böse“ bin, dass ich die Rolle gerne dem Jugendamt überlasse und froh bin, dass es nun aktiv wird. Denn so kann kein Baby gesund aufwachsen. Auch wenn es alles hat, muss auch die Interaktion, das soziale passen. Meine Schwester schirmt ihn ja jetzt schon von jedem ab, er soll ja nur sie lieben. 
Ich denke, dass ich mit der Zurückhaltung und Abgrenzung die besten Karten habe.
Auch wenn mir das, was meine Schwester gerade durchlebt, für sie wirklich sehr leid tut. Denn vor drei Jahren ging es mir da sehr ähnlich, als nach und nach die Fassade bröckelte und dir Depressionen stärker wurden.
Doch sie muss ihre eigenen Erfahrungen machen. Sie muss erstmal selber einsehen, dass sie Hilfe braucht, denn sonst kann kein Mensch ihr irgendwie helfen.
Da wir nach einer halben Stunde mit der Stunde schon soweit fertig waren und beide keine Themen mehr hatten (bzw. Ich das Thema der ES nicht für 20min noch ansprechen wollte, auch wenn es an mir nagt), redeten wir halt über Fußball, gingen danach eine rauchen.
Ich erzählte ihm noch von den Geschenk meiner Mutter, der Psoriasis, doch dass ich es recht locker nehme. Es ist jetzt nunmal halt so, war Mittwoch morgen noch bei meiner Hausärztin, werde bis September nun halt Cortison draufschmieren und dann abwarten…
War wirklich schön, ihn nochmal wiederzusehen.

Gestern ist Britta für das Wochenende weggefahren. Ich hab nun ihren Hund zu Gast.
Gestern Abend tat er mir dann schon so leid, dass er mit aufs Sofa durfte. Zuerst habe ich ihn ins Schlafzimmer gezwungen, vor dem er bis dato richtig Angst hatte und dann hatte es auch noch angefangen zu Gewittern. Der arme Kerl hatte keinen so guten Tag 😛
Dann hat der die ganze Nacht im Bett geschlafen. Ich find, in der ersten Nacht darf das mal so sein.
Heute beib ich streng, da er sonst nach dem Wochenende denkt, dass er der Boss ist, dann bekomme ich Ärger mit Britta.
Eben dann Papierkram gemacht, Schlafzimmer und Wohnzimmer aufgeräumt. Nun müsste ich eigentlich noch die Küche machen… 
Doch irgendwie verließ mich nun die Lust.
Joggen klappt auch nicht, draußen gewittert es und regnet wie aus Eimern… Schade, denn der Hund hätte da richtig Spaß dran gehabt. Aber dann gehen wir nachher halt Ballwerfen…

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337.: […]

22. Juni 2014

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336.: in Aktion.

20. Juni 2014

Heute morgen, 7Uhr, mein leichter Schlaf derzeit ist echt anstrengend.:
Wache von einem Geräusch auf. Dachte, vor dem Haus fährt ein LKw. Drehe mich nochmal um, schlafe dann vielleich t sofort wieder ein.
Verdammt. Dieser LKW fährt nun direkt über mein Ohr und wummert vibrierend in meinem Kopf. Mache die Augen genervt auf. Oh, der LKW war mein vibrierendes Handy.
Als ich rangehen wollte, hat es mit seinem Spektakel jedoch gerade aufgehört.
Egal. Wenn es wichtig sein sollte, wird der/die/das sich schon nochmal melden. Später. Zu einer netteren Zeit. Im Urlaub finde ich 7Uhr nähmlich ganz, ganz unnett. Eher 9, 10Uhr. Da bin ich ansprechbar. Aber doch nicht 7!!! Uhr.
Gerade halb eingedöst, fährt wieder ein LKW durch mein Bett. Ich sollte mein Handy ganz lautlos stellen, solange ich nicht die Schlaftiefe zurückerobert habe, die mich vier laute Wecker überhören lässt und ausschließlich meine Nachbarn weckt (ja, ist mir schon passiert. Häufiger.), Vibration ist ja wohl mieser als ein Klingelton.
Whatsapp. Peter, mein Schwager: Bist du wach?
Ich schrieb: jetzt schon.
Was soll ich da auch anderes schreiben.
Ich wartete auf seine Antwort. Er schrieb, ich solle ans Telefon gehen. Ich erklärte ihm oben erwähntes. Knapper jedoch. Für so viel Tipperei war im Blutkreislauf noch nicht genügend Koffein geschweige denn Nikotin, dem ich sowieso wieder seit Tagen abschwören wollte. Eigentlich.
Ich wartete zwei Minuten, starrte gebannt mein Handy an. Ja, dann ruf doch nochmal an, schrieb ich ihm.
Achso, er wartete die Einladung ab, rief dann aber prompt an.
Er muss irgendwas machen. Ob ich Fynn nehmen könne. Klar, sogar gerne.
Mein Neffe ich für seine 10Monate echt ein cooler Kerl, kriegt jede Frau um den Finger gewickelt. Auch mich.
Also zog ich mich schnell an, stopfte mir kaugummi in den Mund (Grundpflegerisches gedöhne kann ich auch machen, wenn er da ist und schläft. Kaffee aufsetzen, Wohnbereich wieder Kindersicher machen (Alles bis auf Hüfthöhe, was er weder essen noch werfen soll, außer Reichweite stellen). Kaffee fertig. Schnell dabei noch eine Rauchen. Die Packung muss nun ja eh wieder leer werden. Sollen wieder die letzten sein.
Gerade das Feuerzeug an, klingelt es. Fuck. Dann nicht…
Fynn war da. Er zahnt anscheinend wieder. Findet er immer recht uncool. Sein Umfeld, also nun ich, auch.
Also ablekungsarbeit leisten.
Das tat auch der Kaffee, den ich aus Versehen, aus Routine auf den Wohnzimmertisch gestellt habe, auch. Sofort wurde hingerobt, sich am Tisch hochgerissen und am Tisch entlang zur Tasse gerannt. Ich war schneller. Kippte ihn lieber dann doch ganz schnell in mich hinein.
Irgendwann, er war schon zwei Stunden da, begann er, zufriedener zu werden, man musste ihm nicht mehr das spielen aufdrängen.
Innerhalb dieser Zeit hat sich mein Zimmerboden in ein Kuscheltiere-Flummys-Bälle-Chaos entwickelt. Aber es nutzte immerhin.
Fynn begann sich selbst zu beschäftigen, sodass ich die Spuren seines Essens überall beseitigen konnte. Sobald er nicht mehr wirklich Hunger hat, sieht er essen anscheinend als Spielzeug. Draufrumlutschen- Rausnehmen, angucken, hälfte in den Mund nehmen- andere in beide Hände verschmieren- Alles erreichbare anfassen und gut einmassieren- mich angucken, Zunge rausstrecken, durchpusten, sodass ich in dem Falle von Sabber-Laugenbrezelgemisch getroffen wurde. Ob das eine Taktik ist. Will er mich k.o. kriegen? 😀
Langsam wurde ich wieder müde. Beobachtete ihn, wie er sich so selbst beschäftigte. Wir hörten Musik.  Bei jedem Lied, welches ihm gefiel bewegte er entweder den Arm auf und ab oder tanzte, also im stehen sitzen oder knien wurde der Popo vor und zurück, hin- und herbewegt. Echt herrlich!
Aber irgendwann wurde ihm das zu langweilig. Ich hoffte, dass er mal k.o. wurde, wenn ich es war. War aber bisher auch nie der Fall.
Und nun wollte er Action. Er wollte bespaßt werden. Sobald ich mich aus drm Spiel heimlich verkrümeln wollte, weil er sich auch so schön selbst beschäftigte, begann er zu weinen, wenn ich nicht schon auf den Blick reagierte. Okay Fynn, du hast die Hosen an.
Doch irgendwann spürte ich Schwäche.  Die Augen rot, er rieb sie die ganze Zeit durchs gesicht, besonders die Augen.  Der Kerl wird endlich mal müde.
Also Fläschen geben. Wollte er nicht. Er wollte weiter jagen. Wen oder was auch immer. Ich denke, mich…
Also anders. Die beste Methode.
Spatzieren fahren. Hinlegen und anschnallen fand er sehr sehr uncool. Aber naja, irgendwann ließ er es zu. Fünf Minuten Spazierenfahren, der Kerl schlief ne Stunde. Wunderbar. Da ist sogar er machtlos gehen.
Irgendwann lieferte ich ihn dann bei Papa wieder ab.
Meine Schwester war superschlecht gelaunt, zickte die ganze Zeit herum, ich blieb also nicht lange.
Danach kam dann Britta von der Arbeit zu mir, wir fuhren einkaufen, danach haben wir für sie für morgen einen Erdbeerkuchen gebacken, hab ihr danach bei Papierkram noch geholfen. Haben auch zwei Sekt getrunken 🙂
Aber da sie morgen früh aufstehen muss, bin ich dann um 21:30Uhr auch heim. Bin ja auch selbst tödmüde.

Habe dann auch noch einen Brief von der Stadtwerke erhalten. Jahresabrechnung.
Ich solle angeblich nur 850€ bezahlt haben, soll 250 nachzahlen.
Erstmal ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Doch dann erinnerte ich mich an Oktober. Da hab ich doch auch noch 350gezahlt und ich sollte nicht hochgestuft werden. Bin ich jetzt auch nicht.
Ich zahlte jeden Monat schon mehr als Veranschlagt war. Und mein Verbrauch an Stom war Konstant, der an Gaß sogar abgefallen ( wen wundert das auch bei dem Gaßzahlungsfreundlichen Winter? ). Abschlag ist immernoch der selbe. WTF? Kann doch garnicht sein.
Also einmal rechnen. 12×100 sind schon 1200. Habe ich schonmal den Jahrespreis raus. Ha. Und dann noch die 350Nschzahlung von Oktober.
Insgesamt müsste ich also laut meiner rechnung 400€ wiederbekommen statt dass die 240von mir bekommen.
Zu schade, dass ich den Brief zu spät heute gesehen habe, die hätte ich heute schon in der Luft zerfetzt. Aber so muss das bis Montag morgen warten.
Nun erstmal schlafen, bin echt im Eimer.

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335.: so lala…

19. Juni 2014

Heute habe ich eigentlich nichts gemacht. Habe die letzten beiden Nächte sehr schlecht geschlafen. Teils einfach unruhig, teils Alpträume. Aber nicht die bekannten. Anders irgendwie. Weiß es nicht recht einzuordnen. Mache mir aber wegen zweier Tage auch keinen Kopf.
Aber dementsprechend gerädert war ich dann heute ja auch. Habe mich zudem gezwungen, heute über Tag auch wirklich wach zu bleiben, was mir ja dann auch schon recht schwer fiel…
Habe auch den ganzen Tag nur auf dem Sofa verbracht. Habe durchs Fernsehprogramm gezappt, gegessen, Tee getrunken, am Handy herumgespielt. Und mir doch wieder Kippen gekauft. Unnötigerweile. Seit Sonntag versuche ich ja nun auch aufzuhören. Habe aber an fast jedem Tag trotzdem mindestens eine geraucht. Und nun auch wieder eigene? Kann ja nur nach Hinten losgehen…
Peter fragte mich, ob ich mit zum Trödelmarkt wolle. Ich hasse Trödel. So voll, so viele Menschen, so laut. Und dann bei dem Schmuddelwetter, das wir heute hatten…
Gegen 18Uhr frage mich meine Schwester dann noch, ob ich beim grillen mit dabeisein will. Ich schaute nach draußen. Nein, danke, ich bleibe lieber auf meinem warmen, trockenen Sofa unter meiner kuscheligen Decke. Zudem hatte ich auch schon gegessen. Und das mehr als genug…

Werde nun noch bisschen Hörbuch hören, bis ich einschlafe. Meine Augen fallen immerhin nun fast schon zu…

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334.: endlich wieder Kontakt zur Schwester

19. Juni 2014

Heute bestand bis 15Uhr mein Tag nur aus dem Wechsel zwischen Bett und Sofa, zwischen dösen und schlafen.
Als ich dann aber um 15Uhr auf dem Sofa aufwachte und mich auf den Weg ins Schlafzimmer machte, weil es da ja weniger hell und leise seie, kam mir der Gedanke, wie viel Sinn denn dies machen würde. Am Abend würde ich aufwachen. Frustriert, den ganzen Tag nur im Bett gelegen zu haben, nichts gemacht zu haben. Würde die halbe Nacht aufsein, mein Schlafrhytmus würde sich zum negativen hin verändern, mir würde es morgens schwer fallen, aus dem Bett zu kommen. Depressionen würden wieder aufkommen, da ich wieder isoliert seie. Nachts hat man halt eher weniger soziale Kontakte…
Draußen schien die Sonne. Relativ warm war es sogar wieder, zumindest in der Sonne.
Also packte ich eine Tasche. Trinken, Picknickdecke, Kopfkissen, Buch, Handy, Sonnenbrille, Kopfhörer.
Setzte mich in den nächsten Bus, fuhr zum nächstliegenden Park. Dass ich freie Siche auf Volltrunkene Obdachlose hatte und mir den Assozialsten Park ausgesucht habe, den dir Stadt zu bieten hatte, war egal. Es gab eine Wiese, es gab Sonnenplatz. Also las ich eine Stunde, eine weitere lag ich einfach nur da, lauschte der aufmunternden Musik, saugte die Sonne ein, die mir schon seit Tagen fehlte…
Nachdem ich dann wieder zu Hause war, räumte ich etwas auf. Spülte liegengebliebenes der letzten Tage, sammelte Müll ein, brachte ihn raus.
Habe mich dann mit dem Essen auf dem Sofa breit gemacht und Fußball gesehen, auch wenn Deutschland erst morgen wieder dran war. Aber Australien-Niederlande fand ich ebenso interessent. Niederlande ist wahnsinnig gut dieses Jahr. Macht echt Laune zuzusehen.
Meine Schwester kam dann noch mit ihrem Lebensgefährten und meinem Neffen zu Besuch. Ich war ganz verwundert. Mein letzter Stand war, dass sie nicht mit mir redete. Hm. Aber nun will ich ja nicht nachtragend sein, bin dann noch zu ihnen mit nach Hause.
Als meine Schwester nicht mehr mit im Raum war, erzählte Peter mir, was ich in der letzten Zeit verpasst habe.
Der Chef meiner Schwester hat sich geweigert, ihre Kündigung anzunehmen. Finde ich wirklich super so. Sie hat eine Woche Urlaub bekommen.
Sie haben intensiven Kontakt zum Jugendamt. Eventuell kann meine Schwester für das Kindeswohl zu einer Therapie verpflichtet werden. Sie denkt ja noch immer, dass es mit Dummheit gleichzusetzen seie.
Gestern hatte meine Schwester unsere ‚Mutter‘ im Lidl getroffen. Meine Schwester wollte nun noch einmal mit Fynn auf sie zugehen. Auch wenn sie all die anderen Male so enttäuscht wurde.
Es kam, wie es kommen musste.
Meine Mutter blaffte ihr ins Gesicht, dass wir ja an allem Schuld seien, sie seie nun sooo krank (Psoriasis, Bandscheibe,ADIPOSITAS, Depressionen, die sie ja nicht hat. Sie ist ja schließlich nicht bekloppt). Sie seie ja auch ganz alleine nun, niemand, der ihr irgendwas abnehmen würde. Stattdessen kann sie ja nun nicht mehr in den Netto, weil da zu viel über sie als Rabenmutter geredet wird. Was ja auch unsere Schuld ist. Nun muss sie so viel weiter, wo sie ja die Einkäufe nicht einmal mehr schleppen könne (angeblich). Dass sie sich ja wohl mal schämen solle, auf sie zugegangen zu sein, dass sie auch von diesem Put nix wissen wolle (Fynn, Sohn meiner Schwester, 10Monate alt).
Meine Schwester stürmte aus dem Laden und ging zu Peter. Sie war nicht mehr zu beruhigen, weiter immer weiter und gab sich auch noch tatsächlich die schuld. Hätte ich vor der Therapie wahrscheinlich auch gemacht.
Aber ich hasse meine Mutter für die Gabe, wunde Punkte auszuloten und auszunutzen.
Ich hasse sie dafür, dass die noch so viel Macht in dem Leben meiner Schwester hat. Dass meine Schwester in ihren Sentimentalen Phasen sagt, dass wir ja böse Kinder gewesen sind und es nicht anders verdient haben. Dass meinr Mutter es eigentlich immer nur gut meinte, nichts dafür konnte. Wir waren schuld.
Vor der Therapie war ich auch der Auffassung.
Sooft habe ich schon versucht, meiner Schwester einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen. Zu zeigen, dass Kinder keine Verantwortung für ihre Mutter übernehmen müssen sollten, nicht die Mutter der Mutter sein sollten. Dass Gewalt, ob nun phyischer oder psychischer Natur, keine Erziehungsmethoden sind und dass Kinder nicht am Leben der Eltern schuld sein können.
Aber ich bin kein Therapeut. Meine Schwester möchte es nicht hören, also rede ich nicht mehr darüber, halte mich zurück und bin da. Bin da, wenn sie mich braucht.
Aber sie ist halt meine kleine Schwester. Mein Leben lang hatte ich für sie die Verantwortung. Solange ich mich erinnern kann, schirmte ich sie vor der eiskalten Wut unserer Mutter ab. Versuchte sie zu schützen. Bis ich mit 18 nicht mehr konnte, auszog und den Kontakt zur Mutter abbrach.
Und dementsprechend fällt es mir schwer zu hören, wie sehr sie meine Schwester wieder einmal verletzt hat.
Für einige Sekunden überlegte ich, was ich tun könnte. Ich bin kein kleines Kind mehr, welches bei Gegenwehr durchs Treppenhaus fliegen könnte. Ich bin erwachsen, könnte mich wehren.
Ich könnte zu ihr nach Hause, sie durch Worte provozieren, wenn sie mich angreifen würde (was sie täte) einen auf Notwehr machen. Ich musste mich selbst verteidigen. Ich weiß, mittlerweile bin ich stärker und traue mich auch, dies einzusetzen!
Ich könnte ihr wehtun, wie sie es bei uns jahrelang gemacht hat.

Aber das hat genauso wenig Sinn wie auf eine heile Familie zu hoffen.
Woher nur kommen nun meine wahnsinnigen Rachegelüste. Noch nie hatte ich diese. In der Therapie war es häufig Thema, dass ich bei dem Nachbarn und meiner Mutter zwar allen Grund für Rachegelüste, für Wut oder Hass ihnengegenüber hätte, dass diese mir jedoch fremd waren.
Vielleicht ist es auch einfach, dass es vorher nur mich betraf, ich aber nun dabei zusehen muss, wie meine Schwester und ihre kleine Familie daran zerbricht.

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333.: Bäh…

17. Juni 2014

Heute ist irgendwie wieder so ein Bäh-Tag.
Aufstehen – Bäh.
Mein Spiegelbild – Bäh.
Meine Stimmung – Bäh.
Das Wetter – Bäh.
Meine Motivation – Bäh.
Heute kann ich wieder weder mich, noch irgendwen oder irgendwas leiden.
Es fing schon damit an, dass ich aufgestanden bin und mir dachte, dass ich mal wieder auf die Waage müsste.
Auch wenn ich sonst seit Jahren immer zweimal am Tag auf die Waage stieg, habe ich es ja geschafft, mich soweit von ihr unabhängig zu machen. Aber ich war nun ja einen Monat nicht mehr drauf. Und zwischendurch brauche ich sie Mal als Kontrolle, dass nicht alles ganz aus dem Ruder läuft. Damit ich weiß, ob ich denn wirklich essen dürfte.
Ich wusste eigentlich schon vorher, dass ich zu viel gegessen und zu wenig Sport getrieben habe, als dass ich hätte abnehmen können. Doch als ich dann heute morgen die Zwei kg mehr dort stehen sah, war eigentlich der Tag direkt schon gelaufen.
Sofort begann die Gedankenspirale wieder. Sofort schrie das Teufelchen wieder, wie scheiße, wiederwärtig und sonst noch was ich seie. Das ich gefälligst mein Laufpensum erhöhen solle, hier und da Kalorien sparen solle, dass fett sein genauso ungesund seie wie kotzen, dass ich doch lieber wieder kotzen solle, als immer und immer fetter zu werden.
Ich versuche dann objektiv zu sein. Und es ist immernoch so wahnsinnig schwer.
Klar ging es mir mit der Bulimie nicht gut. Nicht nur wegen des Erbrechens. Auch wegen den Medis, die ich mir nach belieben eingeworfen hatte. Auch, weil meine Kontrolle über Essen, Kalorien, Sport, Gewicht mir für nichts anderes mehr Raum ließen.
Doch dann kommen die Erinnerungen mit der ‚War-doch-alles-eigentlich-garnicht-so-schlimm‘-Brille: wie gut es sich anfühlte, Tagelang nicht zu essen. Wie erfolgreich ich mich fühlte, als ich immer und immer weiter abnahm. Die einen Bewunderten mich, die anderen machten sich Sorgen. Noch vor Oktober 12 habe ich es 21Tage geschafft nicht zu essen. Hätte es sicher auch länger geschafft, wenn mein Therapeut mir nicht gedroht hätte und ich nicht zusammengeklappt wäre.
Aber es müssen ja auch keine 21Tage sein. Es könnten ja weniger sein. So als Art Fasten-Kur. Es reinigt ja auch den Körper und den Geist. Und derzeit habe ich ja auch Urlaub. Da fällt es keinem auf, da muss ich körperlich auch nicht so belastbar sein.
Und wenn ich abnehme, fühle ich mich wohler, alles würde einfacher und besser werden.
Es sind alles kranke Gedanken. Aber noch immer finde ich sie unendlich verlockend.

Wie häufig habe ich ja nun versucht, wirklich gesund abzunehmen? 
Und jedes mal Artet es aus…
Von ‚Ich mach ein bisschen mehr Sport‘ falle ich dann wieder in ein ‚ich mache den ganzen Tag Sport, ich muss alle aufgenommenen kcal abtrainieren, ich vernachlässige alles, was mir wichtig ist, denn es steht meinem Sport im Wege. Abends nicht schlafen gehen, ehe alle kcal abtrainiert sind, besser noch so 200-300kcal mehr.‘
Von ‚Ich achte nun wieder etwas mehr auf meine Ernährung, etwas gesünder und ein paar kcal weniger, damit ich abnehme‘ Wird dann ‚wieder das Essen wiegen, um bloß nicht ein gramm zu viel drauf zu haben. Kcal-Rechnen. Immer großzügig aufrunden. Mich über die kcal erschrecken, weiter reduzieren. Tagsüber nichts essen. Was ist, wenn ich abends essen will und keine kcal mehr übrig sind? Abends dann doch nicht essen, Abends essen macht dick, soo viel Hunger habe ich ja auch nicht. Wiegen. Einmal am Tag reicht nicht. Differenz explizit notieren. Wiegt die Waage auch richtig? Mit zweiter Waage vergleichen, höheres Ergebnis ist das richtige. Explizit alles auf das gramm und die Minute genau dokumentieren. Verbote. Überall alles verboten. Alles hat zu viele Kalorien, alles macht Appetit auf mehr. FA. Erbrechen, Laxantien, Diuretika, Selbstvorwürfe, Selbsthass.‘
Jede normale, simple Diät ist, ohne dass es mir gleich aufgefallen war. Es ist mir immer erst zu spät aufgefallen, dass sich aus ein bisschen mehr Sport oder bisschen kalorienbewussterer Ernährung absolute Kontrolle und eingentlich wieder Kontrollverlust durch das essgestörte Verhalten entwickelte.
Wieso darf ich denn nicht auch verdammt noch mal eine einfache Diät machen wollen, ohne dass ich wieder komplett abstürze? Ich möchte echt einmal wie ein normaler Mensch sein, der Punkte zählen kann und trotzdem Lebensqualität behält und ohne Probleme wieder aufhören kann, wenn es reicht.
Wieso kann es denn nicht manchmal einfach mal einfach sein?

Heute habe ich dementsprechend nicht viel gemacht. Mich wie oben mit mir selbst auseinandergesetzt, aufs Sofa gelegt, Hörbuch gehört, eingedöst, einkaufen gewesen und Rezept abgeholt. Etwas gegessen. Dann war eine Freundin gegen 19Uhr noch da. Sie wollte, dass ich mit ihr einkaufen fahre. Nachdem wir danach fertig waren, gabs Resteessen von gestern und der Dips, die wir kurz zuvor gemacht haben.
Dreht sich alles immer nur ums essen, frage ich mich in solchen Momenten böse. Heute fokussiere ich mich einfach nur wieder mehr darauf, versucht eine andere Stimme es besänftigend. Am liebsten würde ich dieser Stimme manchmal gerne eins drüberhauen. 
Aber wenn man es wieder aus Schematherapeutischer Sicht sieht, meldete sich da mein Gesunder Erwachsener. Und der sollte statt vermöbelt zu werden eigentlich gefördert werden. Aber nicht heute…
Also aß ich ein wenig mit, dansch kuschelten wir uns wieder auf ihr Sofa und murrten über unseren doofen Tag, über das doofe Wetter und die Unmotiviertheit, die uns heute beide traf.
Den Rest der Woche habe ich bisher noch keinen Plan. Und das ist, wenn ich morgen mit derselben Stimmung aufwachen sollte, nicht gut…
Morgen früh werde ich einen großen Bogen um die Waage machen, auch wenn ich eigentlich schon gerne draufgehen würde. Rechne dann mit einer Tendenz… aber nein, das verstärkt nur mein Essgestörtes Verhalten.
Aber vielleicht ist morgen ja angenehmeres Wetter. Zum in den Park legen ist es ja leider wieder zu kalt, doch wenn es morgen früh nicht regnet, könnte ich ja an der Rur entlanglaufen. Das tut mir ja eigentlich auch immer ganz gut. Ist schöner auf jeden Fall als der Crosstrainer zu Hause…
Und eigentlich habe ich auch noch einige Freunde, denen ich noch schreiben könnte…

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332.: […]

17. Juni 2014

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331.: Nach Regen kommt Sonne

16. Juni 2014

Nachdem der Tag aufgrund einer höchst unfreundlichen und unerfreulichen Mail nicht so wahnsinnig gut begann, habe ich erstmal bis zum frühen Nachmittag mich aufs Sofa gekuschelt und gelesen. Heute war es sowieso wahnsinnig kalt plötzlich, zudem so grau. Also für den Herbst ist es aber noch arg früh, ich finde, wir könnten schon noch ein paar Sonnenstunden gebrauchen. Zumal sie meiner Stimmung auch wirklich immer sehr gut tun. Aber naja, lesen tuts ja erstmal auch drinnen. Aber aufgrund der Letzten Wochen bin ich in dieser Hinsicht schon sehr verwöhnt, zumal ich ja nun auch erst eine Woche Urlaub um habe und zwei noch folgen…
Derzeit lese ich ‚Ich versprach dir die Liebe‘. Hach… ich hab es von einer Freundin empfolen bekommen. Bei dem Titel rollte ich aber gleich schon mit den Augen. Ich mag keine Schnulzen.
Und es ist auch keine. Hach, es ist sooo traurig. Aber auch soo toll!
Gestern habe ich es angefangen, ich kann es nicht mehr aus der Hand legen. Heute Abend werde ich es zu Ende gelesen haben.
Aber da ich ja nicht den ganzen Tag zu Hause verbringen kann, bin ich nachdem  meine Beste Freundin Feierabend hatte, zu ihr nach Hause. Sie hatte einen bescheidenen Arbeitstag, ich war auf meinem zweiten rauchfreien Tag entzügig, sie hoffte, dass ich noch welche hätte. Was taten wir also? Wir gingen zum nächsten Kiosk, kaufen Kippen, rauchten. Dahin war die bis dahin eiserne Disziplin…
Wir machten Bratkartoffeln, grünen Spargel, Putenmedallions. Ich kümmerte mich derweil um den Erdbeerquark, den wir aber dann doch nicht mehr aßen…
Danach haben wir dann Deutschland gegen Portugal auf ihrem Sofa geschaut, währenddessen zeigte sie mir die Bilder von Gran Canaria. Wunderschön!
Nun bin ich seit 1,5 Stunden zu Hause. Habe mir eine Suppe gemacht, mich mit dieser und einem Saft aufs Sofa gelümmelt.
Werde gleich aber mal ins Bett verschwinden. Wollte ja noch das Buch zuende lesen. Muss morgen früh recht früh aufstehen, da ich noch in die Stadt wollte, muss mein Rezept noch abholen und einlösen. Morgens ist ja noch nicht so viel los… Und dann vielleicht noch über den Markt gehen.

Zwar bin ich irgendwie wegen Samstag noch etwas erschüttert, doch die Stimmung ist allgemein eher positiv gestimmt. Find ich auch gut.
Leider hab ich morgen bei der Neurologin selber keinen Termin, doch nun ist es schon einen Monat her, dass wir das Valdoxan von 50mg auf 25mg heruntergesetzt haben, so langsam würde ich das ja schon gerne absetzen. Bis August warten ist mir noch zu lange. Denn danach wollte ich ja auch das Venlafaxin ausschleichen. Und das wollte ich ja diesen Sommer abgeschlossen haben. Denn im Herbst/Winter würde ich mich damit schwerer tun… und bis 225mg ausgeschlichen sind, dauert ja schon eine Weile…
Ich würde gerne das Valdoxan eigenständig absetzen und das dann bis August beobachten, denn dann könnte man ja gleich mit dem Venla anfangen.
Hm… vielleicht überstürze ich es auch. Aber meine Neurologin war ja auch dafür, mein Therapeut sagt auch, ich seie stabil genug…
Auch wenn ich die Stabilität nicht aufs Spiel setzen möchte, möchte ich auch nicht mehr von den Tabletten abhängig sein…

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330.: […]

16. Juni 2014

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Geschützt: 329.: Bodenlose Dummheit

16. Juni 2014

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328.: […]

13. Juni 2014

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327.: […]

11. Juni 2014

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326.: Bösewichte im Paradies…

11. Juni 2014

Mir geht es gut. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich wirklich das letzte mal so ausgeglichen und zufrieden war. Und wann ich mal so all meine Fehler respektvoll vor mir selbst angenommen habe. Wann ich mich selbst mal als so toll wie derzeit empfunden habe, mit positiven Eigenschaften.
Ich muss sagen, ich genieße es, fühle mich damit wirklich selbstbewusster.
Da passt dann auch mein neuer Haarschnitt zu. Aus BH-Länge ist eine Kurzhaarfrisur geworden,  welche ich frech stylen kann. Auch das tut meinem Selbstwertgefühl unendlich gut.
Seit gestern habe ich dann sogar noch Urlaub. Britta ist zurück aus ihrem, das heißt, dass ich sie nun endlich wieder häufiger sehe.
Ich habe mit Christina, einer Arbeitskollegin zusammen Urlaub. Wir wollen uns mal häufiger treffen. Extrablatt, Radfahren, Schwimmen…
Gestern mit der Kinogruppe, welche auch aus Arbeitskollegen besteht, im Kino gewesen. Maleficent. Fand ihn sehr gut 🙂
Mein heutiger Plan sieht so aus, dass ich gleich erstmal nochmal gemütlich aus dem Bett unter die Dusche steige. Dass ich mir dann aufgrund der Hitze möglichst nicht, was nach viel aussieht anziehe und aufräume. Gefrühstückt habe ich schon. Dann einkaufen, danach nochmal entspannen bis Britta kommt, dann auf in ihren Garten. Der Rasen dort wartet auf uns. Danach wollen wir uns, wenn es nicht wieder gewittert,  in ihren Garten legen.
Gegen 19:30Uhr wieder ab nach hause, eventuell nochmal kurz abbrausen, fertigmachen fürs Kino. Heute gucken wir x-man. Freu mich schon auf die Gruppe.

Hier ist es derzeit sehr heiß. Um die 30° mit hoher Luftfeuchtigkeit. Dementsprechend mag auch ich kurze Sachen anziehen. An meinen Armen habe ich dieses Jahr irgendwie garkeine Probleme, sie zu zeigen. Aufgrund der Narben trug ich in den vorherigen immer lange Boleros.
Doch dieses Jahr habe ich mich langsam rangewagt. Erst zu Hause, dann zu Hause, wenn Freunde da waren, dann unterwegs mit engen Freunden, dann alleine unterwegs bis hin zur Arbeit.
Klar, es gab den ein-oder anderen, der geguckt hat, es gab den ein-oder anderen, der gefragt hat. Aber es ist nunmal ein Kapitel in meinem Leben. Und ich möchte mich nicht ewig von der Vergangenhdit einschränken lassen. Das hatte ich lange genug.
Doch so leicht kann ich es an den Beinen nicht sehen. Ich habe immernoch vor Augen, wie an meinem Bein das in der Klinik aufgebauscht wurde, wie schlimm es seie ect. Wie nach und nach Pflegekräfte gebeten haben, es sich nochmal ansehen zu dürfen, denn so was schlimmes hätten sie ja nie gesehen.
Nunja… hat sich irgendwie festgesetzt. Ich weiß, dass ich mich mit dem verstecken nicht angreifbar machen möchte. Nicht zeigen möchte wie verletzbar ich bin, sie verletzt ich einmal war…
Aber nein, meine Oberschenkel verstecke ich derzeit dann doch noch lieber.
Aber in der Kleidungswahl bin ich schon offener geworden. Ich ziehe an, wonach ich Lust habe. Da darf es nochso bunt und knapp sein. Ich fühle mich in der Regel relativ wohl darin.
Wobei ich sagen muss, dass für mich der Sommer 10kg zu früh gekommen ist. Noch nie fand ich meinen Bauch dicker als heute. Aber es hat mich auch nie weniger gestört.
Aber mein Problem ist wirklich jedes verdammte mal, wenn ich gesund abnehmen möchte, dass ich nach und nach wieder in essgestörtes Verhalten zurückfalle. Darf ich denn nicht Normalgewichtig und Glücklich sein?
Da ich weiß, dass der Bulimie wieder fröhnen mir zwar Gewichtsabnahme verspricht, doch keineswegs Glück, Zufriedenheit oder Gesundheit, werde ich weiter daran arbeiten, noch mehr Abstand zu ihr zu gewinnen. Vielleicht kann ich ja dann irgendwann wie ein normaler Mensch eine Diät machen, ohne dass es sich sofort verselbstständigt…
Denn mein Gewicht stört mich schon ziemlich… Es schränkt mich wieder ein, wie ich es nicht will…
Dieses Jahr habe ich nach langer Zeit endlich mal wieder vor, an den Badesee zu gehen. Als Kind war ich irgendwann mal da. Und naja. Irgendwann kamen dann die Narben. Schwimmen tabu. Vorallem mit Freunden. Sie könnten es sehen.
Aber dieses Jahr! Ich habe einen Bikini, der sogar einen Rock hat und ein Knielanges Strandkleid. An den Armen bin ich die Schau ja schon gewohnt, doch Narbenkunde an den Oberschenkeln… Gruseliger Gedanke.
Aber so sollte es mir genug Sicherheit bieten, mich wohl zu fühlen.

Seit zwei Monaten ca. habe ich Hautläsionen, die einer Psoriasis gleichen. Ich kenne das aussehen von der Ausbildung, von meinen Patienten und… von meiner Mutter. Meine Mutter hatte sie eigentlich überall. Stirn, Kopf, Rücken, Brust, Bauch, arme, Hände, Beine, Füße, Nägel, Hals, Intimbereich, Gesäß.
Psoriasis ist durch genetische Faktoren vererbbar. Danke Mama. Danke! Ich hoffe nur, du hast mir nicht auch diesen Schweregrad vererbt!
Vor zwei Monaten hatte ich solch eine ca. 1x1cm Oberschenkelinnenseite.
Och ja, bisschen trochen, die Haut? Schuppt ja so… und steht so hervor. Nen Wolf gelaufen? Untypische stelle, aber naja. Es stört ja nicht.
Vor zwei wochen: auch 1x1cm sind 2×2,4cm geworden. Zudem noch stellen am Bauchnabel, unter der Brust und auch noch am Rücken. Sie hören nicht auf zu wachsen.
Ich habe Angst, auszusehen wie meine Mutter.  Irgendwann auch deswegen nur noch verbittert zu Hause herumzusitzen. Allen zu sagen, wie schlimm das doch seie… Dass man da doch allen Grund hätte, feindselig zu sein.
Da habe ich gerade mal Zufriedenheit und Glück haben dürfen, dann sowas. Aber nein, ich lasse es mir nicht durch so win paar Pratsche auf meiner Haut zerstören.
Also rief ich bei drei Dermatologen paralel an. Und ich denke, da ich es schon fast einfacher, einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen als bei einem Dermatologen. Aber nach zwei Tagen á vier Stunden Dauerbesetzt war ich erfolgreich. Erster Termin war Ende Oktober. Ich bin fast vom Sessel gefallen, sagte, dass ich den Witz nicht komisch finde. Aber es seie der erste freie Termin.
Naja, weiter versuchen. Nummer zwei hatte am Zweiten Tag Urlaub, Nummer drei hatte immerhin einen Termin Anfang September. Im Vergleich fand ich das zwar wahnsinnig früh. Doch es sind immernoch drei Monate ohne Behandlung. Drei Monate, in denen es Sprießen kann, wie es will.
Also Zeit der Selbstversuche.
Meersalz bringts bei mir nicht, Panthenol und aloe-Vera ebensowenig.
Decoderm habe ich nun seit fast einer Woche versucht. Scheint wirklich etwas zu bringen. Statt rot und es nun schneeweiß, statt schuppig/rau ist es nun glatt und fast auf Hautniveau. Sieht nun fast wie eine Narbe aus. Wenn ich die Stelle wirklich so bekämpft bekomme, werde ich es auch auf den anderen Stellen nutzen. Und mal sehen, vielleicht bekomme ich es ja weg?
Auf jeden Fall lasse ich mich dadurch nicht einengen!

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325.: […]

4. Juni 2014

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324.: unbeschwert

3. Juni 2014

Derzeit läuft soweit alles gut.
Ich habe meinen Vertrag nochmal verlängert bekommen, Arbeit ist also gesichert. Finanziell entspannt sich alles soweit. Habe meine Schulden mal angegangen, die ich ja wirklich Jahre vor mir hergeschoben habe, vieles komplett beglichen, ein Großteil ist getilgt. Beruhigt soweit auch schonmal.
Therapie wurde nun auf einen Monatlichen Rahmen gedehnt. Habe ja nur noch 12Stunden, so habe ich dann doch mehr davon. Anfangs verunsicherte es noch sehr. Doch nun ist es seit zwei Monaten so und es ist garnicht mal so schlimm, wie ich es anfangs vermutete…
Meine Medikation ließ ich vor zwei Wochen schonmal reduzieren. Ich will nicht auf Dauer davon abhängig sein. Ich will nicht immer Tabletten futtern müssen. Valdoxan wurde nun erstmal reduziert, im nächsten Schritt abgesetzt. Venlafaxin wäre dann als nächstes dran. Doch bei der Dosis dauert es ewig, bis man das mal ausgeschlichen hat… aber nur Geduld!
Ich spüre zwar, dass sich mit dem weniger Valdoxan mein Schlaf verändert hat, nicht mehr so tief und mit mehr aufwachen in der Nacht ist, doch ist das noch recht leicht zu kompensieren und schränkt mich über Tag nicht ein.
Mittlerweile gibt es nur noch wenige dysfunktionale Verhaltensmuster. Ich kompensiere nicht mehr mit Coffeintabletten, Essen oder Shoppen. Lasse eher mal meinen Frust an den dementsprechenden Personen aus, statt an mir.
Ich brauche nicht perfekt zu sein. Das ist niemand, das kann niemand sein. Auch ich kann Fehler machen, lerne ja schließlich auch aus diesen.
Ich weiß, dass ich wirklich einige Positive Seiten habe und andere, die eher ausbaufähig sind.
Mein Essverhalten ist jedoch immer wieder ein auf-und ab. Ich merke schnell, wenn ich in den Teufelskreis zurückgerate. Und das passiert eigentlich immer, wenn die Waage mehr oder auch weniger als das vorherige mal zeigt. Ich gehe mittlerweile eigentlich nur noch einmal pro Woche drauf. Doch merke ich dieses Hochgefühl aufkommen, wenn die Waage weniger zeigt, dass ich darüber nachdenke, wie ich denn wo kcal sparen könnte, so ich mehr Sport einbauen könnte ect.
Bei einer Gewichtsabnahme habe ich gleich wieder das Teufelchen im Kopf, welches mir erstmal aufzählt, was ich wann alles gegessen habe. Da kommt gleich wieder der „Ich muss…!“-Gedanke auf. Da denke ich dann häufiger auch, dass es doch eigentlich mitten in der akuten Phase garnicht so schlimm war. Mir ging es Beispielsweise ja auch erst ab 17 Fastentagen schlecht, war nach 21 zusammengeklappt. Aber hab dafür da immerhin 10kg angenommen. Wenn ich dann also eine Woche nix esse?… 7-10Tage schaffe ich von der Kondition her dann auch Sport. Dann wäre da wieder was drin…
Bla bla bla… sowas schießt mir dann in den Kopf.
Schwer ist auch noch das Gefühl, Satt zu ertragen. Satt ist für mich noch immer sehr, sehr negativ behaftet. Mit Schuld, mit Reue, mit Versagen, mit Fett werden, mit dem Gefühl, es zurückbringen zu müssen.
Aber es kann ja auch nicht alles von jetzt auch gleich weg sein.

Die Therapiestunde letzte Woche war sirklich sehr angenehm. Nach vier Wochen das erste Mal wieder da. Hatte vorher noch, weil ich so viel Arbeiten war und nicht wirklich Lust hatte, überlegt, ob ich nicht mit irgendeiner Ausrede drumherumkomme. Wollte ihm da ja auch nicht einschlafen… war trotzdem aber hingegangen.
Ich hatte kein spezielles Thema.
Also reflektierten wir zusammen, was sich denn in den zwei Jahren verändert hat.
Ich bin selbstbewusster geworden. Ich kann mittlerweile reflektierter und objektiver mir und anderen gegenüber sein, lasse mir nicht mehr alles gefallen.
Ich habe einen gefestigten Freundeskreis, der mir mittlerweile aber auch wirklich einiges bedeutet. Ich will mittlerweile nicht mehr nur immer alleine sein. Aber laufe vor dem alleine sein auch nicht weg.
Ich fordere mir die Hilfe ein, die ich brauche, versuche nicht mehr, es irgendwie alleine zu schaffen, nur um keinem zur Last zu fallen.
Ich weiß mittlerweile, was mir wirklich körperlich und seelisch gut tut und wende es an.
Mein Therapeut sagte dann noch, dass ich anfangs, besonders noch im stationären Setting mir alle Menschen auf Distanz gehalten habe, zu keinem eine Beziehung aufgebaut habe, voller Unsicherheiten allem gegenüber gewesen bin und eigentlich immer nur parathym vor mich hingelächelt hätte. Dass ich mittlerweile aber offener geworden bin, dass man mir Emotionen mittlerweile auch ansehen kann, dass ich aber auch nicht mehr immer sage, dass es mir gut geht, nur weil es dem Gegenüber weniger Arbeit macht.
Dass es vorher immer so gewesen ist, dass je ‚aufgedonnerter‘ ich in der Klinik oder ambulanten Stunde war, er sich desto mehr Sorgen machen musste, weil es mir dann schlechter ginge.
Doch dass er nun den Eindruck hat, dass es sich gewandelt hatte, dass ich Makeup und Outfit so nutze, wie ich mich wohlfühle, nicht so, wie ich am besten meine Stimmung kaschieren kann.
Ich musste so lachen, weil er ja da total ins Schwarze getroffen hat.
Aber mittlerweile ist es ja wirklich so, dass je mutiger mein Makeup ist, desto besser bin ich gelaunt. Und es ist meist derzeit eher Farbenfroh.
Dass er mittlerweile das Gefühl hat, dass vor ihm eine junge, selbstbewusste Frau sitzt, die mit beiden Beinen mitten im Leben steht, die im Leben angekommen ist.
Und dass all das meine Arbeit sehe, weil ich so viel an mir gearbeitet hätte und arbeiten würde.
Fand ich irgendwie voll süß. Als hätte ich das irgendwie alleine hinbekommen… o.O
Aber da meint er ja, dass er nur Anregungen gibt und ich die Hauptarbeit mache.
Dass er mich aber dann Stundenlang mit der Nase auf gewisse Fakten hauen musste, dass ich einfach zwischendurch mit dem Kopf im Sand abgetaucht war und da nimmer rauskommen wollte, vergisst er da wohl… aber er meint ja, dass das ja dazugehöre und ich ohne jetzt nicht so weit seie…

Ich hoffe, es wird erstmal weiter so laufen.
Doch zwei Dinge machen mir Angst…
1. Was ist, wenn die Depressionen doch wiederkommen? Was ist, wenn sie einfach nur wegen dem mehr an Sonne weg sind. Was ist, wenn die Tabletten absetzten doch die falsche Entscheidung ist?
2. Was ist, wenn ich doch nicht ohne die Therapie kann? Was ist, wenn ich doch weiter noch Hilfe brauche, wenn dann aber keiner mehr da ist?
Ich habe Angst, dass sie dann doch alle zu schnell weg sind. Ich habe Angst, selbstständiger zu werden, keine Hilfe mehr zu brauchen. Diese Opferrolle tat manchmal auch ganz gut. Dieser Schutz, diese Käseglocke, dass einem die Verantwortung abgenommen wurde, man verstanden wurde, egal wie unverständlich das Verhalten war, dass man sich einfach gehen lassen konnte.
Ich habe Angst, dass ich es nochmal bräuchte und dann keiner mehr da wäre..
Aber das soll erstmal nicht mein Größtes Problem sein.
Erstmal genießen, dass es ist, wie es ist.
Dass mein größtes Ärgernis am Tage ist, dass auf Arbeit viel zu tun war und es auf dem Heimweg regnete.
Dass ich nun ins Bett gehe, mit Hörbuch und der Hoffnung auf schönes Wetter morgen früh wegen des joggens, einschlafen werde 🙂

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323.: […]

3. Juni 2014

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322.: Trouble…

26. April 2014

Weiterhin alles recht ansrengend alles…
Ich vertreibe mir die Zeit, die ich mit nachdenken nutzen könnte, mit putzen. Habe dann auch am Abend meine Fenster geputzt. Als ich gerade am letzten Fenster war, gab es auf einmal ein Gewitter mit riesiger Wasserflut. Toll. Hat ja mal wenig Sinn gehabt. Da beschränke ich mich doch lieber auf innen.
Derzeit habe ich wieder häufiger Anspannungszustände, putzen oder Sport hilft mir da halt, es zu kanalisieren.
Doch mit dem Sport ist es derzeit schwierig. Seit ca. 1Woche tut mir meine rechte Hüfte weh. Doch eigentlich immer so, dass es mich nicht einschränkte. Doch gestern beim joggen habe ich nur fünf Minuten durchgehalten. Und das nichtmal nur wegen der Hitze. Ich konnte kaum noch gehen, geschweige denn laufen. Ich humpelte dann wieder nach Hause…
Seitdem schmerzt die Hüfte bei Belastung extrem. In Ruhe merke ich es garnicht, dementsprechend vergesse ich es auch schonmal häufiger. Und mit rechts belaste ich automatisch als erstes, sodass es mir dann auffällt, wenn ich mich falsch bewege oder darauf stehe.
Gehen geht halbwegs, doch Treppen auf- und absteigen ist wirklich eine Qual.
Natürlich kann ich das mit dem Joggen, inlinern, Crosstrainer derzeit total vergessen. Für mich das schlimmste… Ich weiß nicht wie ich das aushalten soll. Mein Gewicht ist so ja schon zum kotzen.
Zudem muss ich ab Montag wieder arbeiten. Wie soll denn das da klappen. So viel wie ich da herumlaufe oder Treppen steige? Nach dem Urlaub kann ich doch nicht gleich wieder krank machen.
Gestern nach dem Joggen fühlte mich bis in die Nacht total vergrippt. Heute ist alles wieder weg. Nicht, dass ich nun auch noch ne Allergie bekomme… -.-
Alles etwas, was mehr Anspannung verursacht…

Am Donnerstag war ich nochmal beim Obergerichtsvollzieher.
Eine Forderung ist noch aktuell,  die ich dann mit den 220€ zum ersten überweisen werde. Doch alle anderen Sachen muss ich die Gläubiger mal anschreiben, die jedoch beim letzten Mal sagten, dass ich mich beim OGV melden soll. Er meinte jedoch, dass dies nicht stimme, dass es bei ihm abgeschlossen ist und die zuständig sind. Kann ja wohl nicht sein, dass niemand mein Geld haben will?
Ich will die Schulden doch eindlich mal loswerden… hmpf…

Meine Schwester ist derzeit unheimlich Anstrengend. Ihre Arbeit hat sie zwar immerhin noch nicht gekündigt, wie ich gestern von Peter gehört habe, doch konnte ich mir eben per Nachricht anhören, dass sie sich nicht meldete, da ich mit Peter doch sowieso unter einer Decke stecken würde. Dass ich sie belügen würde. Als ich dann schrieb, dass ich mich zu unrecht angegriffen fühle, dass sie sich erst wieder melden solle, wenn sie über ihr ungerechtes Verhalten nachgedacht hat. Dass ich eigentlich gedacht habe, mich deutlich ausgedrückt zu haben, dass ich, egal welche Entscheidung sie trifft, ich zu ihr stehen würde. Dass wir eigentlich mittlerweile ein vertrautes Verhältnis hätten. Doch muss ich mir nicht alles gefallen lassen…
Heute Nachmittag wird sie vorbeikommen. Dann mal sehen…

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321.: […]

25. April 2014

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320.: Manchmal wäre ein geschützer Rahmen besser…

23. April 2014

Vielleicht…
Aber ich weiß nicht, warum es mir die ganze Zeit durch den Kopf geht.
Derzeit ist alles wieder etwas komplizierter. Ich weiß es aber nichtmal an etwas speziellem Festzumachen…

Therapie heute war eigentlich in Ordnung.
Erstmal wusste ich nicht, was ich anziehen sollte. Sechs Wochen hat er mich nicht gesehen, ich fühle mich 10kg schwerer als zu dem Zeitpunkt. Was also dann anziehen, damit er es nicht sieht?
Da bringt es mir nichts, dass ich weiß, dass es nur subjektiv ist, dass objektiv das Gewicht stabil ist.
Irgendwann hatte ich etwas, ein Kleid… vielleicht fällt mein fetter Arsch dann nicht so sehr auf. Ging dann langsam los. Angekommen fiel mir auf, dass ist eine Stunde zu früh los bin…
Also setze ich mich noch in die warme Sonne, hörte Musik, schrieb hier.
Plötzlich nach einer halbe Stunde stand mein Therapeut vor mir. Ich war verwundert. Wir hatten nicht in der Praxis, sondern in der Klinik einen Termin. Ich saß an der Cafeteria.  Habe also nicht mit ihm gerechnet.
Er war verwundert, dass ich schon jetzt da war. Ich erzählte es ihm, er sagte, dass ich nicht warten bräuchte, er nun Zeit hätte. Total toll, denn schon zu dem Zeitpunkt war ich unheimlich müde…
Ich entschuldigte mich für das letzte Mal, dass ich verschlafen habe. Er war wieder so verständnisvoll. 
Aber dabei war es doch nun schon das zweite Mal -.-
Ab jetzt sind wir im vierwöchigen Rhytmus. Ich weiß nicht wie ich das finde. Ich fand es schon schwer, vom einwöchigen auf den zweiwöchigen Rhytmus zu gehen. Ich habe das Gefühl, dass ich in diesem Rhytmus schon weniger arbeiten konnte.
Ich habe Angst, Hr.M. zu verlieren. Gefühlt passiert es schon jetzt.
Ich vermisse ihn jetzt schon. 12Stunden habe ich nun nur noch mit ihm.
Heute, als ich auf Station wegen der Therapie war, hatte ich so unendliche Sehnsucht zurück. Mein Lieblingspfleger war da. Er fragte, wie es mitlr geht. Mir geht es immer gut, wenn sie mich fragen. Weil ich weiß, wie man sich als Pflegekraft für Erfolge freut. Man feiert sie manchmal wie eigene. Besonders dann, wenn man zu viele Patienten mit Drehtüreffekt hatte.
Mit diesem Pfleger rede ich dann häufig darüber, wie schlimm er die Somatik findet. Und wie viel lieber ich in der Somatik statt der Psychiatrie arbeite. Es ist immer lustig, angenehm.
Doch habe ich da auch Sehnsucht.  Ich bin eifersüchtig auf die Patienten, die derzeit auf Station sind. Die haben diese Pflegekräfte, sie dürfen sich hängen, fallen lassen. Sie dürfen Verantwortung abgeben. Sie düfen Hilfe einfordern. Sie müssen nicht funktionieren, nicht perfekt sein, es darf ihnen schlecht gehen. Sie werden verstanden.
Das kann ich nicht. Doch wünsche ich es mir so sehr. 
Es ist doch lächerlich, dass ich fast vor Neid zerfressen bin, weil es mir gut gehen muss, denen nicht und die verstanden werden. Und ich eigentlich keinen Grund habe, warum es mir nicht gut gehen sollte.
Ich weiß nicht, woher nur es kommt…
Er fragte mich ja auch, wie meine Stimmung ist. Was soll ich sagen? Ich habe mir um die Kleidung Sorgen gemacht, habe mich vorher absichtlich geschminkt, um gesünder auszusehen, schwärme ihm etwas von meinem Ach-so-tollen Urlaub vor. Natürlich sage ich, es ginge mir ganz gut.
Diesen Eindruck würde ich auch auf ihn machen…
Als ich noch in der Klinik war, hatte ich, als es mir garnicht gut ging, tägliche Gespräche.  Danach einmal die Woche. lange Zeit lang jede Woche ambulant.
Da sah er mir auf den ersten Blick an, wie es mir ging. 
Vielleicht stelle ich mich mittlerweile wirklich an. Hypochonderin.
Ansonsten waren nur meine Schwester und meine ehemals beste Freundin, wie schon beides geschrieben, Thema. Die Stunde war schnell um, mehr gab es aber auch nicht zu sagen…

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319.: Kränkungen…

23. April 2014

Heute Nachmittag habe ich ja schon über die Probleme bezüglich meiner Schwester geschrieben.
Nachdem Fynn, mein Neffe dann weg war, bin ich zum Zahnarzt gerannt, da ich so spät dran war. Gestern Abend ist mir bei der Zahnpflege plötzlich einfach so ein großes Stück vom Schneidezahn abgesplittert. Ich weiß nicht, wie es kommen konnte, doch da der Nerv dadurch Freilag, sobald der eingekeilte Splitter den Kontakt verlor, gab es andauernd gemeine Stiche bis hoch in den Kopf.
Nunja, habe jetzt eine Füllung drin…
Den nächsten Termin, für die Möglichkeiten meiner Zahnlücke, habe ich nächste Woche. Im Grunde will ich ein Implantat. Durch eine Infektion des Kiefers musste der Zahn gezogen werden. Trotz Wurzelbehandlung und Wurzelspitzenresektion war er nicht zu retten.
Es musste nun vier Monate abheilen, die sind um. Ich hoffe, die Infektion ist nun ganz weg, dass ich keine Probleme mehr damit habe. Denn der Zahn macht mir seit vier Jahren Probleme…

Heute hat sich meine ehemals beste Freundin nochmal gemeldet. Ich habe mich ja vor einer Woche mit ihr versöhnt, dachte ich… bis heute Morgen…
Plötzlich schrieb sie jedoch, dass sie mit mir so lange nichts zu tun haben möchte, bis ich nicht auch die Funkstille mit ihrem Mann breche und mich mit ihm ausspreche.
Nur will ich nicht schon wieder diejenige sein, die den ersten Schritt macht.
Er hatte sich zwischen den Konflikt mit ihr eingemischt und Partei ergriffen, ich reagierte dann nicht mehr. Vor zwei Tagen überlegte ich dann, ihm zu schreiben. Was ist? Er hat mich bei Facebook gelöscht. Für mich ein Zeichen, dass er keinen Kontakt mehr wünscht. Also schrieb ich ihm nicht.
Sie schrieb dann, dass beide ja mehrfach bei mir zu Hause waren. Doch ich habe ihnen doch schon mehrfach gesagt, dass ich dann nicht zu Hause war. Dass ich nicht mehr 24Stunden am Tag zu Hause bin. Sie meinte dann, dass ich vorher ja auch immer damit geprahlt hätte, die Sozialarbeiter vor der Türe stehen gelassen zu haben. Wieso versteht sie nicht, dass das was vollkommen anderes ist, dass ey eine ganz andere Situation war, dass ich meine Beweggründe dafür hatte.
Dann schrieb sie, dass mein größtes Problem ja sowieso das einigeln und halten von Kontakten seie.
Ich fand es richtig, richtig gemein. Ich war so gekränkt, verletzt.
Es war meine beste Freundin. Und nun nutzt sie alles, was ich jemals zu ihr gesagt habe, gegen mich.
das toppt sogar, dass sie mein Einweihungsgeschenk an sie von vor zwei Jahren nun als Hochzeitsgeschenk verschenkt hat und es auch noch auf Facebook stellte, damit ich es sehen kann…
Ich weiß nicht, ob ich wirklich noch Kontakt möchte. Wie früher wird es nicht mehr, kann ey nicht mehr werden.  Nicht nach all dem. Nach dem Streit, nach heute…
Will ich denn den Kontakt komplett auflösen, will ich eine lockere Bekanntschaft?

Heute hatte ich ja auch Therapie, es war natürlich auch eines der Themen.
Ich weiß nicht, was ich will. Doch muss ich es nicht heute entscheiden. Ich denke, ich werde ihr das Angebot machen, dass wir uns, nachdem sie aus Bad Oeynhausen zurück ist, mal zu dritt treffen und es besprechen, und dann mal sehen.

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318.: Abgrenzung

23. April 2014

Mit meiner Schwester habe ich mittlerweile ja wieder ein relativ festes Verhältnis. Ich finde es schwierig, wie sie mit ihrem Sohn umgeht.
Er ist ihr ein und alles. Sie klammert sehr an ihn, kann ihn kaum einmal abgeben. Nichtmal an ihren Partner, den Vater. Obwohl er sich wirklich rührend sorgt. Sie rechnet genau die Zeit ab, die er ihn haben darf, sagt ihm andauernd, dass die mit ihm auch ganz gehen könnte.
Gestern rief sie dann an, ich telefonierte drei Stunden mit ihr. Sie sagte mir, dass die beiden gerade einen Streit hatten. Okay, dachte ich, haben die schonmal häufiger. Doch sagte sie, dass es nun wirklich vorbei seie, sie sich eine Wohnung suchen wolle, sie wolle ihre Ausbildung abbrechen und etwas anderes machen.
Ich versuchte sie zu beruhigen, es zu relativieren. Ich halte es für überstürzt, gleich am nächstem Tag zum Chef zu gehen und zu kündigen. Das kann sie nicht mehr rückgängig machen. Zudem würde sie kein Geld bekommen, wenn sie kündigt.
Ob sie denn nicht nochmal mit ihm reden wolle. Paargespräch beim Therapeuten? Ich weiß, dass beide schonmal einen Termin hatten, dass sie den nicht wahrgenommen hat, sie seie ja nicht bekloppt…
Sie wolle es beenden, weil sie nicht mehr von ihm abhängig sein wolle.
Heute Morgen klingelte sie mich dann aus dem Schlaf, ob ich den Kleinen denn nicht nehmen könnte. Sie wolle zur Arbeit, ihrem Chef es sagen.
Ich nahm ihn, auch wenn ich eigentlich Joggen und zum Zahnarzt wollte. Sie wollte ihn nicht bei ihm lassen…
Vormittags fragte sie dann, wie lange ich Zeit hätte. Sie hat noch nicht mit dem Chef gesprochen.
Ich sagte, ich hätte bis Mittags Zeit, müsste aber zum Zahnarzt. Da sie mir ja weder Maxikosi noch Kinderwagen dagelassen hat, konnte ich ihn ja schlecht mitnehmen.
Dann kam der Vater um ihn abzuholen. Natürlich sagte er genau das selbe über Jenny, was sie über ihn sagte.
Er erzählte auch, dass sie sich beide gestern geschlagen haben…
Er hat am Morgen alles schon beim Jugendamt und bei Gericht in die Wege geleitet, wegen des gemeinsamen Sorgerechtes. Es ist also alles endgültig. Ich verstehe ihn. Doch macht es mich traurig…
Aber es ist nicht meine Entscheidung. Ich kann die beiden nicht ändern. Jenny fühlte sich gestern Abend schon genug auf die Füße getreten…
Doch werde ich mich nicht einmischen… Ich werde nur helfen, wenn ich gefragt werde.
Mal sehen, was das noch wird… Ich muss daran arbeiten,  mich davon abzugrenzen.

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317.: […]

20. April 2014

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316.: Stand der Dinge…

19. April 2014

Lange habe ich nicht mehr geschrieben… fast fünf Monate. Viel ist in dieser Zeit passiert. Mal gutes, mal weniger gutes. Mal weniger gutes, dass sich im nachhinein als gutes herausstellte…
Anfang Februar wurde ich, für mich vollkommen unerwartet, auf eine andere Station versetzt. Gründe wurden keine eindeutigen genannt. Es wurde nur gesagt, auf der neuen Station seie ich besser aufgehoben.
Ich hatte dann das Gefühl, nicht erwünscht zu sein, schlechte Pflege zu leisten, auch wenn gesagt wurde, dass dies nicht der Grund seie. Selbstwertgefühl war natürlich dementsprechend am Boden. Ich überlegte schon, in ein anderes Haus zu wechseln.
Ich fühlte mich gerade gut eingearbeitet und hatte keine Lust wieder von vorne zu beginnen.
Doch die Station auf der ich nun bin, ist schön. Das Team ist toll, außerhalb der Arbeit mache ich viel mit denen. Unfallchirurgie/Orthopädie war zwar so nie mein Traumbereich, doch im nachhinein bin ich froh, gewechselt zu haben.
Es nehmen sich nicht alle so ernst, sie können alle über sich selbst lachen, sind vom Altersdurchschnitt jünger, gehen auf mich ein. Eben wie es auf der anderen Station nicht war.
Nun habe ich einen Antrag auf Verlängerung des Arbeitsvertrages gestellt und warte auf einen Termin in der PDL…
Derzeit habe ich Urlaub. Eine Woche von den zweien ist nun um.
Im Urlaub gehe ich nun wieder relativ viel laufen. Versuche wieder, auf etwas gesündere Art und Weise abzunehmen.
Zudem ist es einfach nur schön draußen. Die Bäume sind schon begrünt, der Flieder und andere Blüten riechen schon intensiv. Es ist meist schon recht warm, die Sonne stark.
Ich gehe an der Rur laufen, genieße dabei den Sonnendurchfluteten Wald, höre das plätschernde Wasser, rieche den Wald.
Es ist einfach unbeschreiblich schön. Dort kann ich zu allen Problemen Abstand nehmen. 

Ich habe mal wieder Angst vor der Zukunft. Nicht nur wegen der Sorge, ob mein Arbeitsvertrag verlängert wird, sondern auch wegen der finanziellen Situation. Noch immer habe ich von der Ausbildung Schulden.  Der Gerichtsvollzieher schrieb mich letztens nochmal an. Ich telefonierte mit ihm, sagte ihm, dass sich meine Finanzielle Lage gebessert habe, dass er haber gesagt hat, ich solle mich an die Gläubiger wenden, die wiederum sagten, ich solle mich mit ihm auseinandersetzen.  Nun haben wir Donnerstag einen Termin. Mal sehen. Bin etwas nervös. Will den Kram aber auch endlich mal richtig loswerden.
Zudem dann die Therapie. Ich habe nur noch um die 10Stunden. Dies ist mir eigentlich viel zu wenig. Wir haben mittlerweile die Termine vierwöchentlich. Ich habe das Gefühl, dass ich dann nicht so viel bearbeiten kann.
Ich weiß nicht, ob ich es alleine schaffe, auch wenn ich derzeit Abstand zur Therapie suche.
Letztes Mal habe ich verschlafen, sodass nun dann sechs wochen zwischen den Terminen liegen… Irgendwo habe ich mich mittlerweile damit abgefunden, dass Hr.M. bald nicht mehr da sein wird… 

Nachdem ich mit meiner ehemals besten Freundin vor ca. 2Monaten einen Streit hatte, habe ich nun auch begonnen, meinen Freundeskreis weiter auszubauen, mich nicht mehr nur auf eine Person zu konzentrieren. Ich habe alte Freundschaften reaktiviert, neue dazugewonnen. Sonst hätte ich außerhalb der Arbeit wahrscheinlich die mit den Kollegen so viel gemacht…
Alle wissen dort nun von meinen „früheren Depressionen“, dass ich nur aufgrunddessen wiederholt habe. Sie denken, dass ich jetzt schon nicht mehr in Therapie bin, dass es „nur“ Depressionen waren und ich keinerlei Symptome habe und nichts an Medis nehme. Und das ist auch gut so, dabei will ich es belasseb.
Es ist halt auch eine Ehemalige Klassenkameradin aus meiner Alten Ausbildungsklasse auch auf dieser Station, deswegen wusste sie ja sowieso von den Depressionen. Und dann wollte ich nicht, dass die Stationsleitung denkt, dass ich die Ausbildung wegen der Leistungen wiederholt habe, deswegen die Pseudo-Offenheit…
Aber immerhin gehen die alle wirklich offen mit sowas um…

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315.: kann ja spannend werden…

1. Januar 2014

Hallo neues Jahr…
Ich bin bei einer Freundin. Wie letztes Jahr.
Aber es ist mir zu voll. Zu viele Menschen. Ich fühle mich nicht wohl.

Ich habe jemanden kennengelernt.  Er schien nett. Er scheint nett. Er mag mich, sagt, dass er mich liebt. Er nimmt mir die Luft. Er lässt mir keinen Platz, lässt mich nicht atmen.
Seit drei Wochen kennen wir uns näher. Der Bruder meines Freundes.
Seitdem habe ich ein angespannteres Verhältnis zu meiner Freundin.
Und das ist er mir nicht wert.
Ich spüre an mir, dass in dieser Hinsicht die Borderline-Probleme aufflammen.
Ich brauche Sicherheit. Und eine Beziehung ist für mich das genaue Gegenteil.
In dem einen Moment freue ich mich ihn zu sehen, male mir dir schöne gemeinsame Zeit aus. Sobald er da ist, will ich ihn loswerden. Ich ertrage es nicht, ich ertrage die Nähe, die er sucht nicht. Ich sage mir, dass er mich nicht als Person mag, sondern dass ich ein Platzhalter dafür bin, dass er vor drei Monaten mit seiner fünf Monate dauernden Beziehung Schluss hatte.
Dass er mich vielleicht sympathisch findet und dort etwas hineininterpretiert.
Ich bin froh, wenn ich ihn dann los bin, kann nicht verstehen, warum ich ihn sehen wollte.
Aber naja… kompliziert alles. Ich weiß nicht was ich will. Ich werde dem ein Ende setzen. Bevor beine Freundschaft damit ganz kaputt geht.

Das ganze tut mir nicht gut. Habe ich nicht genug Probleme?

Arbeit ist und mein verkorkster Kopf reichen mir…

Das Jahr 2013 ist nun um…
Eben beim Feuerwerk wurde ich melancholisch. 
Feuerwerk… es soll die bösen Geister vertreiben. Vertreibt es auch diese in mir?
Das Jahr 2013 war eigentlich okay. Gutes gab es. Ich hab mein Examen geschafft, bin aus dem Wohnheim ausgezogen, habe keine Sozialarbeiter mehr, habe einen neuen Job.
Aber ich habe das Gefühl, mich nicht weiterentwickelt zu haben. Ich hatte viele Einbrüche.  Einer folgte den nächsten. Bin manchmal nur knapp der Klinik entkommen, das eine mal im Sommer hatte mein Therapeut die Einweisung ja schon vorbereiter gehabt.
Aber naja… dennoch geht es irgendwie weiter. Das Jahr wird auch noch vergehen…

Allen die das lesen trotz dieses Postings ein frohes, möglichst gesundes, stabiles neues Jahr.

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314.:[…]

21. November 2013

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313.: […]

20. November 2013

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312.: schwierig…

17. November 2013

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Das Wochenende ist nun bald auch wieder vorbei. Was habe ich gemacht? Nichts. Ich lag die ganze Nacht im Bett, den halben Tag. Dann bin ich auf das Sofa gegangen. Habe dort rumgelegen, gelegentlich bin ich eingedöst.
Ich kann mich zwar zu nichts aufraffen, doch ist es auch kein schönes Gefühl, nichts zu machen.

Gestern Abend habe ich meinem Therapeuten eine Mail geschrieben, da ich so die letzte Stunde nicht reden konnte. Vier Stunden habe ich daran gesessen. In 1,5 Wochen habe ich wieder einen Termin bei ihm. Mal sehen, ob es ihm etwas Klarheit gebracht hat…
Die ganze Zeit denke ich darüber nach, was gewesen wäre, wenn ich tatsächlich meinen Termin, meinen Abschiedstermin, Mitte September eingehalten hätte, wenn ich nicht Herr M. alles hätte abgeben müssen. Wenn ich doch weniger offen gewesen wäre… wenn ich mich einfach heimlich aus dem Staub gemacht hätte…
Es wäre schön. Es wäre ruhig. Ich hätte meine Ruhe, alle anderen hätten vor mir Ruhe. Derzeit sehne ich mich so sehr danach…

Und ich weiß wieder nicht wieso. Ich weiß nicht, was es nun schon wieder alles so schwierig macht. Alles, wirklich alles könnte so gut sein… vielleicht bin ich für das Leben einfach nicht gemacht, vielleicht bin ich zu dumm…

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311.: […]

17. November 2013

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310.:[…]

16. November 2013

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Mein Motto der Letzen zwei Wochen…

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Geschützt: 309.: So viel geleistet…?

13. November 2013

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308.: Do you remember those days?

31. Oktober 2013

Gestern die Therapiestunde war bescheiden.
Ich bin derzeit wieder melancholisch gestimmt. Warum? Ich weiß es nicht…
Was ich als einziges weiß ist, dass der Essstörungsscheiß wieder immer aufdringlicher wird.
Ich habe das Gefühl, immer fetter zu werden, in meine Sachen nicht mehr hineinzupassen und scheuslich auszusehen, um mal zu untertreiben.
Dass Herr M. dann von Sehnsucht nach Nähe oder Beziehung begann zu reden, war wunderprächtig. Ich hätte am liebsten Geheult und gefragt, wie mich denn nur so jemand annähernd mögen könne.
Ich bewerte mich zu sehr.

Meine Frustrationstolleranz ist im Arsch. Ich brauche mich nur leicht irgendwo stoßen oder mir nen Nagel abbrechen, um in die Luft zu gehen. Ich kotze mich an. Mein phlegmatismus ist nicht auszuhalten. Doch ändere ich trotzdem nichts.
Gestern ist dann auch noch nach dem Zahnarzbesuch erst die Krohne abgefallen, dann auch noch der Stumpf abgebrochen.
Toll. Kann ich dann also mir ein Implantat verpassen lassen. Vierstellig ist es auf jeden Fall. Nur die Frage, ob es ein- oder Zwei Monatsgehälter sind…

Heute habe ich dann auch mal über 700 € an Schulden bezahlt. Wenn ich so weitermache, bin ich in 2-3Monaten komplett Schuldenfrei. Ich bete drum.
Lebe lieber weiter bei Auszubildendengehalt, als das weiter mit mir herumzuschleppen…

Gerade sitze ich bei meiner Neurologin, bei der ich nun ewig nimmer war. Wenn die mich tatsächlich fragen sollte, wieso ich die ganze zeit nicht da war und keine pillen brauchte, sag ich der Examen und ne feundin setzte es ab. Sie braucht nicht zu wissen, wie unregelmäßig ich es nehme…

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Geschützt: 307.: Trigger

16. Oktober 2013

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Geschützt: 306.: Phlegmatismus…

29. September 2013

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305.: […]

29. September 2013

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304.: Radtour mal anders…

28. September 2013

Scheiße. Scheiße, scheiße, scheiße.
Ich zittere noch immer.

Also. Ich war gerade Fahrrad fahren im Feld. Da ich es aber dank der Zahnschmerzen nicht lange durchhalten konnte, fuhr ich zurück.
An einer Kreuzung hielt ein Auto, ich war der festen Überzeugung, es hätte mich gesehen. Also fuhr ich über die Kreuzung, nahm viel zu spät erst wahr, dass er mich nicht gesehen hatte und voll auf mich zufuhr. Ich versuchte, gleichzeitig schneller und zur Seite zu fahren, sah nur noch die Seite des Autos richtung meinem Bein fahren.
Und dann hatte ich das Gefühl, dass alles wie in Zeitlupe passierte.
Er erwischte mein Hinterrad, mein Fahrrad flog zur Seite, mein linkes Bein darunter rutschte ich bis zum Bordstein.
Und da saß ich nun, vollkommen verwirrt, was denn nun gewesen war.
Ich sah um mich, mein Farradkorb- und Handtascheninhalt war quer über die Straße verteilt.
Noch bevor ich aufstehen konnte, sind aus drei Autos Leute gesprungen, die mir helfen wollten.
Ich begann zu zittern, mir wurde todschlecht und schwindelig.
Ich bin schnell aufgesprungen, versuchte alle meine Sachen schnell von der Straße zu schnappen, wäre am liebsten weggerannt.
Das Fahrrad meiner Schwester… der Korb ist verbogen, der Lenker eingedötscht, hinten überall schrammen, der Sattel verbogen. Scheiße!

Und der Typ, dessen Auto mich angetippt hatte, ließ mich einfach nicht in Ruhe, alle anderen waren mittlerweile gefahren.
Ich stand an eine Mauer gelehnt. Okay, einen Schluck trinken, dann geht es mir wieder gut. Alles ist gut.
Er wollte die Polizei rufen, den Krankenwagen. Ob es mir wirklich gut geht. Ob mir irgenwas passiert ist. Die Frau wollte nach meinem Kopf, meinem Bein und Arm sehen, da die Klamotten da kaputt waren. Ich wollte es nicht. Sollen die mich doch einfach nach Hause lassen. Sie meinte, dass ich schneeweiß seie. Bin ich immer. Sie sah mein zittern. Ist nur der Schock.
Er wollte mir unbedingt seine Nummer und sein Kennzeichen geben, falls doch irgendwas seie. Ich wollte nur weg. Würde ich nun zusammenklappen, würden die sicher doch einen Krankenwagen rufen.
Irgendwann durfte ich dann doch gehen. Länger hätte ich es nicht mehr ausgehalten.
Ich schob das Fahrrad nur noch nach Hause. Das gehen tat gut, mein Kreislauf war nun auch wieder da…

Hoffentlich bekomme ich das an dem Rad alles fix repariert. Es ist ja das meiner Schwester, ich habe es nur geliehen.

Ich hab noch immer Herzrasen. Werde nun erstmal eine Rauchen und mir dann mal was frisches anziehen.
Am besten duschen, nachdem ich mit allem den Asphalt geknutscht hatte…

Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt… besser irgendwie…

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303.: There’s a possibility I wouldn’t know…

28. September 2013

Gerade ist wieder alles doof. Nein, eigentlich fühlt es sich nur so an. Eigentlich bin ich wieder in dem Sumpf des Bewertens.
Aber soll ich es gutheißen, dass ich ohne verständlichen Grund fast zwei kg zugenommen habe?
Soll ich es gutheißen, dass eine Stunde Papierkram mich so erschöpft haben, als wäre ich den ganzen Tag arbeiten gewesen und danach noch einen Marathon gerannt?
Soll ich es gutheißen, dass ich nach drei Stunden außerhalb des Bettes nun genau darin wieder liege?
Soll ich es gutheißen, dass ich so ein unendliches Bedürfnis habe zu schlafen und es dennoch nicht kann, dass mein Gedankenmatsch mich immer weiter wachhält (wobei man das mittlerweile nichtmal mehr wach nennen kann…)
Gerade im Moment fühlt sich alles echt doof an. Ich habe Zahnschmerzen, das Gefühl, Hunger zu haben, bin todmüde und kann nicht schlafen.
Habe mir kleinste Ziele für heute gesteckt. 30min aufräumen, minestens eine Freundin, die ich die ganze Zeit ignoriert habe, anschreiben.
Aber selbst das scheint mir als überdimensionale Aufgabe…

Dass ich Hunger habe, macht mich nach dem Ergebnis auf der Waage richtig wütend. Ich habe nicht das Recht, etwas essen zu wollen. Heute gibt es nichts. So kann und darf es nicht mehr weitergehen.
Dienstag fange ich bei der neuen Arbeitsstelle an. Schlimm genug, dass ich da mit einem Spitzengewicht der letzten zwei Jahre aufkreuzen muss. Montag muss ich mir deswegen auch neue, passende Dienstkleidung kaufen. Dann ist immerhin weniger Geld für FAs da… Trotzdem ekelhaft.
Ich kann mir schon denken, was ich bei denen für einen Eindruck machen werde. Fettes, undiszipliniertes, dummes, desinteressiertes, unaufmerksames Trampeltier. Recht hätten fie ja damit…

Ich muss etwas ändern, statt dauerhaft nur herumzuheulen. Doch das sage ich jeden Tag, passieren tut trotzdem nichts…
Seit Wochen sag ich nun, dass ab morgen alles besser wird. Seit Wochen ist ‚morgen‘ die Wiederholung von gestern…

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Geschützt: 302.: erwünscht.

24. September 2013

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Geschützt: 301.: Alles wunderbar. Oder so ähnlich…

16. September 2013

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300.: habe fertig.

15. September 2013

So… so ist es also, wenn man das Zeugnis überreicht bekommt und nun examinierte Gesundheits-und Krankenpflegerin ist?
Mittwoch Abend, vor der letzten mündlichen Prüfung (Fallziehung) lag ich eigenzlich die ganze Zeit vor der Toilette. Heulend, kotzend, versuchend, irgendwie noch etwas Wissen in mich hinenzustopfen.
Die Relativierungen meines Therapeuten wolle ich nicht hören. Ich wollte mir weiterhin einreden, dass och sowieso durchgefallen seie, dass ich die allerschlimmste aller Krankheiten ziehen werde, dass ich aufgerufen werde, zum Gespräch, wie es nun nach dem durchfallen weitergeht. 
Doch dann zog ich pAVK. Ich begann vor Freude noch vor dem Prüfer an zu weinen, bereitete mich 20min vor, redete und redete dann, es kamen kaum nachfragen.
Doch dir eine Stunde, die ich dann noch warten musste, bis die Ergebnisse verkündet wurden, war die längste meines Lebens.
Und ich Positionierte mich Nahe der Türe, um dann nicht noch durch das Getümmel zu müssen.  10min länger ließen sie uns waren. Zwei wurden rausgerufen. Stille. Und ich dachte einfah nur, dass die mich jetzt vergessen haben aufzurufen.
Doch dann kam der Praxisanleiter, gratulierte uns.
Auf drm Zeugnis steht nun mündlich und schriftlich 2, praktisch 3. Auch wenn ich weiß, dass ich es eigentlich deutlich besser hätte machen können, habe ich es in der Verkorksten Situation ja immerhin geschafft… ich wollte mir, wenn ich nächste Woche die Urkunde holen gehe, mir die Einzelnoten erfragen… bin da mal neugierig…

Die letzten beiden Tage konnte ich es noch micht glauben. Ich wachte auf und überlegte, was ich denn noch so lernen müsste.
Doch dann begriff ich…
Ich ging gestern erstmal das erste mal nach einer Ewigkeit wieder joggen.  Wenn man es so nennen will. Ein km und ich machte shlapp. Heute habe ich von einem km Muskelkater.
Danavh begann ich, meine Wohnung wieder begehbar zu machen, das Bad benutzbar.

Donnerstag und Freitag habe ich mir so die Kante gegeben. Wofür ich ey heute aber auch nicht weiter als Bett-Sofa-Badewanne-Sofa-Bett schaffte. 
Doch morgen wird die Küche geputzt. Auf dass sie wieder benutzbar wird.
Freitag morgen habe ich, als ich joggen war, eine Nachricht von meinem Therapeuten bekommen. Er fragte, ob ich alles gut überstanden hätte.
Total süß. Habe vorher schon überlegt, ihm schonmal zu danken und zu schreiben, dass ich es ja doch geschafft hätte, auch wenn ich es nicht eingeplant habe.
Doch in der letzten zeit ging ich ihm socauf die Nerven, da wollte ich nicht auch noch seine Freizeit mir sowas berauben.
Aber umso mehr habe ich mich dann über die SMS gefreut.

Meine Finanzielle Situation sieht immernoch sehr, sehr bescheiden aus.
Das fitnessstudio lässt sich nicht auf eine Ratenzahlung ein. Kommt nun wirklich als nächster Schritt die Lohnpfänfung? Ich habe Angst…
Nächsten Monat wird erstmalcwirklich alles mögliche denen in den Rachen gestopft.
Auch wenn ich dann nix mehr zu futtern habe… ist mir dann erstmalcegal. Ab Ende Oktober sieht es ja sowieso gehaltsmäßig deutlich besser aus, auch wenn ich noch immer nicht weiß, wo ich wirklich nächsten Monat arbeiten werde. Ob ich nun in meinem Ausbildungshaus bleibe, entscheidet sich erst nächste Woche, da das Krankenhaus gerade dagegen angeht, mich übernehmen zu müssen. Sonst habe ich in einem anderen Haus am 19.9. ein Vorstellungsgespräch.  Sie scheint auch schon jetzt recht angetan zu sein.

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Geschützt: 299.: Verletzungen. Wut.

6. September 2013

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298.: „die einzige, die ich kenne, die eine schlimmer Kindheit hatte, bist du…“

2. September 2013

Heute um 14Uhr hatten wir Lerngruppe. Danach haben wir gegrillt. Dort sitze ich auch noch immer. ich fühlen mich umwohl. Thomas meinte, dass seine Kindheit die schlimmste seie und alle sich anstellen.  Ich weiß nicht, wie die auf das Thema gekommen sind. Magdalena, die mit dabei ist, mit der war ich mal gut befeundet war, sitzt dabei.
Sie fing auf einmal an zu erzählen, wie schlimm ihre Kindheit war. Thomas stieg ein, über seine Kindheit zuerzählen. Magdalena meinte, dass sie nur einen kenne, der eine svhlimmere Kindheit hatte und das seie ich. Danke, könnt ihr denn nicht verdammt nochmal über etwas anderes reden? Wenn ich besoffen bin, werde ich zum einen tiefdeprimiert, melancholisch, redselig, heulerisch.
Also redet bitte über etwas anderes. Meinetwegen evaluiert wieder, wann ich wie Alkohol konsumiert und gekotzt habe.
Ich fühle mich so schlimm die letzten Tage. Versuche, von Minute zu Minute zu überleben. Und so Stunde um Stunde, Tag um Tag umzubekommen und es vielleicht noch zu schaffen,  etwas zu lernen.
Ivh habe am Mittwoch ja wieder die nächste Prüfung…
Und nächste Woche Freitag habe ich die schlimmste aller Prüfungen. Fallziehung. Auswahl zwischen ca. 40 Krankheiten,  zu denen es auch dann einen Fall gibt, den man vorstellen muss. Glück oder Unglück ist hier die Frage…

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297.: unglaublich nah. mittendrin im Notstrombetrieb

28. August 2013

Drei Prüfungen vorbei.
Die Praktische wahrscheinlich akzeptabel.
Montag schriftlich: einfach, obwohl ich nur Sonntag gelernt habe.
Gestern habe ich die Probeklausuren zu der heutigen Prüfung gemacht. Und danach geheult, hätte am liebsten aufgegeben. Mit meiner fucking depri-Konzentration und der fucking depri-Antriebslosigkeit ist das sowieso nicht zu schaffen. Einmal ausreichend, einmal mangelhaft. Beides hieße durchgefallen.
Von gestern 11Uhr bis heute morgen 6:30Uhr durchgelernt. Mir alles ins genaueste aufgeschrieben. Zu jeder Lerneinheit wichtige Krankheiten nach Schema auswendig gelernt, spezielle Pflegetechniken.
Das meiste war auch gut, dass ich es mir angesehen habe. Ich denke, dass es keine Glanzleistung ist, nicht annähernd an meine sonstigen Leistungen herankommt, doch reicht es aus, hoffe ich.
Ich habe viel improvisiert, doch schien es richtig zu sein.
Statt danach zu schlafen, setzte ich mich an die nächste Probeklausur.
„Pflegehandeln an Pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen, Qualitätskriterien, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten.“
Na Gesundheit.
Gesetze, Menschenbilder, Pflegeleitbilder, Qualitätssicherung,  Pflegestandarts, Arbeitszeitgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Betriebsverfassungsverordnung, Stafgesetzbuch, Sozialgesetzbücher usw…
Spannend.
Hätte nach der Probeklausur heulen können.  Mangelhaft.
Habe mir alles fehlerhafte hinausgeschrieben, was ja dabei dann nicht wenig ist und arbeite es deezeit anhand meiner Bücher auf Din A4- Zetteln aus…
Heute mache ich das zu der ersten Klausur duch, fanke schonmal die zweite an.
Morgen dann abschluss zweite und dritte, dann aus allen lerneinheiten sas veegessene zusammenschreiben. Wie gut dass ich kein Schlafbedürfnis habe…
Dafür fresse ich ohne ende…
Psychisch bin ich derzeit auf Notstom. Nicht nachdenken über das was war, was ist, was kommt oder eben nicht kommt. Von einem zum anderen Tag, von einer zur anderen Prüfung.
Emotionen? Gibt es nicht. Gibt es einen abend von den Prüfungen, dass ich zwei Stunden damit vergeude, heulend zusammenzubrechen und allen gestanden habe, dass ich vorher nicht gelernt habe, weil ich zu dumm dafür war und weder den Antrieb noch die Konzentration gefunden habe. Und zu sagen, dass ich sowieso niemals meine Urkunde bekommen werde.
Und dann kehre ich wieder zu dem maschinellen Notstrom zurück. Das wichtigste machen. Lernen. 19Stunden am Stück, alle zwei Stunden Rauchpause.
Der Notstrom tut gut. Alles ist weniger quälend, weniger schmerzend.
Der Therapeut ist 3Wochen in Urlaub, nächste Woche habe ich wieder bei ihm. Davor habe ich Angst.
Darf ich meinen Notstrom behalten? Lässt er mir die Sparflamme, die er innere Leere nennt?
Denn derzeit würde ich nicht anders durch den Tag kommen.
Ist die Innere Leere nicht da, kommen Schmerz, Lebensmüdigkeit, Trauer, Angst, Einsamkeit, emotionale Müdigkeit, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Resignation, Selbsthass und ähnliche wieder.
Doch dies sind schlechte Begleiter in der Prüfingszeit.
Dank meiner ’suizidalen Kriese‘ wie er sie so süß nennt, lässt er mir aber derzeit alles durchgehen, solange ich verspreche im nächsten Termin wieder anwesend zu sein. Auch wenn es das ein- oder andere Mal komplizierter war, gehen zu dürfen oder die Einweisung schon dalag…

Aber… erstmal an morgen denken. Erstmal an die Prüfung Freitag, das Lernen morgen, das Lernen heute…

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Geschützt: 296.: Afraid to fall

19. August 2013

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295.: […]

11. August 2013

“Manchmal geht man los, um irgendwo anzukommen. Und manchmal geht man einfach nur los, um zu gehen und zu gehen und immer weiter zu gehen, bis die Nebel sich lichten, die Verzweiflung sich legt oder man einen Gedanken zu Ende gedacht hat.”

– Nicolas Barreau

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Geschützt: 294.: wenn es nichts mehr bringt…

6. August 2013

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Geschützt: 293.: und ich tu, als tät nichts weh!

2. Juli 2013

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Geschützt: 292.: verletzt.

1. Juli 2013

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Geschützt: 291.: Wenn alles schmerzt [pw²]

28. Juni 2013

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290.: […]

28. Juni 2013

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289.: […]

20. Juni 2013

Als ich klein war, sprach mein Vater zu mir: Lächle Dann denken sie ,du bist glücklich.
Und mein Lächeln wurde zur Maske, Hinter der ich mich verbarg,zu beschämt, um hervorzukommen.
Ich erkannte erst als es zu spät war, dass die Maske nun an meiner Seele festklebte. Ich konnte sie nicht abnehmen .
Ich wusst nicht wie, bis ich lernte, mit dem Herzen zu lächeln.
Und die Maske begann zu zerspringen, und ich konnte langsam,langsam hervortreten.
Ich ließ die Maske zurück, weggeworfen, zersprungen und zerbrochen auf dem Pflaster, um mein Gesicht der Sonne zuzuwenden.

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Geschützt: 288.: […]

18. Juni 2013

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Geschützt: 287.: Konfrontation

18. Juni 2013

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Geschützt: 286.: fuck.

17. Juni 2013

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285.: [….]

16. Juni 2013

„Derjenige, der sich heute in einem Anfall von Melancholie tötet, würde sich gewünscht haben zu leben, wenn er nur eine Woche gewartet hätte.“

Voltaire

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Geschützt: 284.: forgiven my mistakes. pw²

16. Juni 2013

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Geschützt: 283.: If I fall…

16. Juni 2013

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Geschützt: 282.: Where is the life that I recognize?

12. Juni 2013

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Geschützt: 281.: Bäh.

11. Juni 2013

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Geschützt: 280.: when it all comes to an end…

9. Juni 2013

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Geschützt: 279.: hard to control when it begins.

8. Juni 2013

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Geschützt: 278.: […]

7. Juni 2013

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Geschützt: 277.:There’s a possibility

7. Juni 2013

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Geschützt: 276.: Dinge kommen, Dinge gehen…

6. Juni 2013

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Geschützt: 275.: Klinikreifes Sorgenkind…

6. Juni 2013

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Geschützt: 274.: When my dreams all fail.

5. Juni 2013

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Geschützt: 273.: Überforderung.

4. Juni 2013

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272.: […]

3. Juni 2013

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Geschützt: 271.: it goes on and on and on…

3. Juni 2013

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270.: Nervös.

3. Juni 2013

Ich habe nun meinem Therapeuten geschrieben. Ich habe zwei Stunden lang daran getippt. Es waren vier Seiten.
Ich mag es nicht, ihm so zur last zu fallen. Ihm so viel Arbeit zu machen.
Aber… ich bin verzweifelt. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß nur noch einen Weg. Ich versuche mich damit durch den Tag zu schleppen, dass ich mir denke, dass ich dazu auch später die Möglichkeit hätte.

Nun werde ich mal so langsam ins Bett gehen. Auch wenn ich trotz 2x Bedarf noch immer nicht müde bin, muss ich immerhin mal in die Richtung gehen. Morgen habe ich ja noch so viel vor dem Spätdienst zu tun…
Ich weiß sowieso nicht, wie ich diese Woche schaffen soll. Doch im Nachtdienst-Rhytmus bin ich ja immerhin schon… Wobei, wenn es darum geht, bin ich eher im 20h-Modus…

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Geschützt: 269.: And my tears begin to fall…

2. Juni 2013

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268.: So tell my when you hear my heart stop.

2. Juni 2013

…you’re the only one who knows.

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267.: wird schon wieder.

2. Juni 2013

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Es wird schon wieder.
Kopf hoch.
Schau doch mal, wie viel du schon geschafft hast.
Lass sie doch reden.
Die anderen sind doch egal.
Du bist doch so ein toller Mensch. Es wird alles sicher wieder besser.
Du musst den anderen nichts beweisen.

 

Ich kann es verdammt nochmal nicht mehr hören.

Nichts ist gut.
Nichts wird gut. Nicht heute, nicht morgen, nicht irgendwann.
Die Hoffnung gebe ich auf.
Jedes Mal, wenn ich begann zu hoffen, kam nur scheiße.
Also. Nichts ist gut und das darf so sein. Punkt.

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266.: […]

2. Juni 2013
Eine 2010 durchgeführte Recherche zur Lage der Welt belegt:
Auf jeden produzierten Panzer kommen 131.000 produzierte Kuscheltiere.
Auf jede Mauer der Welt kommen 200.000 “Willkommen”-Fußmatten.
Während ein Wissenschaftler eine neue Waffe entwickelt, backen 1 Mio Mütter einen Schokoladenkuchen.
Es gibt mehr lustige Videos im Internet, als schlechte Nachrichten auf der Welt.
“Liebe” hat mehr Treffer als “Hass”.
Es gibt viele Gründe, an eine bessere Welt zu glauben.
Quelle: Coca Cola Werbung – 125 Jahre lebensfreude
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Geschützt: 265.: welt.flüchtig

2. Juni 2013

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264.: […]

2. Juni 2013

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Geschützt: 263.: schmerz.verkrümmt

1. Juni 2013

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Geschützt: 262.: Dankbarkeit.

1. Juni 2013

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Geschützt: 261.: […]

31. Mai 2013

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Geschützt: 260.: und ja, es geht IMMER schlimmer!

31. Mai 2013

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Geschützt: 259.: The day after…

30. Mai 2013

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Geschützt: 258.: down, down, down…

29. Mai 2013

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257.: […]

29. Mai 2013
Doesn’t matter how tough we are. Trauma always leaves a scar. It follows us home, it changes our lives, Trauma messes everybody up, but maybe that’s the point: All the pain and the fear and the crap. Maybe going through all of that is what keeps us moving forward, it’s what pushes us. Maybe we have to get a little messed up, before we can step up.
Greys Anatomy
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Geschützt: 256.: Kontraste…

29. Mai 2013

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Geschützt: 255.: das wird noch Terror geben.

29. Mai 2013

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255.: das wird noch Terror geben.

29. Mai 2013

Derzeit liegw ich noch im Bett.
Es wirkt aber eher wie ein ehemaliges Tramolin. Und man muss dazu sagen, dass dieses Metallgerüst unter der Matratze dieseWirkung auch noch optisch untermalt. Wie ich gegen 0Uhr 30 auch (mehr oder minder) vorhatte, bin ich rübergegangen und habe Magdalena den Schlüssel gebracht. Die anderen Bungalows sehen echt alle aus wie eine Müllkippe…
Seit 45min liege ich nun in Bett. Von meinem Betrnachbarn kommt nun nur noch schnauben. Er kann Konflikte nie austragen und geht dann immer auf eine persönliche Ebene. Das maht ws umso anstrengender…
Er stürmt gelgentlich, hinaus, flucht vor sich hin, wuselt in Küche und Wohnbereich herum, kommt nah 20min schnaubend, fluchend wieder.
Hach,  am liebsten würde ich ihm jetzt schon einiges sagen…
Ich würde sagen, dass ich nicht gut finde, dass er immerweiter, wenn er nicht mehr weiterweiß sagt, man solle sich nicht wie seine Mutter verhalten.
Ich würde sagen, dass er mein Essverhalten nicht zu be- oder verurteilen hat, dass er mir nicht vorzuschreiben hat, wie viel Gurke, Tomate, Salat oder irgendwas ich zu essen habe.
Ich würde sagen, dass er sich nicht ungerecht behandelt zu fühlen hat, wenn er drei Stunden lang youtube-Videos ansieht und ich dann mal mitten in der Nacht rangehe, er mich dann aber wegen seines andauernens Einloggens immer aus dem Internet kickt.
Ich würde sagen, dass er die Einrichtung, das Inventar schrottete und ich das Internet besorgte, ich nicht mal ein Danke bekommen habe und dann nicht nur fünf Minuten reinwill und allerhöchstens 10 unserer 250mb brauchen darf.
Doch er fühlt sich zu tiefst missverstanden und fehlbehandelt…

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Geschützt: 254.: bitte mehr!…Schmerz.

28. Mai 2013

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Geschützt: 253.: Just give me a reason.

28. Mai 2013

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